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Artikel-ID: 160963 - Geändert am: Mittwoch, 22. Mai 2013 - Version: 1.0

Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D160963

Zusammenfassung

Microsoft hat ein Tool namens Chkntfs.exe entwickelt; es steht in Microsoft Windows NT 4.0 Service Pack 2 sowie in neueren Windows-Versionen zur Verfügung. Es dient dazu, bei einem Neustart von Windows nach einem fehlerhaftem Herunterfahren auf bestimmten Volumes die automatische Ausführung von chkdsk zu deaktivieren. Wenn mithilfe von chkdsk /f festgelegt wurde, dass beim nächsten Systemneustart chkdsk auf einem aktiven Volume ausgeführt werden soll, können Sie auch dies mithilfe von Chkntfs rückgängig machen.

Weitere Informationen

Bei jedem Neustart von Windows wird Autochk.exe vom Kernel aufgerufen, um auf sämtlichen Volumes zu prüfen, ob das Bit für fehlerhafte Volumes gesetzt ist. Wenn das Bit für fehlerhafte Volumes gesetzt ist, führt autochk auf diesem Volume unverzüglich chkdsk /f aus. CHKDSK /f überprüft die Integrität des Dateisystems und versucht, sämtliche Probleme mit dem Volume zu beheben. Es ist immer ratsam, chkdsk auf Volumes auszuführen, die nicht korrekt heruntergefahren wurden. Es können jedoch unter Umständen Situationen auftreten, in denen die Ausführung von chkdsk nach jedem fehlerhaftem Herunterfahren nicht möglich bzw. nicht sinnvoll ist. In manchen Fällen kann die von chkdsk ausgeführte vollständige Überprüfung eines Volumes mehrere Stunden oder sogar Tage dauern, oder chkdsk hängt möglicherweise während der Überprüfung des Volumes. In diesen Fällen ist es sinnvoller, die Ausführung von chkdsk auf einen geeigneteren Zeitpunkt zu verschieben.

Ein Systemadministrator kann mithilfe des Tools Chkntfs Volumes ausschließen, die nicht durch das Programm autochk überprüft werden sollen. Das Tool wird an der Eingabeaufforderung ausgeführt und bietet folgende Befehlszeilenoptionen:
   chkntfs Laufwerk: [...]
   chkntfs /d
   chkntfs /x: Laufwerk: [...]
   chkntfs /c: Laufwerk: [...]

     Laufwerk:         Gibt einen Laufwerkbuchstaben an.
     /D             Stellt das Standardverhalten des Computers wieder her;
                    sämtliche Laufwerke werden beim Start überprüft
                    und chkdsk wird auf den fehlerhaften Laufwerken ausgeführt.
                    Dadurch wird die Wirksamkeit der Option /X rückgängig gemacht.
                     
     /X             Schließt beim Start ein Laufwerk von der standardmäßigen
                    Überprüfung aus. Werden in mehreren Befehlsaufrufen mehrere Laufwerke
                    ausgeschlossen, werden diese Laufwerke nicht gesammelt ausgeschlossen.
     /C             Aktiviert die Ausführung von chkdsk beim nächsten
                    Neustart, wenn das fehlerhafte Bit gesetzt wurde.
				
Wenn keine Befehlszeilenoptionen festgelegt sind, zeigt chkntfs für jedes Laufwerk den Status des fehlerhaften Bits an.

Beispiele:

chkntfs /x c: Hiermit wird die Ausführung von chkdsk auf dem Laufwerk C: deaktiviert.

chkntfs /x d: e: Hiermit wird die Ausführung von chkdsk auf den Laufwerken D: und E: deaktiviert.

Die Befehle chkntfs /x sind nicht kumulativ; der Befehl überschreibt sämtliche Laufwerkausschlüsse, die zuvor vorgenommen wurden. Im oben aufgeführten Beispiel deaktiviert chkntfs lediglich die durch chkdsk eingeplante Überprüfung der Laufwerke D und E, Laufwerk C wird nicht auf ein fehlerhaftes Bit untersucht.

Das Tool chkntfs ändert in der Systemregistrierung den Wert BootExecute. Der Wert BootExecute befindet sich in folgendem Registrierungsschlüssel:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CURRENTCONTROLSET\CONTROL\Session Manager
Der Standardwert ist:
BootExecute:REG_MULTI_SZ:autocheck autochk *
Chkntfs /x fügt vor dem Asterix/Sternchen einen Parameter /k hinzu. Der Parameter /k schließt Volumes von der Überprüfung auf fehlerhafte Bits aus.

Beispielsweise würde der Befehl

chkntfs /x D:

diesen Registrierungseintrag so ändern, dass autochk /k:d * automatisch ausgeführt würde.

Chkdsk /f sorgt dafür, dass es beim nächsten Neustart ausgeführt wird, indem es das Bit für fehlerhafte Volumes auf dem Laufwerk setzt. Chkdsk /x deaktiviert die Überprüfung dieses Bits. Chkdsk /f kann niemals auf Volumes ausgeführt werden, die von der Überprüfung auf fehlerhafte Bits durch chkntfs ausgeschlossen sind.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um chkdsk /f auf einem Laufwerk auszuführen, das durch das Tool chkntfs ausgeschlossen wurde: Führen Sie die Option chkntfs /d aus, um den ursprünglichen Zustand Ihres Systems wiederherzustellen, oder bearbeiten Sie den Wert BootExecute in der Registrierung, und entfernen Sie beim Parameter /k den entsprechenden Laufwerksbuchstaben.

Wichtig Dieser Abschnitt bzw. die Methoden- oder Aufgabenbeschreibung enthält Hinweise zum Bearbeiten der Registrierung. Durch die falsche Bearbeitung der Registrierung können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Daher ist es wichtig, bei der Ausführung der folgenden Schritte sorgfältig vorzugehen. Als Schutzmaßnahme sollten Sie vor der Bearbeitung der Registrierung eine Sicherungskopie erstellen. So ist gewährleistet, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Sichern und Wiederherstellen der Registrierung finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
322756  (http://support.microsoft.com/kb/322756/de/ ) Sichern und Wiederherstellen der Registrierung in Windows

Mit Chkdsk /f /r kann chkdsk Volumes auf physischen Festplatten auf Dateisystemfehler und fehlerhafte Sektoren überprüfen. Chkdsk /f /r fügt einen Eintrag zum Wert BootExecute hinzu und aktiviert damit, dass es beim nächsten Systemneustart ausgeführt wird. Beispielsweise fügt

chkdsk c: /f /r

folgenden Eintrag zum Wert BootExecute hinzu:
   autocheck autochk /r \??\C:
				
Da sich dieser Eintrag in Wirklichkeit in der Registrierung befindet, wirkt sich kein chkntfs-Befehl auf chkdsk /f /r aus. Die einzige Möglichkeit, chkdsk /f /r zu deaktivieren, besteht darin, im Wert BootExecute die Zeile zu entfernen, die diesen Befehl enthält.

Das Tool Chkntfs.exe behandelt alle Laufwerke für den Knoten als lokale Laufwerke. Dies trifft auch auf physische Festplattenressourcen von Microsoft Cluster Server (MSCS) auf einem freigegebenen Laufwerksarray zu. Führen Sie zu jedem Knoten den Ausschlussbefehl aus, um mithilfe von Chkntfs.exe freigegebene Laufwerke auf einem Cluster auszuschließen. Führen Sie dies durch, um sicher zu gehen, dass in der Registrierung jeder Knotens über die richtigen Einträge verfügt. Sie können den Befehl nur auf das freigegebene Laufwerk bzw. die freigegebenen Laufwerke anwenden, das/die zu diesem Knoten gehört/gehören. Es wird eine Fehlermeldung angezeigt, wenn der Knoten keine physische Festplattenressource besitzt.
Hinweis Dies ist ein Artikel, der im Schnellverfahren direkt von der Microsoft-Supportorganisation erstellt wurde. Die hierin enthaltenen Informationen werden als Reaktion auf neue Probleme wie besehen bereitgestellt. Da dieser Artikel im Schnellverfahren erstellt wurde, kann er Tippfehler enthalten und zu einem späteren Zeitpunkt ohne vorherige Ankündigung überarbeitet werden. Weitere zu berücksichtigende Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=151500) .

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Standard Edition
  • Microsoft Windows Server 2003 Service Pack 1
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Web Edition
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