DetailPage-MSS-KB

Knowledge Base

Artikel-ID: 119493 - Geändert am: Dienstag, 9. November 2004 - Version: 4.1

Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D42160
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
119493  (http://support.microsoft.com/kb/119493/EN-US/ ) NetBIOS over TCP/IP Name Resolution and WINS

Zusammenfassung

NetBIOS über TCP/IP (NBT) ist die Netzwerkkomponente, die die Namensauflösung bei der IP-Adresszuordung zu einem Computernamen durchführt (NETBT.SYS in Windows NT und VNBT.VXD in Windows für Workgroups und Windows 95). Es gibt derzeit vier NBT-Methoden zur Namensauflösung: B-Knoten, P-Knoten, M-Knoten und H-Knoten.

Weitere Informationen

B-Knoten
Bei der B-Knoten-Methode werden sowohl für die Namensregistrierung als auch für die Namensauflösung Broadcasts verwendet. Wenn auf einem TCP/IP-Netzwerk der IP-Router nicht darauf konfiguriert ist, die Broadcasts für die Namensregistrierung und Namensabfrage weiterzuleiten, können sich Systeme auf verschiedenen Teilnetzen nicht gegenseitig erkennen, da sie die Broadcasts nicht empfangen. B-Knoten-Namensauflösung stellt nicht die beste Option auf größeren Netzwerken dar, da die Abhängigkeit von Broadcasts zu einer Überlastung des Netzwerks mit Broadcasts führen kann.

Modifizierter B-Knoten von Microsoft
Das in Microsoft Windows NT verwendete TCP/IP verwendet eine modifizierte Version der B-Knoten-Namensauflösung. Die modifizierte B-Knoten-Namensauflösung von Microsoft funktioniert folgendermaßen:
  • Die Arbeitsstation überprüft zunächst den LMHOSTS-Cache und gibt die IP-Adresse zurück, wenn der NetBIOS-Name gefunden wird.
  • Als nächstes versucht die Arbeitsstation, den Namen über Broadcasting aufzulösen (dies funktioniert auf die gleiche Weise wie bei der B-Knoten-Auflösung) und gibt, wenn das Zielsystem aktiv ist, dessen IP-Adresse zurück.
  • Schließlich überprüft die Arbeitsstation (wenn es sich um ein Windows NT-System handelt) die LMHOSTS-Datei in dem Verzeichnis "\<winnt_root>\system32\drivers\etc".
P-Knoten (oder Point-to-Point-Knoten)
Bei der P-Knoten-Namensauflösung werden KEINE Broadcasts für die Namensregistrierung oder Namensauflösung verwendet. Statt dessen registrieren sich alle Systeme beim Start mit einem NetBIOS-Namenserver (NBNS) selbst. Der NBNS ist verantwortlich für die Zuordnung von Computernamen zu IP-Adressen und stellt sicher, dass keine doppelten Namen auf dem Netzwerk registriert werden. Alle Systeme müssen die IP-Adresse des NBNS kennen, der einem WINS-Server entspricht. Wenn die Systeme nicht mit der korrekten IP-Adresse für den NBNS konfiguriert werden, funktioniert die P-Knoten-Namensauflösung nicht.

Die P-Knoten-Namensauflösung verwendet zielgerichtete UDP-Datagramme und TCP-Sitzungen für die gegenseitige Kommunikation mit dem NBNS.

Der wichtigste Nachteil der P-Knoten-Namensauflösung besteht darin, dass keine Möglichkeit der Namensauflösung und damit keine Möglichkeit des Zugriffs auf andere Systeme auf dem Netzwerk besteht, wenn nicht auf den NBNS zugegriffen werden kann.

M-Knoten (oder Gemischter Knoten)
M-Knoten verwendet eine Kombination aus B-Knoten und P-Knoten für die Namensauflösung. Bei dieser Methode wird zunächst B-Knoten und anschließend P-Knoten verwendet, was theoretisch die Leistung des lokalen Netzes (LAN) erhöhen sollte. M-Knoten hat gegenüber P-Knoten den Vorteil, dass Systeme auf dem lokalen Teilnetz immer noch über die B-Knoten-Auflösung erreichbar sind, wenn der NBNS nicht verfügbar ist.

M-Knoten ist typischerweise nicht die beste Option für größere Netzwerke, da bei dieser Methode B-Knoten verwendet wird, was zu Broadcasts führt. Wenn es sich jedoch um ein großes Netzwerk handelt, das aus kleineren Teilnetzen besteht, die über langsame WAN-Netzwerkverbindungen verbunden sind, stellt M-Knoten eine bevorzugte Methode dar, da der Kommunikationsaufwand über die langsamen Verbindungen reduziert wird.

H-Knoten (oder Hybridknoten)
Die H-Knoten-Namensauflösung, die sich derzeit in der RFC-Entwurfsform befindet, verwendet ebenfalls sowohl B-Knoten als auch P-Knoten, verwendet B-Knoten jedoch nur als letzten Ausweg. Wenn ein System darauf konfiguriert ist, H-Knoten zu verwenden, versucht es immer zunächst, P-Knoten zu verwenden, und verwendet anschließend NUR B-Knoten, wenn P-Knoten fehlschlägt. Ein System kann zusätzlich darauf konfiguriert werden, bei einem Fehlschlagen von P-Knoten die LMHOSTS-Datei zu verwenden, bevor B-Knoten versucht wird.

Die H-Knoten-Auflösung erfordert keine erfolgreiche P-Knoten-Registrierung für die Initialisierung eines Systems. Das System verwendet jedoch nur B-Knoten, bis die P-Knoten-Registrierung erfolgreich ist. Wenn der NBNS nicht verfügbar ist und das System auf die B-Knoten-Auflösung zurückgreift, versucht es weiterhin, den NBNS zu kontaktieren, so dass es wieder P-Knoten verwenden kann, wenn der NBNS verfügbar wird.

Funktionsweise von WINS

Wenn ein System darauf konfiguriert ist, WINS für die Namensauflösung zu verwenden, verwendet es standardmäßig H-Knoten für die Namensregistrierung. Für die Namensauflösung verwendet es ebenfalls H-Knoten, allerdings mit einigen Unterschieden. Die Vorgehensweise ist folgendermaßen:
  • Überprüfung, ob es sich um einen lokalen Gerätenamen handelt.
  • Überprüfung des Remote-Namen-Caches. Jeder aufgelöste Namen wird in einem Cache abgelegt, wo er für 10 Minuten zwischengespeichert wird.
  • Versuch, den WINS-Server zu verwenden.
  • Versuch, Broadcasting zu verwenden.
  • Überprüfung der LMHOSTS-Datei, wenn das System darauf konfiguriert ist, die LMHOSTS-Datei zu verwenden.
  • Versuch, die HOSTS-Datei und anschließend einen DNS zu verwenden, wenn das System darauf konfiguriert wurde.
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.


Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows NT Workstation 3.5
  • Microsoft Windows NT Workstation 3.51
  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
  • Microsoft Windows NT Server 3.5
  • Microsoft Windows NT Server 3.51
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Standard Edition
  • Microsoft Windows 95
  • Microsoft TCP/IP for Windows für Workgroups 3.11b
  • Microsoft TCP/IP für Windows für Workgroups 3.11
  • Microsoft TCP/IP für Windows für Workgroups 3.11a
Keywords: 
kbhowto KB119493
Microsoft stellt Ihnen die in der Knowledge Base angebotenen Artikel und Informationen als Service-Leistung zur Verfügung. Microsoft übernimmt keinerlei Gewährleistung dafür, dass die angebotenen Artikel und Informationen auch in Ihrer Einsatzumgebung die erwünschten Ergebnisse erzielen. Die Entscheidung darüber, ob und in welcher Form Sie die angebotenen Artikel und Informationen nutzen, liegt daher allein bei Ihnen. Mit Ausnahme der gesetzlichen Haftung für Vorsatz ist jede Haftung von Microsoft im Zusammenhang mit Ihrer Nutzung dieser Artikel oder Informationen ausgeschlossen.
Freigeben
Weitere Supportoptionen
Microsoft Community-Supportforen
Kontaktieren Sie uns direkt
Zertifizierten Partner finden
Microsoft Store
Folgen Sie uns: