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Artikel-ID: 175761 - Geändert am: Freitag, 9. Januar 2004 - Version: 3.0

Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D175761
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
175761  (http://support.microsoft.com/kb/175761/en-us/ ) Dynamic vs. Basic Storage in Windows 2000 and Windows XP

Zusammenfassung

In Windows 2000 und Windows XP wurde ein neuer Speichertyp definiert und im neuen Snap-In "Verwaltung logischer Datenträger" berücksichtigt; frühere Versionen von Windows NT arbeiteten nur mit Basisspeicher:
  • Der Basisspeicher arbeitet mit normalen Partitionstabellen, die von allen Versionen von Windows, MS-DOS und Windows NT unterstützt werden. Ein für den Basisspeicher initialisierter Datenträger wird als "Basisdatenträger" bezeichnet. Auf diesem können sich primäre Partitionen, erweiterte Partitionen und logische Laufwerke befinden.

    Basisdatenträger sind zum Beispiel Partitionen und logische Laufwerke, aber auch mit Windows NT 4.0 oder früher erstellte Datenträger, wie Datenträgersätze, Stripesets, Spiegelsätze und Stripesets mit Parität. In Windows 2000 werden diese Datenträger als übergreifende Datenträger, Stripesetdatenträger, gespiegelte Datenträger und RAID-5-Datenträger bezeichnet.
  • Der dynamische Speicher wird von Windows 2000 unterstützt. Ein für den dynamischen Speicher initialisierter Datenträger wird in Windows 2000 als "dynamische Festplatte" bezeichnet. Diese kann einfache Datenträger, übergreifende Datenträger, Stripesetdatenträger, gespiegelte Datenträger und RAID-5-Datenträger beinhalten. Mit dem dynamischen Speicher können Sie Festplatten und Datenträger verwalten, ohne das Betriebssystem neu starten zu müssen.
Mit dem MMC-Snap-In "Datenträgerverwaltung" können Sie aus einem Basisspeicher einen dynamischen Speicher machen. Wählen Sie dazu unter Programme die Option Datenträgerverwaltung aus der Gruppe Verwaltung. Sie werden eventuell gefragt, ob Sie Ihre Datenträger aktualisieren möchten, Sie können den jeweiligen Datenträger aber auch mit der rechten Maustaste anklicken, um ihn dann aktualisieren zu lassen.

Achtung: Durch das Aktualisieren eines Datenträgers für den dynamischen Speicher wird der gesamte Datenträger für andere Betriebssysteme als Windows 2000 unslesbar. Um wieder zum Format eines Basisspeichers zurückzukehren, müssen Sie das Laufwerk neu partitionieren.

Die Speichertypen sind unabhängig von den Dateisystemtypen; Basisspeicher oder dynamische Speicher können jede beliebige Kombination aus Partitionen und Datenträgern der Dateisysteme FAT16, FAT32, NTFS v4.0 und NTFS v5.0 enthalten.

Windows 2000 beinhaltet sowohl Basisspeicher als auch dynamische Speicher. Ein Datenträgersystem kann jede beliebige Kombination von Speichertypen aufweisen. Für alle Datenträger auf einer Festplatte muss jedoch der gleiche Speichertyp verwendet werden.

Auf einer Basisfestplatte ist eine Partition ein Teil der Festplatte, der als physisch separate Einheit funktioniert. Auf einer dynamischen Festplatte wird der Speicher nicht in Partitionen sondern in Datenträger (so genannte "Volumes") unterteilt.

Weitere Informationen

Charakteristika des dynamischen Speichers:
  • Ein Volume ist eine Speichereinheit, die aus dem freien Speicherplatz auf einer oder mehreren Festplatten gebildet wird. Sie können ein Volume mit einem bestimmten Dateisystem formatieren und ihm einen Laufwerksbuchstaben zuweisen. Volumes auf dynamischen Festplatten können die folgenden Layouts aufweisen: Einfach, Übergreifend, Stripeset oder RAID-5.
  • Ein einfaches Volume verwendet nur Speicherplatz von einer einzigen Festplatte. Es kann sich dabei um einen einzelnen Speicherbereich auf einer Festplatte handeln, oder aber um mehrere Bereiche, die miteinander verkettet sind. Ein einfaches Volume kann innerhalb derselben Festplatte oder auf weitere Festplatten erweitert werden. Erweitert man ein Volume auf mehrere Festplatten oder Datenträger, wird es zu einem übergreifenden Volume.
  • Ein übergreifendes Volume setzt sich aus mit einander verknüpftem freiem Speicherplatz auf mehreren Datenträgern oder Festplatten (bis zu 32) zusammen. Ein übergreifendes Volume kann zwar auf weitere Datenträger erweitert, aber nicht gespiegelt werden.
  • Ein gespiegeltes Volume ist ein fehlertolerantes Volume, dessen Daten auf zwei physischen Festplatten dupliziert werden. Alle Daten auf einem Volume werden auf eine andere Festplatte kopiert, um die Redundanz und somit erhöhte Datensicherheit zu gewährleisten. Wird eine Festplatte beschädigt, sind die Daten somit immer noch auf der anderen Festplatte verfügbar. Ein gespiegeltes Volume kann nicht erweitert werden. Die Spiegelung ist auch unter der Bezeichnung "RAID-1" bekannt.
  • Ein Stripesetvolume ist ein Volume, dessen Daten auf zwei oder mehr physische Festplatten verteilt werden. Die Daten auf diesem Typ von Volume werden abwechselnd und zu gleichen Teilen auf die physischen Festplatten verteilt. Ein Stripesetvolume kann nicht gespiegelt oder erweitert werden. Diese Stripesetvolumes sind auch unter der Bezeichnung "RAID-0" bekannt.
  • Ein RAID-5- Volume ist ein fehlertolerantes Volume, dessen Daten auf eine Anordnung von mindestens drei Festplatten verteilt werden. Die Parität (ein berechneter Wert, der nach einem Fehler zur Wiederherstellung von Daten verwendet werden kann) wird ebenso über diese mehreren Festplatten verteilt. Tritt ein Fehler an einer physischen Festplatte auf, kann der Teil des RAID-5-Volumes, der sich auf dieser fehlerhaften Festplatte befindet, aus den verbleibenden Daten und der Parität wiederhergestellt werden. Ein RAID-5-Volume kann nicht gespiegelt oder erweitert werden.
  • Das Systemvolume beherbergt die Hardware-spezifischen Dateien (Ntldr, Boot.ini, Ntdetect.com), die für das Laden von Windows benötigt werden.
  • Das Startvolume berherbergt die Windows-Betriebssystemdateien, die sich in den Ordnern %Systemroot% und %Systemroot%\System32 befinden.
Anmerkung: Windows 2000 Advanced Server und Datacenter Server von Microsoft bieten keine Unterstützung für dynamische Datenträger in einer Serverclusterumgebung (MSCS). Das Add-On "Volume Manager" für Windows 2000 von der Firma Veritas kann eingesetzt werden, um die Features für dynamische Datenträger auf einem Servercluster zu installieren. Wenn Sie den Volume Manager von Veritas auf einem Cluster installieren, sollten Sie sich bei auftretenden Problemen zunächst an die Firma Veritas wenden.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
237853  (http://support.microsoft.com/kb/237853/DE/ ) Dynamic Disk Configuration Unavailable for Server Cluster Disk Resources


Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Professional Edition
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
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