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Artikel-ID: 243218 - Geändert am: Freitag, 26. Oktober 2007 - Version: 3.2

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
243218  (http://support.microsoft.com/kb/243218/EN-US/ ) Installation order for SQL Server 2000 Enterprise edition on Microsoft Cluster Server
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt die allgemeinen Anforderungen und Schritte für die Installation von Microsoft SQL Server 2000 Enterprise Edition auf Microsoft Cluster Server.

Hinweis Der Inhalt dieses Artikels und weitere Informationen sind auch in Microsoft SQL Server 2000-Onlinedokumentation unter dem Stichwort "Failover-Clusterunterstützung" zu finden und wurden in die Microsoft Knowledge Base übernommen.

Die SQL Server 2000-Onlinedokumentation sollte bei Fragen zur Failover-Clusterunterstützung Ihre primäre Informationsquelle sein.

Weitere Informationen

Failover-Cluster

In Microsoft SQL Server 2000 Enterprise Edition wird durch die Failover-Clusterunterstützung von SQL Server 2000 eine höhere Verfügbarkeitsunterstützung bereitgestellt. So können Sie z. B. bei einem Betriebssystemfehler oder bei einer geplanten Aktualisierung einen Failovercluster auf einen anderen Knoten der Failover-Clusterkonfiguration konfigurieren. Sie minimieren damit Ausfallzeiten des Systems und stellen eine hohe Verfügbarkeit des Servers bereit.

Vor dem Installieren der Failover-Clusterunterstützung

Bevor Sie einen Microsoft SQL Server 2000-Failovercluster installieren, müssen Sie das Betriebssystem auswählen, unter dem der Computer ausgeführt wird. Sie können Microsoft Windows NT 4.0, Enterprise Edition, Microsoft Windows 2000 Advanced Server oder Microsoft Windows 2000 Datacenter Server verwenden. Außerdem müssen Sie die Microsoft-Clusterdienste (Microsoft Cluster Services, MSCS) installieren.

Hinweis: Erfahrene Benutzer, die speziell an der Vorgehensweise zur SQL Server 2000-Clusterinstallation interessiert sind, finden die entsprechenden Informationen im Abschnitt "Erstellen eines neuen Failoverclusters (Setup-Programm)" in diesem Artikel.

Warnung Microsoft empfiehlt allen Anwendern, den gesamten Artikel zu verwenden.

Checkliste vor der Installation

Überprüfen Sie vor der Installation Folgendes:

  • IRQs (Interrupt Requests) werden nicht von Netzwerk-Schnittstellenkarten (Network Interface Cards, NICs) und Laufwerk-/Array-Controllern (SCSI) gemeinsam genutzt. Möglicherweise unterstützt die jeweilige Hardware eine solche gemeinsame Nutzung, sie wird jedoch nicht empfohlen.

  • Ihre Hardware ist in der Windows NT-Hardwarekompatibilitätsliste aufgelistet. Eine vollständige Liste der unterstützten Hardware finden Sie in der Hardwarekompatibilitätsliste auf folgender Microsoft-Website:
    http://www.microsoft.com/whdc/hcl/default.mspx (http://www.microsoft.com/whdc/hcl/default.mspx)
    Das Hardwaresystem muss unter der Kategorie der Cluster angezeigt werden. Einzelne Clusterkomponenten, die zusammengefügt wurden, stellen kein genehmigtes System dar. Nur Systeme, die als Clusterlösung erworben wurden und in der Clustergruppe aufgeführt sind, sind genehmigte Systeme. Geben Sie beim Überprüfen der Liste Cluster als Kategorie an. Alle anderen Kategorien dienen der Verwendung durch OEMs.

  • MSCS wurde mindestens auf einem Knoten vollständig installiert, bevor Sie Windows NT 4.0 Enterprise Edition, Windows 2000 Advanced Server oder Windows 2000 Datacenter Server gleichzeitig auf allen Knoten ausführen. Beim Verwenden von MSCS müssen Sie sicherstellen, dass ein Knoten den freigegebenen SCSI-Bus steuert, bevor die anderen Knoten den Onlinebetrieb aufnehmen. Andernfalls kann das Anwendungsfailover in den Status der ausstehenden Onlineschaltung wechseln. Als Ergebnis schlägt der Cluster entweder auf dem anderen Knoten fehl, oder er schlägt vollständig fehl. Wenn jedoch der Hardwarehersteller einen proprietären Installationsprozess anbietet, sollten Sie die Anweisungen des Hardwareherstellers befolgen.

  • WINS wird gemäß folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base installiert:
    258750  (http://support.microsoft.com/kb/258750/DE/ ) Empfehlungen für die private Heartbeat-Konfiguration auf einem Clusterserver
  • Die Laufwerkbuchstaben für die clusterfähigen Datenträger müssen auf beiden Servern identisch sein.

  • Sie haben NetBIOS für alle privaten Netzwerkkarten vor der Installation von SQL Server deaktiviert.

  • Sie haben die Systemprotokolle in allen Knoten gelöscht und die Systemprotokolle erneut angezeigt. Stellen Sie sicher, dass die Protokolle vor dem Fortfahren keine Fehlermeldungen aufweisen.

Installieren der Failover-Clusterunterstützung

Wenn Sie die Microsoft SQL Server 2000-Failover-Clusterunterstützung unter Microsoft Windows NT 4.0 Enterprise Edition installieren, müssen Sie die Programme in der unten angegebenen Reihenfolge installieren. Dies ist jedoch nicht notwendig, wenn Sie die Failover-Clusterunterstützung unter Microsoft Windows 2000 Advanced Server oder Windows 2000 Datacenter Server installieren.

Achtung: Wenn Sie die Programme nicht in der folgenden Reihenfolge installieren, können bei der Installation der Softwareprodukte Fehler auftreten.

Vor dem Installieren von SQL Server 2000 in einer Failover-Clusterkonfiguration müssen Sie alle Versionen vor SQL Server 2000 aktualisieren.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Failover-Clusterunterstützung unter Windows NT 4.0 zu installieren:
  1. Installieren Sie Windows NT 4.0 Enterprise Edition. Windows NT 4.0 Enterprise Edition enthält Windows NT 4.0 Service Pack 3. Service Pack 3 ist für die Installation der Microsoft-Clusterdienste (MSCS) erforderlich.

    • Aktualisieren Sie nicht direkt auf Service Pack 4 oder höher, wenn Sie das Windows NT Option Pack installieren möchten.

    • Installieren Sie nicht Microsoft Internet Information Server (IIS).


    Wichtig: IIS wird standardmäßig installiert. Es wird empfohlen, dass Sie diese Option während der Installation von Windows NT 4.0 deaktivieren.
  2. Installieren Sie MSCS.
  3. Installieren Sie Microsoft Internet Explorer, Version 5.0 oder höher.
  4. Erstellen Sie manuell eine mit Microsoft Distributed Transaction Coordinator (MS DTC) kompatible Ressourcengruppe, wobei das Setup-Programm von MS DTC die zugehörigen Ressourcen erstellen kann. Dazu sollten eine IP-Adresse, ein Netzwerkname und die Cluster-Datenträgerressource gehören. Jede Gruppe mit diesen drei Komponenten ist mit MS DTC kompatibel.

    SQL Server Setup installiert MS DTC später. Nur wenn Sie außer MS DTC Komponenten von Windows NT 4.0 Option Pack benötigen, sollten Sie Windows NT 4.0 Option Pack installieren.
  5. Installieren Sie das neueste Windows NT 4.0 Service Pack, mindestens jedoch Windows NT Service Pack 5. Klicken Sie auf die Option zum Erstellen eines Deinstallationsverzeichnisses, dann auf die Option für das Einrichten der Jahr-2000-Unterstützung, und aktivieren Sie dann das Kontrollkästchen Installieren von Service Pack für Intel-basierte Systeme.

    Wählen Sie Microsoft Message Queue Server (MSMQ 1.0) oder IIS nicht aus. MSMQ 1.0 wird unter SQL Server 2000 nicht unterstützt. Es wird empfohlen, die IIS-Funktionen mit dem Windows NT-Lastenausgleichsdienst (Windows NT Load Balancing Service, WLBS) zu verwenden. Weitere Informationen zu WLBS finden Sie, indem Sie auf der folgenden Microsoft-Website nach "WLBS Features Overview" suchen:
    http://www.microsoft.com/ntserver/ (http://www.microsoft.com/ntserver/)
    Vor Schritt 5 sollten Sie das verborgene Verzeichnis "$NTServicePackUninstall$" in "$NTServicePackUninstall$.Service-Pack-Nummer" umbenennen. Nach dem Installieren des Service Packs fügen Sie ein neues Verzeichnis hinzu. Auf diese Weise verfügen Sie über Deinstallationsverzeichnisse, wodurch verhindert wird, dass die Verzeichnisse versehentlich überschrieben werden.
  6. Installieren Sie SQL Server 2000.

    Hinweis: Gruppierte SQL Server-Installationen erfordern das TCP/IP-Protokoll. Microsoft empfiehlt außerdem die Installation und Aktivierung des Named Pipes-Protokolls. Weitere Informationen zur Named Pipes-Voraussetzung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    831127  (http://support.microsoft.com/kb/831127/DE/ ) Unterstützung von Named Pipes kann auf einem virtuellen Server, der Ausführung SQL Server 2000 SP3 ist, nicht entfernt werden
    TCP/IP wird benötigt, da es das einzige für die Verwendung bei Serverclustern unterstützte Protokoll ist.
Hinweis: Installieren Sie zusätzliche Serverprodukte, bevor Sie andere Anwendungen installieren.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Failover-Clusterunterstützung unter Microsoft Windows 2000 zu installieren:
  1. Installieren Sie Windows 2000, und übernehmen Sie die standardmäßig ausgewählten Anwendungen.
  2. Zeigen Sie nach dem Installieren von Windows 2000 auf dem ersten Knoten und vor dem Installieren von MSCS im Startmenü auf Programme, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Server konfigurieren.
  3. Klicken Sie auf Erweitert\Clusterdienst, und klicken Sie im rechten Bereich auf Weitere Informationen.
  4. Lesen Sie in der Windows 2000-Menü ? das zweite Thema unter "Windows Clustering". Windows Clustering wird während der Installation von Windows 2000 und für die Failover-Clusterunterstützung von SQL Server 2000 verwendet. Befolgen Sie die Anweisungen zum Installieren von MSCS.

    Wichtig: Sie müssen den Abschnitt zum Planen von Windows Clustering und zu den Anforderungen an Servercluster lesen und der Checkliste zum Erstellen eines Serverclusters folgen. Die Checkliste für Servercluster finden Sie im Abschnitt über Servercluster.
  5. Nach der erfolgreichen Installation von MSCS müssen Sie MS DTC für Cluster konfigurieren. Weitere Informationen zu MS DTC finden Sie in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation unter "Abhängigkeiten bei der Failover-Clusterunterstützung".
  6. Zeigen Sie im Startmenü auf Programme, zeigen Sie auf Verwaltung und dann auf Clusterverwaltung, und klicken Sie dann auf Clustergruppe. Wenn die Gruppe eine MS DTC-Ressource enthält, fahren Sie mit Schritt 9 fort.
  7. Klicken Sie im Menü Start auf Ausführen. Geben Sie in das Dialogfeld Ausführen den folgenden Befehl ein:
    cmd
    Klicken Sie anschließend auf OK. Geben Sie
    Comclust.exe
    an der Eingabeaufforderung ein.
  8. Wiederholen Sie Schritt 7 für die restlichen Knoten des Clusters (jeweils ein Knoten nach dem anderen).
  9. Installieren Sie SQL Server 2000.

    Hinweis: Gruppierte SQL Server-Installationen erfordern das TCP/IP-Protokoll. Microsoft empfiehlt außerdem die Installation und Aktivierung des Named Pipes-Protokolls. Weitere Informationen zur Named Pipes-Voraussetzung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    831127  (http://support.microsoft.com/kb/831127/DE/ ) Unterstützung von Named Pipes kann auf einem virtuellen Server, der Ausführung SQL Server 2000 SP3 ist, nicht entfernt werden
    TCP/IP wird benötigt, da es das einzige für die Verwendung bei Serverclustern unterstützte Protokoll ist.
Hinweis: Installieren Sie zusätzliche Serverprodukte, bevor Sie Benutzeranwendungen installieren.

Clusterdatenträger auswählen (Bildschirm)

Verwenden Sie den Bildschirm Clusterdatenträger auswählen, um während der Installation eines neuen virtuellen Servers oder während der Aktualisierung auf einen Cluster eine Clustergruppe auszuwählen. Eine Clustergruppe besteht aus einem oder mehreren freigegebenen Clusterdatenträgern innerhalb einer Gruppe und kann höchstens einen virtuellen Server mit Microsoft SQL Server enthalten. Der Bildschirm Clusterdatenträger auswählen listet nur die Gruppen auf, zu denen der freigegebene Clusterdatenträger bereits als Ressource hinzufügt wurde. Weitere Informationen zu Clusterdatenträgern finden Sie in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation unter "Erstellen eines Failover-Clusters".

Achtung: Wählen Sie nicht den Quorumdatenträger (die letzte Gruppe in der Liste) aus, da der Quorumdatenträger als besondere Ressource behandelt werden muss. Eine Warnmeldung wird angezeigt, wenn Sie den Quorumdatenträger auswählen. Weitere Informationen finden Sie in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation unter "Warnung bei Auswahl des Quorumdatenträgers".

Beim Verwenden eines kleinen Clusters ist der Quorumdatenträger möglicherweise die einzige verfügbare Option. Verwenden Sie ihn nur zu Testzwecken oder zum Erforschen der Failover-Clusterunterstützung.

Wichtig: Verwenden Sie die Quorumgruppe nie zu Produktionszwecken.

Durchführen einer Failovercluster-Installation

Bei der Installation eines Microsoft SQL Server 2000-Failoverclusters müssen Sie Folgendes berücksichtigen:
  • Stellen Sie sicher, dass das Betriebssystem ordnungsgemäß installiert ist und für die Failover-Clusterunterstützung entworfen wurde. Weitere Informationen zu den vor dem Installieren eines Failoverclusters durchzuführenden Aktionen finden Sie in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation unter "Vor dem Installieren der Failover-Clusterunterstützung" oder im Abschnitt "Checkliste vor der Installation" in diesem Artikel. Weitere Informationen zur Reihenfolge der Installation finden Sie unter "Installieren der Failover-Clusterunterstützung" in diesem Artikel oder in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.

  • Berücksichtigen Sie, ob die Tools, Funktionen und Komponenten von SQL Server, die Sie verwenden möchten, mit Failoverclustern unterstützt werden. Weitere Informationen finden Sie unter "Failover-Clusterunterstützung" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.

    Hier eine Übersicht der Tools, Funktionen und Komponenten, die in Verbindung mit der Failovercluster-Unterstützung verwendet werden können:

    Tabelle minimierenTabelle vergrößern
    Microsoft Search-DienstWeitere Informationen dazu finden Sie unter "Verwenden von SQL Server-Tools mit der Failover-Clusterunterstützung" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.
    Mehrere InstanzenWeitere Informationen dazu finden Sie unter "Failovercluster-Unterstützung" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.
    SQL Server Enterprise ManagerWeitere Informationen dazu finden Sie unter "Verwenden von SQL Server-Tools mit der Failover-Clusterunterstützung" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.
    Dienstkontroll-Manager Weitere Informationen dazu finden Sie unter "Verwenden von SQL Server-Tools mit der Failover-Clusterunterstützung" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.
    ReplikationWeitere Informationen dazu finden Sie unter "Erstellen eines Failoverclusters" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.
    SQL ProfilerWeitere Informationen dazu finden Sie unter "Verwenden von SQL Server-Tools mit der Failover-Clusterunterstützung" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.
    SQL Query AnalyzerWeitere Informationen dazu finden Sie unter "Verwenden von SQL Server-Tools mit der Failover-Clusterunterstützung" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.


  • Berücksichtigen Sie, ob die Failovercluster-Unterstützung von den Produkten abhängt, die Sie einsetzen möchten. Es gibt verschiedene Produkte, die die Failover-Clusterunterstützung in Microsoft SQL Server 2000 beeinflussen. Um eine ordnungsgemäße Funktion des Failoverclusters sicherzustellen, müssen Sie die zugrunde liegenden Abhängigkeiten der Failover-Clusterunterstützung mit anderen Produkten kennen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter "Abhängigkeiten bei der Failover-Clusterunterstützung" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.

  • Befassen Sie sich mit der Vorgehensweise zum Erstellen eines neuen Failoverclusters. Weitere Informationen zum Erstellen einer neuen Failovercluster-Konfiguration finden Sie unter "Erstellen eines Failoverclusters" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.

  • Lesen Sie die Anweisungen zum Aktualisieren von einem Cluster der SQL Server Version 6.5 oder SQL Server Version 7.0 auf einen SQL Server 2000-Failovercluster. Weitere Informationen dazu finden Sie unter "Aktualisieren auf einen SQL Server 2000-Failovercluster" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.

  • Microsoft Distributed Transaction Coordinator (MSDTC). SQL Server 2000 benötigt im Cluster Microsoft Distributed Transaction Coordinator (MS DTC) für verteilte Abfragen und Zweiphasencommit-Transaktionen sowie für bestimmte Replikationsfunktionen. Nach der Installation von Microsoft Windows 2000 und der Konfiguration des Clusters müssen Sie den Cluster-Assistenten (comclust.exe) auf allen Knoten ausführen, um MS DTC für die Ausführung im Clustermodus zu konfigurieren. Weitere Informationen dazu finden Sie unter "Abhängigkeiten bei der Failover-Clusterunterstützung" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.

Erstellen eines Failoverclusters

Zum Erstellen eines Microsoft SQL Server 2000-Failoverclusters müssen Sie die virtuellen Server, auf denen der Failovercluster ausgeführt wird, erstellen und konfigurieren. Virtuelle Server erstellen Sie während der Ausführung von SQL Server Setup. Microsoft Windows NT 4.0 oder Microsoft Windows 2000 stellen keine virtuellen Server bereit.

Um einen Failovercluster zu erstellen, müssen Sie ein lokaler Administrator sein, der die Berechtigung hat, sich als Dienst anzumelden und als Teil des Betriebssystems auf allen Computern im Failovercluster zu agieren.

Bestandteile eines virtuellen Servers

Ein virtueller Server enthält Folgendes:
  • Eine Kombination aus einem oder mehreren Datenträgern in einer Clustergruppe der Microsoft-Clusterdienste (Microsoft Cluster Services, MSCS).

    Jede MSCS-Clustergruppe kann höchstens einen virtuellen Server mit SQL Server enthalten.

  • Ein Netzwerkname für jeden virtuellen Server. Dieser Netzwerkname ist der Name des virtuellen Servers.

  • Eine oder mehrere IP-Adressen, die zum Herstellen einer Verbindung mit dem jeweiligen virtuellen Server verwendet werden.

  • Eine Instanz von SQL Server 2000, einschließlich einer SQL Server-Ressource, einer SQL Server-Agent-Ressource und einer Volltextressource.

    Wenn ein Systemadministrator die Instanz von SQL Server 2000 innerhalb eines virtuellen Servers deinstalliert, wird der virtuelle Server einschließlich aller IP-Adressen und des Netzwerknamens ebenfalls aus der MSCS-Clustergruppe entfernt.


Ein Failovercluster kann einen oder mehrere Server unter Windows 2000 Advanced Server oder Windows 2000 Datacenter Server bzw. mit Windows NT 4.0 Enterprise Edition umfassen, die teilnehmende Knoten des Clusters sind. Ein virtueller Server mit SQL Server wird im Netzwerk jedoch immer als einzelner Server unter Windows 2000 Advanced Server, Windows 2000 Datacenter Server oder Microsoft Windows NT 4.0 Enterprise Edition angezeigt.

Benennen eines virtuellen Servers

SQL Server 2000 ist von eindeutigen Registrierungsschlüsseln und Dienstnamen innerhalb des Failoverclusters abhängig, so dass Operationen auch nach einem Failover ordnungsgemäß fortgesetzt werden. Deshalb muss der Name, den Sie für die Instanz von SQL Server 2000 einschließlich der Standardinstanz bereitstellen, auf allen Knoten im Failovercluster sowie auf allen virtuellen Servern innerhalb des Failoverclusters eindeutig sein. Wenn z. B. für alle Instanzen das Failover auf einen einzigen Server erfolgen würde, würden die Dienstnamen und die Registrierungsschlüssel einen Konflikt verursachen. Wenn INST1 eine benannte Instanz auf dem virtuellen Server VIRTSRV1 ist, darf auf keinem Knoten des Failoverclusters, weder als Teil einer Failover-Clusterkonfiguration noch als eigenständige Installation, eine benannte Instanz INST1 vorhanden sein.

Darüber hinaus müssen Sie die Zeichenfolge "VIRTUAL_SERVER\Instance-name" verwenden, um eine Verbindung zu einer gruppierten Instanz von SQL Server 2000 herzustellen, die auf einem virtuellen Server ausgeführt wird. Mit dem Computernamen, auf dem sich die Clusterinstanz gerade zu einem bestimmten Zeitpunkt befindet, können Sie nicht auf die Instanz von SQL Server 2000 zugreifen. SQL Server 2000 fragt nicht die IP-Adresse der lokalen Server ab. Es werden nur die gruppierten IP-Adressen abgefragt, die während der Installation eines virtuellen Servers für SQL Server 2000 erstellt wurden.

Überlegungen zur Verwendung

Berücksichtigen Sie Folgendes, bevor Sie einen Failovercluster erstellen:
  • Wenn Sie die AWE-API (Address Windowing Extensions) von Windows 2000 verwenden, um Arbeitsspeicher über 3 GB zu verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass der konfigurierte maximal verfügbare Arbeitsspeicher für eine Instanz von SQL Server nach einem Failover auf einen anderen Knoten weiterhin verfügbar ist. Wenn der Failoverknoten weniger physischen Arbeitsspeicher als der ursprüngliche Knoten aufweist, können Instanzen von SQL Server möglicherweise nicht gestartet werden, oder sie können nur mit weniger Arbeitsspeicher als auf dem ursprünglichen Knoten gestartet werden. Sie müssen Folgendes durchführen:
    • Konfigurieren Sie für jeden Server im Cluster dieselbe Menge an physischem Arbeitsspeicher (RAM).

    • Stellen Sie sicher, dass der Gesamtwert der Einstellungen für max server memory aller Instanzen niedriger als die geringste Menge physischen Arbeitsspeichers ist, der auf den virtuellen Servern im Failovercluster verfügbar ist.
    Weitere Informationen zu AWE finden Sie unter "Verwenden von AWE-Arbeitsspeicher unter Windows 2000" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.

  • Wenn Sie Server mit hoher Verfügbarkeit bei der Replikation benötigen, sollten Sie eine MSCS-Cluster-Dateifreigabe als Snapshotordner verwenden, wenn Sie einen Verteiler auf einem Failovercluster konfigurieren. Im Fall eines Serverausfalls ist die Verteilungsdatenbank verfügbar, und die Konfiguration der Replikation wird auf dem Verteiler fortgesetzt.

    Beim Erstellen von Publikationen geben Sie außerdem die MSCS-Cluster-Dateifreigabe für die zusätzliche Speicherung von Snapshotdateien an oder als den Speicherort, von dem aus Abonnenten den Snapshot anwenden. Auf diese Weise sind die Snapshotdateien auf allen Knoten des Clusters und für alle Abonnenten verfügbar, die darauf zugreifen müssen. Weitere Informationen finden Sie unter "Verleger, Verteiler und Abonnenten" und "Alternative Snapshotspeicherorte" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.

  • Wenn Sie die Verschlüsselung für einen Failovercluster verwenden möchten, müssen Sie das Serverzertifikat mit dem vollgekennzeichneten DNS-Namen des virtuellen Servers auf allen Knoten im Failovercluster installieren. Angenommen, Sie haben einen Cluster mit zwei Knoten, die "test1.widgets.corp.microsoft.com" und "test2.widgets.corp.microsoft.com" heißen, und einen virtuellen Server für SQL mit der Bezeichnung "Virtsql", dann müssen Sie ein Zertifikat für "virtsql.widgets.corp.microsoft.com" abrufen und dieses Zertifikat auf beiden Knoten installieren. Anschließend aktivieren Sie in der SQL Server-Netzwerkkonfiguration das Kontrollkästchen Protokollverschlüsselung erzwingen, um die Verschlüsselung für Ihren Failovercluster zu konfigurieren.

  • Entfernen Sie das Konto "BUILTIN/Administrators" nicht aus SQL Server. Der IsAlive-Thread wird unter dem Kontext des Clusterdienstkontos ausgeführt und nicht unter dem Kontext des SQL Server-Dienstkontos. Auf jedem Knoten des Clusters für SQL Server muss das Konto für den MSCS-Dienst zur Gruppe "Administratoren" gehören Wenn Sie das Konto "BUILTIN/Administrators" entfernen, kann der IsAlive-Thread keine vertraute Verbindung mehr erstellen, und Sie können nicht mehr auf den virtuellen Server zugreifen.


Erstellen eines neuen Failoverclusters (Setup-Programm)

Das Erstellen eines Failoverclusters mithilfe des Setup-Programms besteht aus den folgenden grundlegenden Schritten:
  1. Identifizieren der Informationen, die Sie zum Erstellen des virtuellen Servers (z. B. Cluster-Datenträgerressource, IP-Adressen und Netzwerkname) und der für Failover verfügbaren Knoten benötigen.

    Die für die Failover-Clusterunterstützung zu verwendenden Clusterdatenträger sollten sich alle in einer einzigen Clustergruppe und im Besitz des Knotens befinden, von dem das Setup-Programm ausgeführt wird. Diese Konfiguration muss erfolgen, bevor Sie das Setup-Programm ausführen. Sie können die Konfiguration mithilfe der Clusterverwaltung in Windows NT 4.0 oder Windows 2000 erstellen. Für jeden einzurichtenden virtuellen Server benötigen Sie eine MSCS-Gruppe.
  2. Starten des Setup-Programms, um mit der Installation zu beginnen. Nach der Eingabe der erforderlichen Informationen installiert das Setup-Programm eine neue Instanz von SQL Server-Binärdateien auf der lokalen Festplatte jedes Computers im Cluster und installiert außerdem die Systemdatenbanken auf dem angegebenen Clusterdatenträger. Die Binärdateien werden auf jedem Clusterknoten in genau demselben Pfad installiert. Deshalb müssen Sie sicherstellen, dass auf allen Knoten des Clusters derselbe lokale Laufwerkbuchstabe zur Verfügung steht. In SQL Server 2000 wird bei einem Failover nur für die Datenbanken ein Failover ausgeführt. In SQL Server, Version 6.5, und in SQL Server, Version 7.0, wird bei einem Failover für die Datenbanken und für die Binärdateien von SQL Server ein Failover ausgeführt.

    Wenn bei einer Ressource (einschließlich SQL Server) aus irgendeinem Grund ein Fehler auftritt, wird für die Dienste (SQL Server, SQL Server-Agent, Volltextsuche und alle Dienste in der Failover-Clustergruppe) ein Failover auf alle verfügbaren Knoten ausgeführt, die im virtuellen Server definiert sind.

  3. Sie installieren eine Instanz von SQL Server 2000, indem Sie einen neuen virtuellen Server und alle Ressourcen erstellen.

Informationsquellen

Weitere Informationen zum Erstellen einer neuen Failovercluster-Konfiguration und sonstige Informationen zur Clusterunterstützung finden Sie in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation unter folgenden Themen:
  • Aktualisieren auf einen SQL Server 2000-Failovercluster
  • Installieren eines Failoverclusters mit einem Knoten
  • Häufig gestellte Fragen zu Failoverclustern
  • Hinzufügen/Entfernen von Knoten
  • Warten
  • Volltextabfragen
  • Problembehandlung
Weitere Informationen finden Sie in folgender Literatur:
Microsoft Corporation
MCSE Training Kit: Microsoft Windows 2000 Advanced Server Clustering Services , Microsoft Press, 2001

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Datacenter Server
  • Microsoft SQL Server 2000 Enterprise Edition
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Enterprise Edition
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