DetailPage-MSS-KB

Knowledge Base

Artikel-ID: 187941 - Geändert am: Mittwoch, 26. Februar 2014 - Version: 1.0

Im folgenden Artikel wird dieses Thema für Microsoft Windows XP behandelt: 314835  (http://support.microsoft.com/kb/314835/de/ ) .

Auf dieser Seite

Zusammenfassung

In Windows NT Version 4.0 Service Pack 4 (SP4) und Windows 2000 wurden "Chkdsk.exe" zwei neue Optionen hinzugefügt. Diese Optionen ermöglichen es den Benutzern, Ausfallzeiten, die durch das Ausführen von CHKDSK oder Autochk auftreten, besser zu verwalten.

In Windows NT 4.0 SP4 und Windows 2000 wurden die Optionen /C und /I hinzugefügt, die nur gültig sind, wenn das Ziellaufwerk das NTFS-Format aufweist. Mit jeder der beiden Optionen wird die CHKDSK-Routine angewiesen, bestimmte Aktionen zu umgehen, die sonst durchgeführt würden, um die Integrität von NTFS-Datenstrukturen zu überprüfen.

Warnung: Microsoft empfiehlt, den CHKDSK-Vorgang nicht zu unterbrechen, wenn die /f-Option genutzt wird. Microsoft übernimmt keine Gewähr für die Integrität des Laufwerks, wenn das Programm CHKDSK unterbrochen wird.

Weitere Informationen

"Chkdsk.exe" ist die Befehlszeilenschnittstelle für ein Programm, das die logische Integrität eines Dateisystems überprüft. Wenn CHKDSK logische Inkonsistenzen entdeckt, werden Aktionen zur Reparatur von Dateisystemdaten durchgeführt, sofern das Programm nicht im schreibgeschützten Modus ausgeführt wird.

Der Code, der die Überprüfung tatsächlich durchführt, wenn CHKDSK online ausgeführt wird, befindet sich in Programmbibliotheken wie "Untfs.dll" und "Ufat.dll". "Chkdsk.exe" ruft die gleichen Überprüfungsroutinen auf wie die, die beim Überprüfen eines Datenträgers über die grafische Benutzeroberfläche von Windows-Explorer oder Festplatten-Manager aufgerufen werden. Wenn CHKDSK für die Ausführung beim Neustart eingeplant wird, ist jedoch "Autochk.exe" das binäre Modul, das den Überprüfungscode enthält. "Autochk.exe" ist eine systemeigene Windows-Anwendung, die so früh im Verlauf der System-Startsequenz ausgeführt wird, dass sie nicht den virtuellen Speicher oder andere Win32-Dienste nutzen kann. "Autochk.exe" erzeugt die gleiche Art von Textausgabe wie die Programmbibliotheken von "Chkdsk.exe". Zusätzlich zu dieser Bildschirmausgabe während des Startvorganges protokolliert "Autochk.exe" jedoch ein Ereignis im Anwendungs-Ereignisprotokoll für das System, wobei der Umfang der Textausgabe von der Größe des Datenpuffers des Ereignisprotokolls abhängig ist.

Da "Autochk.exe" und der Überprüfungscode in den von "Chkdsk.exe" verwendeten Programmbibliotheken auf dem gleichen Quellcode basieren, werden beide im weiteren Verlauf des Artikels allgemein als "CHKDSK" bezeichnet. Da sich dieser Artikel nur mit Änderungen des Verhaltens von CHKDSK in Bezug auf NTFS-Datenträger befasst, ist mit Aussagen wie "CHKDSK führt dies und jenes durch" Folgendes gemeint: "CHKDSK führt dies und jenes durch, wenn es auf einem NTFS-Datenträger ausgeführt wird".

Da die Verwendung der Optionen /C und /I dazu führen kann, dass ein Datenträger auch nach dem Abschluss von CHKDSK noch beschädigt ist, wird die Verwendung dieser Optionen nur in Situationen empfohlen, in denen die Ausfallzeit des Systems auf ein Minimum reduziert werden muss. Diese Optionen sind für die Verwendung bei außergewöhnlich großen Datenträgern und in Situationen vorgesehen, in denen eine flexible Handhabung der Ausfallzeiten erforderlich ist, die bei der Ausführung von CHKDSK auf solchen Datenträgern auftreten.

Um zu verstehen, wann die Verwendung dieser Optionen sinnvoll sein könnte, sind grundlegende Kenntnisse einiger interner NTFS-Datenstrukturen, der möglichen Beschädigungen, der von CHKDSK bei der Datenträgerprüfung durchgeführten Aktionen und der potenziellen Folgen des Umgehens der üblichen Überprüfungsschritte von CHKDSK erforderlich.

Die Aktivitäten von CHKDSK während der Untersuchung aller Metadaten auf dem Datenträger untergliedern sich in drei "Hauptphasen" und eine optionale vierte Phase. Bei Metadaten handelt es sich um "Daten über Daten". Sie bilden sozusagen den Überbau des Dateisystems, der dazu dient, alle Informationen zu allen Dateien auf dem Datenträger nachzuverfolgen. Anhand der Metadaten lässt sich ermitteln, aus welchen Zuordnungseinheiten die Daten für eine bestimmte Datei bestehen, welche Zuordnungseinheiten frei sind, welche Zuordnungseinheiten beschädigte Sektoren enthalten usw. Beim "Inhalt" einer Datei spricht man dagegen von "Benutzerdaten". NTFS schützt seine Metadaten durch die Verwendung eines Transaktionsprotokolls. Die Benutzerdaten werden nicht auf diese Weise geschützt.

Während der ersten Phase zeigt CHKDSK eine Meldung auf dem Bildschirm an, die besagt, dass die Dateien überprüft werden, und zählt in einer Statusanzeige von 0 bis 100 Prozent abgeschlossen. Während dieser Phase untersucht CHKDSK jedes Datensatzsegment (File Record Segment, FRS) in der Masterdateitabelle (Master File Table, MFT) des Datenträgers. Jede Datei und jedes Verzeichnis auf einem NTFS-Datenträger werden durch ein spezielles FRS in der MFT unverwechselbar identifiziert, und der von CHKDSK während dieser Phase angezeigte Wert für "Prozent abgeschlossen" ist der Prozentsatz der MFT, der überprüft wurde. Während dieser Phase überprüft CHKDSK jedes FRS auf interne Konsistenz und erstellt zwei Bitmaps, von denen eine die verwendeten FRS und eine die auf dem Datenträger verwendeten Cluster darstellt. Am Ende dieser Phase weiß CHKDSK, welcher Speicherplatz verwendet wird und welcher Speicherplatz in der MFT und auf dem kompletten Datenträger verfügbar ist. NTFS protokolliert diese Informationen in eigenen Bitmaps, die auf dem Datenträger gespeichert werden und es CHKDSK ermöglichen, die eigenen Ergebnisse mit den von NTFS gespeicherten Bitmaps zu vergleichen. Wenn Diskrepanzen bestehen, wird in der Ausgabe von CHKDSK darauf hingewiesen. Wenn beispielsweise festgestellt wird, dass ein verwendetes FRS beschädigt ist, werden die Datenträger-Zuordnungseinheiten, die vorher mit diesem FRS verbunden waren, im Bitmap von CHKDSK als verfügbar, im Bitmap von NTFS jedoch als "verwendet" markiert.

Während der zweiten Phase zeigt CHKDSK eine Meldung an, die besagt, dass Indizes überprüft werden, und zählt zum zweiten Mal in einer Statusanzeige von 0 bis 100 "Prozent abgeschlossen". Während dieser Phase überprüft CHKDSK alle Indizes auf dem Datenträger. Indizes sind praktisch NTFS-Verzeichnisse, und der von CHKDSK während dieser Phase angezeigte Wert für "Prozent abgeschlossen" ist der Prozentsatz der Gesamtanzahl aller Verzeichnisse auf dem Datenträger, die überprüft werden müssen. Während dieser Phase überprüft CHKDSK jedes Verzeichnis auf dem Datenträger auf interne Konsistenz und stellt zudem sicher, dass mindestens ein Verzeichnis auf jede Datei und jedes Verzeichnis verweist, die durch ein FRS in der MFT repräsentiert werden. Es stellt ebenfalls sicher, dass jede Datei und jedes Unterverzeichnis, auf die in jedem Verzeichnis verwiesen wird, tatsächlich als gültiges FRS in der MFT vorhanden ist, und sucht nach zirkulären Verzeichnisverweisen. Schließlich stellt es sicher, dass alle mit Dateien verbundenen Zeitstempel und Dateigrößeninformationen in den Verzeichnissen für diese Dateien aktuell sind. Am Ende dieser Phase hat CHKDSK sichergestellt, dass es keine "verwaisten" Dateien gibt und dass in allen Verzeichnissen rechtmäßige Dateien aufgelistet sind. Eine verwaiste Datei ist eine Datei, für die ein rechtmäßiges FRS existiert, die aber nicht in einem Verzeichnis aufgelistet ist. Wenn eine verwaiste Datei gefunden wird, kann sie häufig in ihrem korrekten Verzeichnis wiederhergestellt werden, falls dieses Verzeichnis noch existiert. Wenn das korrekte Verzeichnis nicht länger existiert, erstellt CHKDSK ein Verzeichnis im Stammverzeichnis und setzt die Datei in dieses Verzeichnis. Wenn Verzeichnisse gefunden werden, die auf FRS verweisen, die nicht länger verwendet werden oder die verwendet werden, aber sich nicht auf die in dem Verzeichnis aufgelistete Datei beziehen, wird der Verzeichniseintrag einfach entfernt.

Während der dritten Phase zeigt CHKDSK eine Meldung auf dem Bildschirm an, die besagt, dass die Sicherheitsbeschreibungen überprüft werden, und zählt zum dritten Mal von 0 bis 100 "Prozent abgeschlossen". Während dieser Phase überprüft CHKDSK jede Sicherheitsbeschreibung, die mit jeder Datei und jedem Verzeichnis auf dem Datenträger verbunden ist. Sicherheitsbeschreibungen enthalten Informationen zum Eigentümer der Datei oder des Verzeichnisses, zur NTFS-Berechtigung für die Datei oder das Verzeichnis sowie Überwachungsinformationen für die Datei oder das Verzeichnis. Der in diesem Fall angezeigte Wert für "Prozent abgeschlossen" ist der Prozentsatz der Anzahl von Dateien und Verzeichnissen auf dem Datenträger. CHKDSK stellt sicher, dass jede Sicherheitsbeschreibungsstruktur sinnvoll aufgebaut und intern konsistent ist. Es wird nicht überprüft, ob die aufgelisteten Benutzer oder Gruppen tatsächlich existieren oder ob die erteilten Berechtigungen auf irgendeine Weise zutreffen.

Die vierte Phase wird von CHKDSK nur ausgeführt, wenn die Option /R angegeben wird. /R wird verwendet, um beschädigte Sektoren im freien Speicher des Datenträgers zu finden. Wenn /R verwendet wird, versucht CHKDSK, jeden Sektor auf dem Datenträger zu lesen, um sicherzustellen, dass der Sektor verwendet werden kann. Mit Metadaten verbundene Sektoren werden während der normalen Ausführung von CHKDSK gelesen, auch wenn /R nicht verwendet wird. Mit Benutzerdaten verbundene Sektoren werden während früherer Phasen von CHKDSK gelesen, sofern /R angegeben wurde. Wenn ein nicht lesbarer Sektor gefunden wird, fügt NTFS den Cluster, der diesen Sektor enthält, zu seiner Liste mit beschädigten Clustern hinzu und weist, wenn dieser Cluster verwendet wurde, einem neuen Cluster die Aufgabe des alten zu. Wenn ein fehlertoleranter Laufwerktreiber verwendet wird, werden die Daten wiederhergestellt und in den neu zugewiesenen Cluster geschrieben. Andernfalls wird der Cluster mit einem Muster von 0xFF-Bytes gefüllt. Wenn NTFS während des normalen Betriebs auf nicht lesbare Sektoren trifft, werden diese auf die gleiche Weise neu zugeordnet. Die Option /R ist also nicht unbedingt erforderlich, kann aber als praktisches Hilfsmittel zur Überprüfung des gesamten Datenträgers verwendet werden, wenn der Verdacht besteht, dass ein Laufwerk beschädigte Sektoren aufweist.

Die vorstehenden Absätze geben nur einen sehr allgemeinen Überblick über die tatsächlichen Aktionen, die CHKDSK durchführt, um die Integrität eines NTFS-Datenträgers zu überprüfen. Während der einzelnen Phasen werden viele spezielle Prüfungen und zwischen den Phasen werden einige Schnellprüfungen durchgeführt, die hier nicht erwähnt wurden. Die hier statt dessen dargestellte Übersicht der wichtigeren Aspekte von CHKDSK soll als Grundlage für die folgende Diskussion dienen, die sich auf den zum Ausführen von CHKDSK erforderlichen Zeitaufwand und den Einfluss der in SP4 enthaltenen neuen Optionen bezieht.

Während der ersten und dritten Phase von CHKDSK schreitet die Statusanzeige "Prozent abgeschlossen" relativ gleichmäßig voran. Beim Fortschreiten dieser Phasen können geringfügige Ungleichmäßigkeiten auftreten. Nicht verwendete FRS benötigen weniger Verarbeitungszeit als verwendete FRS. Größere Sicherheitsbeschreibungen benötigen mehr Verarbeitungszeit als kleinere etc. Aber alles in allem gibt die Anzeige "Prozent abgeschlossen" relativ genau den tatsächlichen Zeitaufwand wieder, der für die jeweilige Phase benötigt wird.

Dies gilt nicht unbedingt für die zweite Phase von CHKDSK. Der für die Verarbeitung eines Verzeichnisses benötigte Zeitaufwand ist eng mit der Anzahl der Dateien und Unterverzeichnisse verknüpft, die in diesem Verzeichnis aufgelistet sind. Die während dieser Phase angezeigten abgeschlossenen Prozent geben jedoch die Prozentzahl der zu prüfenden Anzahl von Verzeichnissen wieder, ohne der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Verarbeitung bei einigen Verzeichnissen viel länger dauern kann als bei anderen. Beispielsweise kann die Anzeige "Prozent abgeschlossen" auf einem Datenträger mit vielen kleinen Verzeichnissen und einem sehr großen Verzeichnis sehr schnell von 0 auf 10 Prozent fortschreiten und dann für eine längere Zeitdauer scheinbar hängen bleiben, bevor sie wieder schnell von 10 auf 100 Prozent fortschreitet. Daher kann die Anzeige "Prozent abgeschlossen" während dieser Phase nicht als verlässlicher Maßstab der tatsächlichen verbleibenden Zeitdauer für diese Phase dienen, es sei denn, es ist genau bekannt, dass die Verzeichnisse auf einem Datenträger hinsichtlich der Anzahl der enthaltenen Dateien weitgehend gleichartig sind.

Die Tatsache, dass die zweite Phase von CHKDSK in der Regel am längsten dauert, verschlimmert die Lage überdies für alle, bei denen CHKDSK unerwartet ausgeführt wird.

Es sollte nun deutlich geworden sein, dass die Ausführungsdauer von CHKDSK von vielen Faktoren abhängt, die mit dem Datenträgerzustand zusammenhängen. Eine Formel zur Vorhersage der Ausführungsdauer von CHKDSK auf einem bestimmten Datenträger müsste Faktoren wie die Anzahl der Dateien und Verzeichnisse, den Fragmentierungsgrad des Datenträgers im allgemeinen sowie der Masterdateitabelle im speziellen, das Format der Dateinamen (möglicherweise sowohl lange Dateinamen als auch Dateinamen im 8.3-Format) und das Ausmaß der tatsächlich zu behebenden Beschädigungen in Betracht ziehen. Und dabei sind noch nicht einmal Hardwareaspekte wie die Größe des Systemspeichers, die Geschwindigkeit der CPU, die Laufwerkgeschwindigkeit etc. berücksichtigt.

Statt zu versuchen, die Ausführungszeit von CHKDSK für einen gegebenen Datenträger auf einer gegebenen Hardwareplattform vorherzusagen, muss folgende Aussage genügen: Abhängig von der speziellen Situation kann es einige Sekunden, aber auch mehrere Tage dauern. Wenn /R nicht verwendet wird, ist das größte Problem für die Hardwareplattform eher die Anzahl der Dateien und Verzeichnisse als die absolute Größe des Datenträgers. Das heißt, dass die Ausführung von CHKDSK auf einem 50-GB-Datenträger mit einer oder zwei großen Datenbankdateien nur einige Sekunden dauert, sofern /R nicht angegeben ist. Wenn /R angegeben ist, muss CHKDSK jeden Sektor auf dem Datenträger lesen und überprüfen, und dies erhöht den Zeitaufwand bei großen Datenträgern erheblich. Andererseits kann die Ausführung von CHKDSK auf einem relativ kleinen Datenträger Stunden dauern, wenn der Datenträger hunderttausende oder Millionen von kleinen Dateien enthält -- unabhängig davon, ob /R angegeben ist oder nicht.

Die beste Methode der Vorhersage der Ausführungsdauer von CHKDSK auf einem bestimmten Datenträger besteht in der Durchführung eines Probelaufs im schreibgeschützten Modus während eines Zeitraums mit niedriger Systemauslastung. Bei der Verwendung dieses Verfahrens ist jedoch aus drei Gründen mit Sorgfalt vorzugehen:
  • Im schreibgeschützten Modus wird CHKDSK vor dem Abschluss aller drei Phasen abgebrochen, wenn in früheren Phasen Fehler entdeckt werden. Zudem neigt CHKDSK im schreibgeschützten Modus zu falschen Fehlermeldungen. Das heißt, CHKDSK meldet möglicherweise, dass eine Festplatte beschädigt ist, selbst wenn keine tatsächliche Beschädigung vorliegt. Dies kann vorkommen, wenn NTFS zufällig aufgrund von Programmvorgängen Bereiche der Festplatte ändert, die CHKDSK gerade untersucht. Um einen Datenträger korrekt überprüfen zu können, muss dieser sich in einem statischen Zustand befinden, und dies lässt sich nur durch Sperren des Datenträgers garantieren. CHKDSK sperrt den Datenträger nur, wenn die Optionen /F oder /R (die "F" mit einschließt) angegeben werden. Daher muss CHKDSK im schreibgeschützten Modus möglicherweise mehrmals ausgeführt werden, bis alle Phasen abgeschlossen sind.
  • Die Ausführungsdauer von CHKDSK kann ebenfalls durch die Systemauslastung und die Tatsache beeinflusst werden, ob CHKDSK online oder während der Windows NT-Startsequenz ausgeführt wird. CHKDSK ist sowohl CPU- als auch Datenträger-intensiv. Welcher Faktor sich als Engpass erweist, hängt von den speziellen Hardwarebedingungen ab. Die Ausführungsdauer erhöht sich aber, wenn während der Ausführung von CHKDSK im schreibgeschützten Modus gleichzeitig Datenträger-E/A oder CPU intensiv genutzt werden. Zudem wird "Autochk.exe" in einer anderen Umgebung als "Chkdsk.exe" ausgeführt. Die Ausführung von CHKDSK mittels "Autochk.exe" erfordert nicht nur die exklusive Verwendung von CPU- und E/A-Ressourcen durch CHKDSK, sondern verhindert auch, dass CHKDSK den virtuellen Speicher nutzen kann. Obwohl gewöhnlich davon ausgegangen wird, dass "Autochk.exe" schneller ausgeführt wird als "Chkdsk.exe", kann die Ausführung von "Autochk.exe" daher bei Systemen mit relativ kleinem Arbeitsspeicher länger dauern als bei "Chkdsk.exe".
  • Die Behebung von Beschädigungen erhöht ebenfalls die Ausführungsdauer. CHKDSK im schreibgeschützten Modus kann nur abgeschlossen werden, wenn keine erheblichen Beschädigungen entdeckt werden. Wenn eine Festplatte nur geringfügige Beschädigungen aufweist, ist der Zeitaufwand zum Beheben der Probleme nur unwesentlich höher als der für die Ausführung von CHKDSK im schreibgeschützten Modus benötigte Zeitaufwand. Wenn jedoch erhebliche Beschädigungen vorliegen, z. B. infolge eines schwerwiegenden Headcrash oder eines anderen schweren Hardwarefehlers, kann sich die Ausführungsdauer von CHKDSK proportional zur Anzahl der beschädigten Dateien erhöhen. In extremen Fällen kann sich die Ausführungsdauer von CHKDSK mehr als verdoppeln.

Anwenden der Optionen /C und /I

Mit der Option /C wird CHKDSK angewiesen, die Überprüfungen auszulassen, die nach Zyklen in der Verzeichnisstruktur suchen. Zyklen stellen eine sehr seltene Form der Beschädigung dar, bei der ein Unterverzeichnis sich selbst als Vorfahren hat. Die Verwendung der Option /C kann CHKDSK um ca. 1 bis 2 Prozent beschleunigen. Die Verwendung von /C kann ebenfalls dazu führen, dass Verzeichnis-"Schleifen" auf einem NTFS-Datenträger verbleiben. Auf solche Schleifen kann möglicherweise vom Rest der Verzeichnisstruktur nicht zugegriffen werden, was zur Verwaisung einer Anzahl von Dateien führen kann, so dass sie nicht von Win32-Anwendungen -- einschließlich Sicherungsprogrammen -- gefunden werden können.

Mit der Option /I wird CHKDSK angewiesen, Überprüfungen auszulassen, bei denen Verzeichniseinträge mit den zu diesen Einträgen gehörigen FRS verglichen werden. So werden Verzeichniseinträge zwar immer noch im Hinblick auf ihre eigene Konsistenz überprüft, sie müssen jedoch nicht unbedingt mit den in den entsprechenden FRS gespeicherten Daten konsistent sein, wenn CHKDSK mit dieser angegebenen Option ausgeführt wurde. Die Verwendung der Option /I führt typischerweise zu einer Reduzierung der CHKDSK-Ausführungsdauer um 50 bis 70 Prozent. Die genaue Beschleunigung von CHKDSK mit dieser Option hängt von Faktoren wie dem Verhältnis zwischen Dateien und Verzeichnissen sowie von der relativen Geschwindigkeit der Datenträger-E/A gegenüber der CPU-Geschwindigkeit ab. Sie ist daher schwer vorherzusagen. Die Verwendung der Option /I kann dazu führen, dass Verzeichniseinträge verbleiben, die auf unkorrekte FRS verweisen, oder dass FRS verbleiben, auf die nicht durch einen Verzeichniseintrag verwiesen wird. Der zweite Fall stellt eine weitere Form der Verwaisung dar. Die von dem FRS repräsentierte Datei ist möglicherweise in jeder Hinsicht intakt, außer dass sie für alle Win32-Anwendungen, einschließlich Sicherungsprogramme, unsichtbar ist. Im ersten Fall scheinen die Dateien vorhanden zu sein, es treten jedoch Fehler auf, wenn Anwendungen versuchen, auf diese Dateien zuzugreifen.

Wenn auf einem Datenträger Beschädigungen entdeckt werden, stehen drei grundlegende Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Ignorieren der Beschädigung. Bei einem aufgabenkritischen Server, der 24 Stunden am Tag online sein muss, ist dies häufig notgedrungen die einzige Wahl. Der Nachteil dieser Option besteht darin, dass eine relativ geringfügige Beschädigung sich zu einer schwerwiegenden Beschädigung "auswachsen" kann, wenn sie nicht so bald wie möglich nach der Entdeckung behoben wird. Daher sollte diese Option nur in Betracht gezogen werden, wenn die Aufrechterhaltung eines Systems wichtiger ist als die Integrität der auf dem beschädigten Datenträger gespeicherten Daten, da alle Daten auf dem beschädigten Datenträger als "gefährdet" anzusehen sind, bis CHKDSK ausgeführt wird.
  • Ausführen eines vollständigen CHKDSK. Mit dieser Option werden alle Dateisystemdaten repariert, wobei alle Benutzerdaten wiederhergestellt werden, die mit einem automatisierten Vorgang zurückgerufen werden können. Der Nachteil dieser Option besteht darin, dass ein vollständiges CHKDSK für einen aufgabenkritischen Server eine Ausfallzeit von mehreren Stunden zu einem ungünstigen Zeitpunkt bedeuten kann.
  • Ausführen eines verkürzten CHKDSK, indem eine Kombination der Optionen /C und /I verwendet wird. Mit dieser Option lassen sich Beschädigungen, die sich zu größeren Problemen auswachsen können, in weitaus geringerer Zeit beheben als bei einem vollständigen CHKDSK. Es werden jedoch nicht alle potentiellen Beschädigungen repariert. Ein vollständiges CHKDSK zu einem späteren Zeitpunkt ist immer noch erforderlich, um zu garantieren, dass alle Daten, bei denen dies möglich ist, wiederhergestellt werden.
Es ist darauf hinzuweisen, dass NTFS die Integrität von Benutzerdaten nach dem Auftreten einer Datenträgerbeschädigung nicht garantieren kann, selbst wenn unmittelbar nach der Entdeckung der Beschädigung ein vollständiges CHKDSK ausgeführt wird. Es kann somit Dateien geben, die CHKDSK nicht wiederherstellen kann. Zusätzlich können auch wiederhergestellte Dateien, selbst nach Ausführung von CHKDSK, intern beschädigt sein. Es bleibt daher besonders wichtig, aufgabenkritische Daten durch regelmäßige Sicherungen oder andere verlässliche Methoden zur Wiederherstellung zu schützen.
Hinweis Dies ist ein Artikel, der im Schnellverfahren direkt von der Microsoft-Supportorganisation erstellt wurde. Die hierin enthaltenen Informationen werden als Reaktion auf neue Probleme wie besehen bereitgestellt. Da dieser Artikel im Schnellverfahren erstellt wurde, kann er Tippfehler enthalten und zu einem späteren Zeitpunkt ohne vorherige Ankündigung überarbeitet werden. Weitere zu berücksichtigende Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=151500) .

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
Keywords: 
kbfea kbfix kbinfo KB187941
Microsoft stellt Ihnen die in der Knowledge Base angebotenen Artikel und Informationen als Service-Leistung zur Verfügung. Microsoft übernimmt keinerlei Gewährleistung dafür, dass die angebotenen Artikel und Informationen auch in Ihrer Einsatzumgebung die erwünschten Ergebnisse erzielen. Die Entscheidung darüber, ob und in welcher Form Sie die angebotenen Artikel und Informationen nutzen, liegt daher allein bei Ihnen. Mit Ausnahme der gesetzlichen Haftung für Vorsatz ist jede Haftung von Microsoft im Zusammenhang mit Ihrer Nutzung dieser Artikel oder Informationen ausgeschlossen.
Freigeben
Weitere Supportoptionen
Microsoft Community-Supportforen
Kontaktieren Sie uns direkt
Zertifizierten Partner finden
Microsoft Store