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Artikel-ID: 146005 - Geändert am: Dienstag, 19. August 2003 - Version: 2.1

Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D39926
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
146005  (http://support.microsoft.com/kb/146005/EN-US/ ) Optimizing Windows NT for Performance

Zusammenfassung

Bei der Problembehandlung von Leistungsproblemen oder beim Versuch, Windows NT zu optimieren, ist es beim Arbeiten mit dem Windows NT-Systemmonitor nicht immer einfach, aus der großen Anzahl von Systemmonitorobjekten und Datenquellen auszuwählen.
Dieser Artikel soll Sie bei der Auswahl der richtigen Datenquellen und Objekte unterstützen.
Es folgt eine Liste der Leistungskontrollpunkte für die folgenden möglichen Engpässe:
  • Möglicher Engpass: Arbeitsspeicher
  • Möglicher Engpass: Prozessor
  • Möglicher Engpass: physischer Datenträger
  • Möglicher Engpass: Netzwerk
  • Möglicher Engpass: Netzwerkkomponenten

Weitere Informationen

Möglicher Engpass: Arbeitsspeicher

Kontrolle:
Objekt: Speicher
Datenquelle: Seiten/s
Objekt: Logischer Datenträger (Standort von Pagefile.sys)
Datenquelle: Mittlere Sek./EA
Wenn das Produkt dieser beiden Datenquellen (entspricht dem Prozentsatz der durch die Auslagerung beanspruchten Datenträgerzugriffszeit) konstant > 10 % ist, benötigt das System mehr Arbeitsspeicher.

Kontrolle:
Objekt: Speicher
Datenquelle: Seiten/s
Wenn der Wert der Datenquelle konstant > 5 ist, liegt die Ursache vermutlich am Arbeitsspeicher.

Kontrolle:
Objekt: Server-Dienste
Datenquelle: Nicht-Auslagerungsseitenfehler
Die Anzahl der fehlgeschlagenen Zuweisungen aus den Nichtauslagerungsseiten (Nonpaged-Pool). Weist darauf hin, dass der physische Speicher des Computers zu klein ist.

Kontrolle:
Objekt: Server-Dienste
Datenquelle: Auslagerungsseitenfehler
Auslagerungsseitenfehler weisen darauf hin, dass entweder der physische Speicher oder eine Auslagerungsdatei die Kapazitätsgrenze erreicht hat.

Kontrolle:
Objekt: Server-Dienste
Datenquelle: Nicht-Auslagerungsseitenspitze
Die maximale Anzahl Byte der Nichtauslagerungsseiten (Nonpaged-Pools), die der Server zu einem beliebigen Zeitpunkt verwendet hat. Weist darauf hin, wie viel physischer Speicher der Computer aufweisen sollte.

Möglicher Engpass: Prozessor

Kontrolle:
Objekt: Prozessor
Datenquelle: % Prozessorzeit
Wenn dieser Wert konstant hoch ist (> 80 %) und die Datenquellenwerte für Datenträger und Netzwerk niedrig sind, liegt die Ursache vermutlich am Prozessor.

Objekt: System
Datenquelle: % Prozessorzeit (bei Mehrprozessorsystemen)
Wenn dieser Wert konstant hoch ist (> 80 %) und die Datenquellenwerte für Datenträger und Netzwerk niedrig sind, liegt die Ursache vermutlich am Prozessor.

Objekt: System
Datenquelle: Prozessor-Warteschlangenlänge
Eine anhaltende Warteschlangenlänge des Prozessors > 2 weist im Allgemeinen auf einen Engpass des Prozessors hin.

Objekt: Prozessor
Datenquelle: Interrupts(gesamt)/sec
Eine deutliche Zunahme dieses Datenquellenwertes ohne entsprechende Zunahme der Systemaktivität weist auf ein Hardwareproblem hin.

Objekt: Prozeß (_Total)
Datenquelle: % Prozessorzeit
Wenn mehr als zwei Prozesse um die Mehrheit der Prozessorzeit konkurrieren, sollte ein schnellerer Prozessor oder ein zusätzlicher Prozessor in Betracht gezogen werden.

Möglicher Engpass: Physische Festplatte

Kontrolle:
Objekt: Physische Festplatte
Datenquelle: %Zeit
Wenn dieser Wert konstant hoch ist und die Warteschlangenlänge des Datenträgers größer als 2 ist, liegt die Ursache vermutlich am Datenträger.

Objekt: Physische Festplatte
Datenquelle: Mittlere Sek./EA
Ein hoher Wert (Werte größer als 0,3 Sekunden) können darauf hinweisen, dass der Festplatten-Controller aufgrund von Fehlern fortlaufend versucht, auf den Datenträger zuzugreifen.

Objekt: Physische Festplatte
Datenquelle: Durchschnittliche Warteschlangenlänge des Datenträgers
Datenquelle: Mittlere Sek./EA
Die durchschnittliche Warteschlangenzeit ist die durchschnittliche Dauer für eine Datenträgerübertragung (entweder Lese- oder Schreibvorgänge). Verwenden Sie die folgende Formel, um die durchschnittliche Warteschlangenzeit festzustellen:

Durchschn. Warteschlangenzeit = Datenträgerwarteschlangenlänge x Durchschn. Datenträger s/Übertragung

Bei diesen Informationen handelt es sich um relative Leistungsmessungen, die mit anderen Festplattentreibern im System verglichen werden sollten. Berechnen Sie die Zahlen für alle logischen Datenträger in Ihrem System. Die Anzahl der Datenträgerbefehle, die in der Warteschlange warten, ist in der Regel der Faktor, der die Datenträgerleistung durch Erhöhen der durchschnittlichen Warteschlangenzeit verlangsamt.

Objekt: Physische Festplatte
Datenquelle: Bytes/s
Ein Bytes/s-Wert unter 20 KB kann ein Hinweis darauf sein, dass eine Anwendung ineffizient auf einen Datenträger zugreift.

Möglicher Engpass: Netzwerkkomponenten

Kontrolle:
Objekt: Redirector-Dienst
Datenquelle: Aktuelle Befehle
Wenn diese Zahl größer als eins pro Netzwerkkarte ist, kann der Redirector-Dienst aus einem oder aus mehreren der folgenden Gründe ein Engpass im System sein:
  • der Server, mit dem der Redirector-Dienst kommuniziert, ist langsamer als der Redirector.
  • im Netzwerk treten eventuell Kapazitätsprobleme auf.
  • der Redirector-Dienst ist so ausgelastet, dass die Netzwerkkarte nicht nachkommt ist.
    Wenn Netzwerkkapazitätsprobleme erkannt werden, ist es eventuell notwendig, das Netzwerk in Teilnetze zu unterteilen, um den Netzwerkverkehr zu partitionieren.
Kontrolle:
Objekt: Redirector-Dienst
Datenquelle: Netzwerkfehler/s
Wenn Netzwerkfehler protokolliert wurden, finden Sie weitere Details im Fehlerprotokoll.

Kontrolle:
Objekt: Redirector-Dienst
Datenquelle: Lesevorgänge verweigert/s
Datenquelle: Schreibvorgänge verweigert/s
Diese Werte weisen darauf hin, ob die Remoteserver Probleme mit der Speicherzuweisung haben.

Kontrolle:
Objekt: Server-Dienst
Datenquelle: Zu wenig Arbeitselemente
Eine Zunahme der Datenquelle "Zu wenig Arbeitselemente" sollte zu einer Änderung bei den Registrierungswerten "InitialWorkItems" und/oder "MaximumWorkItems" führen (abhängig vom Zeitpunkt des Mangels).

Kontrolle:
Objekt: Server-Dienst
Datenquelle: "Raw Reads" abgelehnt/sec
Datenquelle: "Raw Writes" abgelehnt/sec
Ablehnungen weisen auf eine Überlastung der RAW-Arbeitselemente beim Ausführen großer Dateiübertragungen hin. Die Steigerung des Registrierungswertes "RawWorkItems" kann diesen Engpass möglicherweise beheben.

Möglicher Engpass: Netzwerk

Kontrolle:
Objekt: Server-Dienst
Datenquelle: Bytes (Total)/sec
Wenn die Summe von Bytes (Total)/sec für diesen(alle) Server annähernd gleich zu den maximalen Übertragungsraten für das Netzwerk ist, ist es eventuell notwendig, das Netzwerk zu segmentieren.

Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.


Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows NT Workstation 3.5
  • Microsoft Windows NT Workstation 3.51
  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
  • Microsoft Windows NT Server 3.51
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Standard Edition
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
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KB146005
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