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Artikel-ID: 222189 - Geändert am: Freitag, 29. August 2003 - Version: 2.1

Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D42524
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
222189  (http://support.microsoft.com/kb/222189/EN-US/ ) Description of Disk Groups in Windows Disk Management
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt dynamische Festplatten und Datenträgergruppen in Windows.

Weitere Informationen

Windows verfügt über eine neue Funktion mit der Bezeichnung dynamische Festplatten, mit der das Konzept von Datenträgergruppen eingeführt wird.

Datenträgergruppen unterstützen Sie bei der Organisation von dynamischen Festplatten und helfen, Datenverluste zu verhindern. Windows lässt nur eine Datenträgergruppe pro Computer zu (dies kann sich ändern). Datenträgergruppen können die Speicherung organisieren, wenn Sie Veritas LDM-Pro verwenden.

Eine Datenträgergruppe verwendet einen Namen, der aus dem Namen des Computers plus dem Suffix Dg0 besteht. Wenn Sie LDM-Pro verwenden, kann das Suffix inkrementell sein, wie z.B. Dg1 oder Dg2. Den Namen Ihrer Datenträgergruppe können Sie dem folgenden Registrierungseintrag entnehmen:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\dmio\Boot Info\Primary Disk Group\Name

Physische Verwaltung von Festplatten (Hinzufügen, Entfernen, Verschieben)

Basisfestplatten

Basisfestplatten speichern ihre Konfigurationsinformationen im MBR (Master Boot Record), der auf dem ersten Sektor der Festplatte gespeichert ist. Die Konfiguration einer Basisfestplatte besteht aus der Partitionsinformation auf der Festplatte. Von Windows NT 4.0 geerbte Basis-Fehlertoleranzsets basieren auf diesen einfachen Partitionen, aber sie erweitern die Konfiguration um einige einfache Informationen zu Partitionsbeziehungen, die auf der ersten Spur der Festplatte gespeichert werden.

Dynamische Festplatten

Dynamische Festplatten sind mit Datenträgergruppen verbunden. Eine Datenträgergruppe besteht aus mehreren Festplatten, die als Gruppe verwaltet werden. Jede Festplatte in einer Datenträgergruppe speichert Replikationen der gleichen Konfigurationsdaten. Diese Konfigurationsdaten sind in einem 1 MB-Abschnitt am Ende jeder dynamischen Festplatte gespeichert.

Die Informationen für einfache, gespiegelte, RAID-5-, Stripeset- oder übergreifende Datenträger sind in einer privaten Datenbank enthalten, die am Ende jeder dynamischen Festplatte gespeichert sind. Jede private Datenbank repliziert zu Fehlertoleranzzwecken über alle dynamischen Festplatten. Da die Informationen über die Festplatten auf den Festplatten enthalten sind, können Sie die Festplatte auf einen anderen Computer verschieben oder eine andere Festplatte installieren, ohne diese Informationen zu verlieren. Alle dynamischen Festplatten in einem Computer sind Mitglieder der gleichen Datenträgergruppe.

Konfigurieren neuer dynamischer Festplatten

In Windows können Sie eine Basisfestplatte in eine dynamische Festplatte konvertieren. Wenn Sie eine Festplatte konvertieren, sucht Windows nach vorhandenen Partitionen oder Fehlertoleranzstrukturen auf der Festplatte. Windows initialisiert anschließend die Festplatte mit einer Datenträgergruppenidentität und einer Kopie der aktuellen Datenträgergruppenkonfiguration. Windows fügt ebenfalls dynamische Datenträger zu der Konfiguration hinzu, die die alten Partitionen und Fehlertoleranzstrukturen auf der Festplatte repräsentieren. Wenn keine Dynamischen/Online-Festplatten vorhanden sind, müssen Sie eine neue Datenträgergruppe erstellen. Wenn Dynamische/Online-Festplatten vorhanden sind, müssen Sie die konvertierte Festplatte zu der vorhandenen Datenträgergruppe hinzufügen. Ganz neue Festplatten sind Basisfestplatten ohne Partitionen. Wenn Sie die MMC-Datenträgerverwaltung verwenden, werden Sie aufgefordert, alle Basisfestplatten in dynamische Festplatten zu konvertieren.

Verschieben von Basisfestplatten

Sie können sowohl Basis- als auch dynamische Festplatten von einem Computer auf einen anderen verschieben. Bei einer Basisfestplatte müssen Sie die Festplatte physisch vom Computer entfernen, im neuen Computer installieren und anschließend entweder neu starten oder den Befehl "Festplatte neu scannen" im Menü "Vorgang" der MMC-Datenträgerverwaltung verwenden. Partitionen auf der Basisfestplatte sind sofort verfügbar. Microsoft empfiehlt, alle Festplatten, die Basis-Fehlertoleranzsets enthalten, als eine Gruppe zu verschieben.

Hinweis: Wenn Sie Basis-Fehlertoleranzsets von einem Windows NT 4.0-Computer verschieben, müssen Sie die Konfiguration auf einer Diskette speichern und anschließend die MMC-Datenträgerverwaltung verwenden, um die Festplatte wiederherzustellen.

Wenn Sie eine Festplatte von einem Computer entfernen und anschließend eine andere Festplatte installieren, wobei Sie die gleiche Hardwareadresse verwenden (zum Beispiel mit der gleichen SCSI-Zielkennung und logischen Gerätenummer), erkennt Windows die Festplatte möglicherweise nicht. Wenn die MMC-Datenträgerverwaltung oder das Dateisystem auf diese Festplatte schreibt, werden die Inhalte der neuen Festplatte möglicherweise beschädigt. Bei einigen Festplattentypen, wie PCMCIA- oder IEEE 1394-Festplatten, erkennt Windows die Entfernung und die Installation der neuen Festplatte. SCSI- und IDE-Festplatten verfügen jedoch nicht über eine Hardwarebenachrichtigung, daher können diese Festplatten beschädigt werden.

Es gibt Fälle, wo die Entfernung von SCSI- und IDE-Festplatten automatisch erkannt wird. Microsoft empfiehlt jedoch, sich bei diesen Festplattentypen nicht auf die automatische Erkennung zu verlassen.

Verschieben von dynamischen Festplatten

Entfernen von Festplatten vom Ausgangscomputer

Wenn Sie eine dynamische Festplatte von einem Computer entfernen, werden die Informationen über diese Festplatte und seine Datenträger von den verbleibenden online geschalteten dynamischen Festplatten gespeichert. Die entfernte Festplatte wird in der MMC-Datenträgerverwaltung als "Dynamische/Offline"-Festplatte mit dem Namen "Fehlend" angezeigt. Sie können den Eintrag mit der fehlenden Festplatte entfernen, indem Sie alle Datenträger oder Spiegelungen auf dieser Festplatte entfernen und anschließend das mit dieser Festplatte verbundene Menüelement "Festplatte entfernen" verwenden.

Sie müssen über mindestens eine online geschaltete dynamische Festplatte verfügen, um Informationen über fehlende Festplatten und ihre Datenträger zu speichern. Wenn Sie die letzte dynamische Festplatte physisch entfernen, verlieren Sie die Informationen und die fehlenden Festplatten werden nicht länger in der MMC-Datenträgerverwaltung angezeigt.

Verbinden von Festplatten mit einem neuen Computer

Nachdem Sie die Festplatten physisch mit dem neuen Computer verbunden haben, klicken Sie in der MMC-Datenträgerverwaltung im Menü VORGANG auf FESTPLATTE NEU SCANNEN. Wenn Sie eine neue dynamische Festplatte physisch verbinden, wird sie in der MMC-Datenträgerverwaltung als "Dynamisch/Fremd" angezeigt.

"Importieren" von fremden Festplatten

Wenn Sie eine Datenträgergruppe auf einen anderen Computer verschieben, der seine eigene Datenträgergruppe enthält, wird die von Ihnen verschobene Datenträgergruppe als "Fremd" markiert, bis Sie sie manuell in die vorhandene Gruppe importieren.

Um Fremde/Dynamische Festplatten zu verwenden, verwenden Sie den mit einer der Festplatten verbundenen Vorgang "Fremde Festplatten importieren". Bei dem manuellen Vorgang werden eine oder mehrere Datenträgergruppen aufgeführt, die durch den Namen des Computers identifiziert werden, auf dem sie erstellt wurden. Wenn Sie die Details zu einer Datenträgergruppe einblenden, werden die lokal verbundenen Festplatten aufgelistet, die Mitglieder der Gruppe sind. Klicken Sie auf die entsprechende Datenträgergruppe und klicken Sie anschließend auf OK. Sie können anschließend das Dialogfeld anzeigen, das die Datenträger, die in der Datenträgergruppe gefunden wurden, sowie einige Statusanzeigen zu diesen Datenträgern anzeigt.

Da Datenträger sich über mehrere Festplatten erstrecken können, kann bei Verwendung von einfachen übergreifenden, Stripeset-, Spiegelungs- oder RAID-5-Redundanzmechanismen für Festplatten der Anzeigestatus eines Datenträgers im Dialogfeld "Fremde Festplatten importieren" kompliziert werden, wenn einige der Festplatten nicht verschoben wurden. Eine weitere Komplikation kann auftreten, wenn eine Festplatte verschoben wird und dann zu einem späteren Zeitpunkt weitere Festplatten verschoben werden. Dies wird unterstützt, kann jedoch kompliziert werden. Wenn beispielsweise eine aktive Spiegelung eines Datenträgers von einem System auf ein anderes verschoben wird und eine weitere später verschoben wird, scheint eine der beiden Spiegelungen auf einem System und die andere Spiegelung auf dem anderen System aktuell zu sein. Wenn die beiden Spiegelungen zusammen auf das gleiche System gesetzt werden, scheinen sie beide aktuell zu sein, weisen jedoch unterschiedliche Inhalte auf. Der LDM-Dienst bewältigt diese besondere Situation, indem er die Spiegelung verwendet, die als erste verschoben wurde.

Hinweis: Angesichts der komplexen Umstände, die sich aus teilweisen Verschiebungen ergeben, wird empfohlen, alle Festplatten gleichzeitig zu verschieben.

Der Vorgang "Fremde Festplatten importieren" weist geringfügige Unterschiede auf, wenn auf dem Zielcomputer zuvor online geschaltete dynamische Festplatten vorhanden waren. Wenn zuvor keine online geschalteten dynamischen Festplatten vorhanden waren, wird die Datenträgergruppe im gegenwärtigen Istzustand direkt online geschaltet, abgesehen davon, dass alle nicht verschobenen Datenträger zusammen mit allen nicht verschobenen Festplatten, bei denen keine Datenträger angegeben wurden, gelöscht werden. Wenn nur einige Festplatten eines Datenträgers verschoben werden, werden die verbleibenden Festplatten zu fehlenden Festplatten. Die Datenträgergruppe behält die gleiche Identität, die sie zuvor hatte. Wenn online geschaltete dynamische Festplatten vorhanden waren, werden die Konfigurationsinformationen von diesen Festplatten gelesen, und die Konfigurationsdaten (wobei nicht relevante Informationen, wie im Fall der nicht zuvor vorhandenen Festplatten, entfernt werden) in die vorhandene Online-Datenträgergruppe aufgenommen. Die Festplatten werden dann Mitglieder der vorhandenen Datenträgergruppe, statt Mitglieder ihrer ursprünglichen Datenträgergruppe zu werden.

Datenträgerstatus nach einem Import

Der Status eines Datenträgers nach dem Importieren hängt davon ab, ob es sich um einen einfachen Datenträger, einen gespiegelten Datenträger, einen RAID-5-Datenträger oder einen in irgendeiner Weise festplattenübergreifenden Datenträger handelt (einfache Stripesetdatenträger verhalten sich in dieser Beziehung wie übergreifende Datenträger). Er hängt ebenfalls davon ab, ob der Datenträger ganz oder teilweise verschoben wird und ob ein Teil des Datenträgers in einem Schritt und der Rest später in einem anderen Schritt verschoben wird. Der Status hängt von Änderungen ab, die möglicherweise an der Konfiguration eines teilweise verschobenen Datenträgers entweder auf dem ursprünglichen Computer oder auf dem neuen Computer vorgenommen wurden.
  • Wenn alle Festplatten, die Teile eines Datenträgers enthalten, gleichzeitig von einem Computer auf einen anderen verschoben werden, müsste der Status des Datenträgers nach dem Import identisch mit dem ursprünglichen Status des Datenträgers sein. Bei allen einfachen Datenträgern auf allen verschobenen Festplatten wird der ursprüngliche Status wiederhergestellt.
  • Wenn bei einem nicht redundanten Datenträger, der sich über mehrere Festplatten erstreckt, einige aber nicht alle Festplatten von einem System auf ein anderes verschoben werden, wird der Datenträger nach dem Import deaktiviert (er wird auch auf dem Ausgangssystem deaktiviert). So lange der Datenträger weder auf dem Ausgangs- noch auf dem Zielsystem gelöscht wird, können die verbleibenden Festplatten später verschoben werden. Wenn schließlich alle Festplatten auf das Zielsystem verschoben wurden, wird der Originalzustand des Datenträgers wiederhergestellt.
  • Alternativ können Sie damit beginnen, Teile eines nicht redundanten Datenträgers von einem Computer auf einen anderen zu verschieben, und anschließend den Datenträger auf dem Ausgangs- oder dem Zielcomputer löschen. Wenn der von dem gelöschten Datenträger verwendete Speicherplatz von einem neuen Datenträger wiederverwendet wird, wird der Datenträger gelöscht, wenn die verbleibenden Festplatten verschoben werden. Wenn der von dem gelöschten Datenträger verwendete Speicherplatz frei bleibt (oder der Speicherplatz von einem neuen Datenträger wiederverwendet wird, der anschließend gelöscht wird, so dass der Speicherplatz wieder frei wird), dann wird der Datenträger zurück auf diesen freien Speicherplatz gesetzt (nachdem die verbleibenden Festplatten verschoben wurden). Der LDM-Dienst kann jedoch nicht zwischen dem Fall, bei dem der Speicherplatz verwendet und wieder freigemacht wurde (was bedeutet, dass die Daten des ursprünglichen Datenträgers sich wahrscheinlich geändert haben), und dem Fall, bei dem der Speicherplatz nicht wiederverwendet wurde (was bedeutet, dass die Daten des ursprünglichen Datenträgers noch intakt sind), unterscheiden. Um dies zu signalisieren, belässt der LDM-Dienst den Datenträger im Status "Fehlgeschlagen". Um den Datenträger neu zu starten, verwenden Sie den Befehl "Datenträger erneut aktivieren" im Menü des Datenträgers.
  • RAID-5-Datenträger verhalten sich ähnlich wie nicht redundante Datenträger, abgesehen davon, dass der Datenträger auf dem neuen System online geschaltet werden kann, nachdem alle bis auf eine Festplatte verschoben wurden, oder auf dem Ausgangssystem online bleiben kann, nachdem nur eine Festplatte verschoben wurde. Ob der Datenträger online bleibt, hängt davon ab, ob bekannt ist, dass die Parität gültig ist. Die Parität startet zunächst als ungültig, wenn ein RAID-5-Datenträger neu erstellt wird, da die Paritätsblöcke verarbeitet werden müssen, was einige Zeit dauert. Die Parität wird ebenfalls nach einem Systemabsturz als ungültig markiert, da ein laufender Schreibvorgang (zum Zeitpunkt des Absturzes) eine Diskrepanz zwischen Paritätsblöcken und den dazugehörigen Datenblöcken hinterlassen kann. Wenn die Parität eines RAID-5-Datenträgers gültig ist, wird der RAID-5-Datenträger auch bei einer fehlenden Festplatte noch online geschaltet (oder bleibt online). Wenn die Parität ungültig ist, müssen alle Teile des RAID-5-Datenträgers verfügbar sein, damit der Datenträger online geschaltet wird (oder online bleibt).
  • Wenn alle Festplatten bis auf eine eines RAID-5-Datenträgers von einem System auf ein anderes verschoben werden, und der Speicherplatz auf der verbleibenden Festplatte (auf dem Ausgangssystem) wird anschließend für einen neuen Datenträger wiederverwendet, bleibt der RAID-5-Datenträger erhalten, aber es wird eine neue, spezielle, fehlende Festplatte (die keiner physischen Festplatte entspricht) erstellt, um den Bereich zu "speichern", der nun verwaist ist.
  • Der Status eines teilweise verschobenen gespiegelten Datenträgers hängt vom Status der ursprünglichen Spiegelung ab. Spiegelungen sind in der LDM-Konfiguration entweder als "aktuell" oder "veraltet" aufgeführt. Wenn eine als "aktuell" markierte Spiegelung verschoben wird, wird der Datenträger automatisch online geschaltet. Wenn eine als "veraltet" markierte Spiegelung verschoben wird, erhält der Datenträger den Status "fehlgeschlagen" (er kann jedoch mit "Datenträger erneut aktivieren" gestartet werden).
  • Wenn beide Spiegelungen eines Datenträgers als "aktuell" starten und eine wird verschoben, wird die verschobene Spiegelung auf dem Ausgangscomputer als "veraltet" und die nicht verschobene Spiegelung auf dem Zielcomputer als "veraltet" markiert. Wenn an diesem Punkt die zweite Spiegelung auf den Zielcomputer verschoben wird, werden beide Spiegelungen als "aktuell" aufgeführt, obwohl sie möglicherweise verschieden sind. Auf jedem Computer können unterschiedliche Dateiaktualisierungen erfolgt sein. In diesem Fall zieht das Zielsystem die Spiegelung vor, die bereits verschoben wurde, und überschreibt die jüngere Spiegelung mit dem Inhalt der zuerst verschobenen Spiegelung.
  • Wenn eine veraltete Spiegelung von einem Computer auf einen anderen verschoben wird und später eine aktuelle Spiegelung des gleichen Datenträgers verschoben wird, wird der Datenträger automatisch online geschaltet.
  • Wenn eine aktuelle Spiegelung zuerst verschoben wird, kann die Spiegelung auf der entstehenden fehlenden Festplatte (für die nicht verschobene Spiegelung) entfernt und einer anderen Festplatte neu zugewiesen werden. Dadurch verbleibt ein vollständig gespiegelter Datenträger auf dem Zielcomputer. In diesem Fall kommt es, wenn die zweite ursprüngliche Spiegelung verschoben wird, zu einem Konflikt, der nicht sofort behoben werden kann. Wenn dies passiert, wird die zweite Spiegelung auf dem Zielsystem zu einem neuen Datenträger.
WARNUNG: Gehen Sie vorsichtig vor, wenn Sie Festplatten mit Datenträgerspiegelungen entfernen und anschließend verschieben.

Stellen Sie sich zwei Festplatten vor, die Spiegelungen eines Datenträgers aufweisen. Wenn Sie eine Festplatte von einem Computer entfernen, wird die Spiegelung auf dieser Festplatte als veraltet markiert. Da die Konfiguration, die auf dieser Festplatte gespeichert ist, jedoch nicht aktualisiert werden kann, listet die auf dieser Festplatte gespeicherte Kopie der Konfiguration diese Spiegelung immer noch als aktuell auf. Wenn Sie nun die zweite Festplatte entfernen, gibt es zwei entfernte Festplatten: eine listet beide Spiegelungen als aktuell auf, die andere listet ihre Spiegelung als aktuell und die Spiegelung auf der anderen Festplatte als veraltet auf. Die Festplatte, die die andere Spiegelung als veraltet auflistet, wurde jedoch später aktualisiert.

Unabhängig davon, ob die erste Festplatte oder die zweite Festplatte zuerst zu dem Zielcomputer hinzugefügt wird (gefolgt von der zweiten Festplatte), und selbst wenn beide Festplatten gleichzeitig hinzugefügt werden, wird eine der Spiegelungen auf dem Zielsystem als veraltet angesehen. Als Folge davon wird der Datenträger erst redundant, wenn Sie eine Wiederherstellung durchführen. Bei dieser Wiederherstellung werden alle Blöcke der aktuellen Spiegelung auf die veraltete Spiegelung kopiert. Dies kann ziemlich teuer sein (bei einem 10 GB-Datenträger würden 10 GB zwischen den Festplatten kopiert). Der Grund, warum die Wiederherstellung erforderlich ist, auch wenn beide Festplatten gleichzeitig verschoben werden, ist, dass die als letzte aktualisierte Konfigurationskopie (diejenige, die die andere Spiegelung als veraltet auflistet) einer früher aktualisierten Konfigurationskopie vorgezogen wird.

Es ist besser, alle Festplatten gleichzeitig zu entfernen, sowie alle Festplatten gleichzeitig hinzuzufügen. Bei SCSI-Festplatten ist dies recht einfach: Stoppen Sie die Verwendung der Festplatten und verschieben Sie die Aufforderung "Festplatte neu scannen", bis alle Festplatten entfernt sind. Wenn Sie die Festplatten zu dem neuen Computer hinzufügen, verschieben Sie die Aufforderung "Festplatte neu scannen" erneut, bis alle Festplatten physisch installiert wurden. Bei PCMCIA-Festplatten oder anderen Festplatten, die eine direkte Erkennung der Entfernung durch das Betriebssystem auslösen, kann dies schwieriger sein. Wenn Sie eine Festplatte übertragen, wird der LDM-Dienst informiert und verarbeitet die Festplattenanforderung. Es ist schwierig, alle Festplatten zu genau dem gleichen Zeitpunkt zu entfernen. Bei dem LDM-Vorgang tritt jedoch eine gewisse Verzögerung auf, so dass keine Probleme auftreten sollten, wenn Sie die Festplatten schnell (innerhalb einiger Sekunden) entfernen.

Bei jedem Festplattentyp ist es die sicherste Verschiebungsmethode, das Ausgangssystem auszuschalten, bevor die Festplatten entfernt werden, und anschließend das Zielsystem auszuschalten, bevor die Festplatten hinzugefügt werden.

Zusatzinformationen: Datenträgergruppen-Konfigurationskopien

Die vollständige Datenträgergruppenkonfiguration wird auf jeder Mitgliedsfestplatte repliziert. Diese Konfigurationsdaten werden in Konfigurationskopien gespeichert. Diese Kopien nehmen den Großteil des Speicherplatzes von 1 MB ein, die der LDM-Dienst auf jeder Festplatte reserviert. Dieser Speicherplatz wird benötigt, um die Konfigurationsdaten für eine große Anzahl von dynamischen Festplatten und Datenträgern aufzunehmen.

Jede Aktualisierung der Konfiguration einer Datenträgergruppe wird in die Konfigurationskopien aller online geschalteten Festplatten in der Datenträgergruppe geschrieben. Wenn das System während einer Aktualisierung abstürzt, und es wurden nur einige Kopien geschrieben, wird die beste Kopie anhand des offensichtlichen jüngsten Aktualisierungsdatums ausgewählt. Alle Kopien, die sich von dieser besten Kopie unterscheiden, werden mit den neuesten Konfigurationsdaten aktualisiert.

Es ist möglich, dass ein Abschnitt mit Konfigurationsdaten unbrauchbar wird. Beispielsweise kann ein beschädigter Sektor zu einem Schreibfehler führen, wenn die Revector-Tabelle der Festplatte aufgefüllt ist. In einem solchen Fall werden diese Konfigurationsdaten als "fehlgeschlagen" markiert, und diese Kopie wird nicht mehr aktualisiert. Solange es andere nicht fehlgeschlagene Kopien auf anderen online geschalteten dynamischen Festplatten gibt, stellt dies kein erhebliches Problem dar, da die Kopien identisch auf jeder Festplatte gespeichert sind und die anderen Konfigurationskopien die fehlgeschlagene Kopie repräsentieren.

Dies bedeutet jedoch, dass der Konfigurationskopie einer einzelnen Festplatte nicht vollständig vertraut werden sollte. Beispielsweise kann ein vorübergehender Fehler zu Schreibfehlern bei einer Konfigurationskopie führen. An diesem Punkt stoppt der LDM-Dienst die Aktualisierung der Kopie, aber da der Fehler vorübergehend ist, wird bei einem späteren Versuch, die Konfigurationskopie zu lesen, nicht unbedingt ein Fehler erkannt. Wenn beispielsweise eine einzelne Festplatte von einem System auf ein anderes verschoben wird, liest das Zielsystem möglicherweise eine veraltete Konfigurationskopie, die nicht den Status des Datenträgers auf dieser Festplatte widerspiegelt.

Solche Fälle mit veralteten Konfigurationskopien treten sehr selten auf, liegen jedoch im Bereich des Möglichen. Dies ist ein weiterer Grund, warum alle Festplatten am besten zur gleichen Zeit verschoben werden sollten. Der LDM-Dienst wählt die aktuellste Kopie aus einem Satz von Konfigurationskopien aus, statt von der Gültigkeit einer Kopie auszugehen.

Ein wahrscheinlicheres Problem ist, dass ein beschädigter Sektor einer Konfigurationskopie weiterbesteht, oder bei einem Lesevorgang erkannt wird, wenn keine Revector-Daten verfügbar sind. In diesem Fall erkennt der LDM-Dienst einen Fehler, wenn er versucht, die Konfigurationskopie zu lesen. Solange eine gültige Konfigurationskopie auf einer anderen dynamischen Festplatte von der gleichen Datenträgergruppe vorhanden ist, die die gleiche Aktualisierungsstufe wie die Festplatte mit der beschädigten Kopie aufweist, läuft das System fehlerlos.

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Datacenter Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
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