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Artikel-ID: 244617 - Geändert am: Mittwoch, 6. März 2013 - Version: 1.0

Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D244617
Der Support für Windows Vista Service Pack 1 (SP1) wird am 12.07.2011 eingestellt. Um weiterhin Sicherheitsupdates für Windows zu erhalten, müssen Sie Windows Vista mit Service Pack 2 (SP2) ausführen. Weitere Informationen finden Sie auf folgender Microsoft-Website: Auslaufender Support für einige Windows-Versionen (http://windows.microsoft.com/de-de/windows/help/end-support) .

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Zusammenfassung

Die Treiberüberprüfung ist in Windows 7, Windows Server 2008 R2, Windows Vista, Windows Server 2008, Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003 enthalten, um die Stabilität und die Zuverlässigkeit zu verbessern. Sie können dieses Programm zur Fehlerbehandlung bei Treiberproblemen verwenden. Windows-Kernelmoduskomponenten können aufgrund eines fehlerhaften Treibers, beispielsweise einer früheren Version eines WDM-Treibers (WDM = Windows Driver Model), zu einer Beschädigung des Systems oder zu Systemfehlern führen. Dieser Artikel beschreibt die Vorgehensweise zum Isolieren und zur Problembehandlung eines fehlerhaften Treibers im System mithilfe der Treiberüberprüfung.

Weitere Informationen

In diesem Artikel werden die folgenden Themen behandelt:
  • Einsatzmöglichkeiten für die Treiberüberprüfung
  • E/A-Überprüfung
  • Voraussetzungen für die Verwendung der Treiberüberprüfung
  • Aktivieren der Treiberüberprüfung
  • Fehlerbehebung für Treiberüberprüfungsverletzungen
  • Treiberüberprüfung und Grafiktreiber
  • Treiberüberprüfungs-Manager ("Verifier.exe")
  • Globale Zähler
  • Poolnachverfolgung
  • Einstellungen
  • Temporäre Einstellungen
  • Befehlszeilenschnittstelle
  • Zusätzliche Informationen für Treiberentwickler

Einsatzmöglichkeiten für die Treiberüberprüfung

Sie können die Treiberüberprüfung verwenden, indem Sie die Datei "Verifier.exe" ausführen und anschließend den Computer neu starten. Sie müssen keine weiteren Änderungen vornehmen, bevor Sie mit der Analyse der Systemtreiber beginnen.

Die Treiberüberprüfung bietet folgende Funktionen:

Poolzuweisungen

Hierbei wird versucht, alle Poolzuweisungen für einen Treiber aus dem speziellen Pool vorzunehmen, statt die Poolzuweisungen mit dem Rest des Systems zu teilen. In diesem Fall sind die Zuweisungen dieses Treibers isoliert und durch Berechtigungen des Typs "Kein Zugriff" gebunden. Diese Funktion legt fest, ob einem Treiber mehr als sein eigentlicher Anteil am Pool zugewiesen wird, und kann daher zu Beschädigungen und Instabilitäten des Systems führen. Wenn Sie diese Funktion aktivieren und der Zielcomputer über ausreichend physischen und virtuellen Speicher verfügt, werden alle Zuweisungen des Treibers in den speziellen Pool umgeleitet.

Ausüben extremen Speicherdrucks

Sie können auf einen bestimmten Treiber extremen Speicherdruck (Extreme Memory Pressure) ausüben, ohne dass andere Treiber davon betroffen sind (unabhängig von der Größe des Systemspeichers). Hierzu instruieren Sie die Speicherverwaltung, die gesamten auslagerungsfähigen Codes und Daten des Treibers sowie die ausgelagerten Codes, Pools und Daten des Systems ungültig zu machen. Dadurch können Sie einen Treiber erkennen, der unkorrekterweise mit Spin Locks arbeitet oder IRQL-Erhöhungen vornimmt und dann Zugriff auf ausgelagerten Code oder ausgelagerte Daten erhält. Mithilfe extremen Speicherdrucks können Sie zeitweise auftretende Probleme erkennen und deren Ursache isolieren.

Parametervalidierung

Alle vom Treiber getätigten Spin Lock-, IRQL- und Poolzuweisungsaufrufe verursachen automatisch eine Parametervalidierung. Dies bedeutet, dass Prüfungen durchgeführt werden, um zu gewährleisten, dass die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
  • Dass eine erhöhte IRQL auch wirklich eine erhöhte IRQL ist (der aktuelle IRQL-Wert ist niedriger als der Ziel-IRQL-Wert).
  • Dass eine niedrigere IRQL wirklich eine niedrigere IRQL ist.
  • Doppelte Freigabe von Spin Locks.
  • Dass Spin Lock-Erwerbungen/Freigaben über die richtige IRQL erfolgen.
  • Dass Zuweisungen/Befreiungen ausgelagerter Pools über die richtige IRQL erfolgen (auf APC-Ebene oder darunter).
  • Dass Zuweisungen/Befreiungen nicht ausgelagerter Pools über die richtige IRQL erfolgen (auf DISPATCH-Ebene oder darunter).
  • Dass diesen Application Programming Interfaces (APIs) keine zufälligen (nicht initialisierten) Werte übermittelt werden.

Fehlgeschlagene Poolzuweisungen

Poolzuweisungen, die von dem Treiber nicht mit MUST_SUCCEED gekennzeichnet sind, können nach dem Zufallsprinzip fehlschlagen, um sicherzustellen, dass der Treiber Situationen bewältigen kann, in denen nur wenig Speicher zur Verfügung steht.

Frei zu machender Pool

Jeder frei zu machende Pool wird überprüft, um sicherzustellen, dass sich in den Poolzuweisungen keine ausstehenden Zeitgeber befinden, da Systemabstürze in diesen Fällen nur sehr schwer zu verfolgen wären.

Erkennung von Poolundichtigkeiten

Alle Poolzuweisungen des Treibers werden automatisch verfolgt. Zum Zeitpunkt des Entladens eines Treibers erfolgt eine Fehlerprüfung, falls irgendeine der Zuweisungen nicht frei gemacht wird. Sie können dann den Kerneldebuggerbefehl !verifier 3 einsetzen, um alle nicht frei gemachten Zuweisungen anzeigen zu lassen. Sie können diesen Befehl auch vor dem Entladen verwenden, um die ausstehenden Zuweisungen für den Treiber zu jedem beliebigen Zeitpunkt anzeigen zu lassen.

Treiberentladungsprüfung

Die Treiberentladungsprüfung wird durchgeführt, um Treiber zu identifizieren, welche die in Anspruch genommenen Ressourcen nicht wieder freimachen (was die Wahrscheinlichkeit einer Systemfehlerprüfung kurz nach dem Entladen des Treibers erhöht). Zu den Ressourcen, die ein Treiber möglicherweise nicht freigibt, zählen Look-Aside-Listen, ausstehende Deferred Procedure Calls (DPCs), Arbeitsthreads, Warteschlangen, Zeitgeber und sonstige Ressourcen.

E/A-Überprüfung

Wenn Sie das E/A-Überprüfungskennzeichen mit dem Überprüfungs-Manager oder dem Registrierungsschlüssel VerifyDriverLevel aktivieren (weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Aktivieren der Treiberüberprüfung" in diesem Artikel), werden einige E/A-Managerüberprüfungen ausgelöst. Zu diesen Methoden zählen die folgenden:
  • Alle über IoAllocateIrp zugewiesenen IRPs werden aus dem speziellen Pool zugewiesen.
  • Es erfolgen Prüfungen in IoCallDriver, IoCompleteRequest und IoFreeIrp, um Fehlermeldungen zu Treibern aufzufangen.
  • Alle bei der E/A-Überprüfung entdeckten Fehler werden mit dem Code DRIVER_VERIFIER_IOMANAGER_VIOLATION (0xC9) angezeigt.

Voraussetzungen für die Verwendung der Treiberüberprüfung

Sie müssen nur Windows 7, Windows Server 2008 R2, Windows Vista, Windows Server 2008, Windows 2000, Windows XP oder Windows Server 2003 installieren. Sie können die Treiberüberprüfung sowohl in Verkaufsversionen als auch in geprüften Versionen von Windows aktivieren. Informationen darüber, was Sie beachten sollten, bevor Sie den Treiberüberprüfungs-Manager auf Produktionsservern aktivieren, finden Sie in Artikel 251233 der Microsoft Knowledge Base. Aufgrund der Empfehlungen in Artikel 325672 der Microsoft Knowledge Base sollten Sie die Deadlock-Erkennung der Treiberüberprüfung nicht aktivieren, wenn Norton Antivirus installiert ist.

Aktivieren der Treiberüberprüfung

Sie können die Treiberüberprüfung durch Ausführen der Datei "Verifier.exe" aktivieren. Die Datei "Verifier.exe" ist in jeder Kopie von Windows enthalten und wird automatisch im Ordner "System32" installiert. Die Datei "Verifier.exe" verfügt sowohl über eine Befehlszeilen-Benutzeroberfläche als auch über eine grafische Benutzeroberfläche (GUI = Graphical User Interface). Sie können also Treiber und geeignete Überprüfungsebenen festlegen. Sie können die Statistiken der Treiberüberprüfung auch in Echtzeit anzeigen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Treiberüberprüfungs-Manager" in diesem Artikel.

Fehlerbehebung für Treiberüberprüfungsverletzungen

Durch den Befehl !verifier werden sowohl im Kerneldebugger als auch im Programm "Verifier.exe" die aktuelle Konfiguration und die Statistiken der Treiberüberprüfung in Echtzeit angezeigt.

Alle Treiberüberprüfungsverletzungen führen zu Fehlercodes, von denen die häufigsten (jedoch nicht alle) nachstehend aufgelistet sind:
  • IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL 0xA
  • PAGE_FAULT_IN_NONPAGED_AREA 0x50
  • PAGE_FAULT_IN_NONPAGED_AREA 0x50
  • ATTEMPTED_WRITE_TO_READONLY_MEMORY 0xBE
  • SPECIAL_POOL_DETECTED_MEMORY_CORRUPTION 0xC1
  • DRIVER_VERIFIER_DETECTED_VIOLATION 0xC4
  • DRIVER_CAUGHT_MODIFYING_FREED_POOL 0xC6
  • TIMER_OR_DPC_INVALID 0xC7
  • DRIVER_VERIFIER_IOMANAGER_VIOLATION 0xC9

Treiberüberprüfung und Grafiktreiber

Windows-Kernelmodus-Grafiktreiber (zum Beispiel Drucker- und Bildschirmtreiber-DLLs) dürfen nicht direkt auf den Pooleinstiegspunkt zugreifen. Die Poolzuweisungen erfolgen eher indirekt durch Grafiktreiber-DDI-Rückrufe an "Win32k.sys". Nehmen wir zum Beispiel an, dass EngAllocMem der Rückruf ist, den ein Grafiktreiber aufruft, um explizit Poolspeicher zuzuweisen. Auch bei anderen spezialisierten Rückrufen, zum Beispiel EngCreatePalette und EngCreateBitmap, wird Poolspeicher zugewiesen.

Um dieselbe Art der automatisierten Prüfung auch für Grafiktreiber zu ermöglichen, wird die Unterstützung für einige Funktionen der Treiberüberprüfung in "Win32k.sys" integriert. Da Grafiktreiber jedoch weniger umfangreich sind als andere Kernelmodustreiber, wird für diese nur ein Teil der Funktionalität der Treiberüberprüfung benötigt. So werden zum Beispiel IRQL-Prüfung und E/A-Prüfung nicht benötigt. Die sonstigen Funktionen, insbesondere die Verwendung von speziellen Pools, das Fehlschlagen von Poolzuweisungen nach dem Zufallsprinzip und die Poolnachverfolgung werden bei den verschiedenen Grafik-DDI-Rückrufen bis zu unterschiedlichen Graden unterstützt.

Fehlschläge nach dem Zufallsprinzip werden für die folgenden Grafik-DDI-Rückruffunktionen unterstützt:
  • EngAllocMem
  • EngAllocUserMem
  • EngCreateBitmap
  • EngCreateDeviceSurface
  • EngCreateDeviceBitmap
  • EngCreatePalette
  • EngCreateClip
  • EngCreatePath
  • EngCreateWnd
  • EngCreateDriverObj
  • BRUSHOBJ_pvAllocRbrush
  • CLIPOBJ_ppoGetPath
Für EngAllocMem werden zudem spezielle Pools und Poolnachverfolgung unterstützt.

Die Treiberüberprüfung für die Grafiktreiber wird auf die gleiche Art und Weise aktiviert wie die Treiberüberprüfung für andere Treiber (weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Aktivieren der Treiberüberprüfung" in diesem Artikel) Nicht unterstützte Flags, zum Beispiel die IRQL-Prüfung, werden ignoriert. Zusätzlich können Sie den Kerneldebuggerbefehl !gdikdx.verifier einsetzen, um den aktuellen Status der Treiberüberprüfung und die Poolnachverfolgungen für Grafiktreiber einzusehen.

HINWEIS: Sie sollten die Einstellung für Fehlschläge von Zuweisungen nach dem Zufallsprinzip nur für Zwecke der Stabilitätsprüfung einsetzen. Die Verwendung dieser Einstellung kann das Anzeigen von Fehlermeldungen zur Folge haben. Sie sollten diese Einstellung daher nicht bei Tests verwenden, bei denen die korrekte Implementierung des Grafiktreibers geprüft werden soll (zum Beispiel beim Vergleich der Ausgabe des Grafiktreibers mit einem Referenzbild).

Treiberüberprüfungs-Manager ("Verifier.exe")

Die Verwendung des Treiberüberprüfungs-Managers ("Verifier.exe") ist die bevorzugte Methode zum Erstellen und Ändern von Treiberüberprüfungseinstellungen und zum Anlegen von Statistiken zur Treiberüberprüfung. Die Datei "Verifier.exe" befindet sich im Ordner "%WinDir%\System32" für jede Windows-Installation.

Treiberstatus

Die Eigenschaftenseite Treiberstatus vermittelt Ihnen einen Eindruck vom aktuellen Status der Treiberüberprüfung. Dort können Sie sehen, welche Treiber erkannt werden. Folgende Stati sind möglich:
  • Geladen: Der Treiber ist geladen und wird überprüft.
  • Entladen: Der Treiber ist zurzeit nicht geladen, wurde jedoch mindestens einmal seit dem letzten Neustart des Computers geladen.
  • Nie geladen: Der Treiber wurde noch nie geladen. Dieser Status kann ein Hinweis darauf sein, dass die Bilddatei des Treibers beschädigt ist oder ein Treibername angegeben wurde, der im System nicht existiert.
Sie können auf den Listenkopf klicken, um die Liste nach Treibernamen oder Status sortieren zu lassen. Im oberen rechten Bereich des Dialogfeldes können Sie die gegenwärtig aktiven Überprüfungstypen einsehen. Der Status der verschiedenen Treiber wird automatisch aktualisiert, falls Sie nicht zum manuellen Aktualisierungsmodus wechseln. Die Aktualisierungsrate können Sie mit den Optionsfeldern im unteren linken Bereich des Dialogfeldes ändern. Außerdem können Sie eine Statusaktualisierung erzwingen, indem Sie auf Jetzt aktualisieren klicken.

Wenn Sie das Flag "Spezieller Pool" aktivieren und weniger als 95 Prozent der Poolzuweisungen in den speziellen Pool eingegangen sind, wird auf dieser Seite eine Warnung angezeigt. Dies bedeutet, dass Sie entweder eine kleinere Gruppe von Treibern für die Überprüfung auswählen müssen oder den Computer mit mehr physischem Speicher ausrüsten müssen, um eine bessere Abdeckung der Poolzuweisungsüberprüfung zu erreichen.

Globale Zähler

Die Eigenschaftenseite Globale Zähler zeigt den aktuellen Wert für einige Zähler an, die in der Treiberüberprüfung geführt werden. Ein Wert "Null" für einen Zähler kann ein Hinweis darauf sein, dass das entsprechende Treiberüberprüfungsflag nicht aktiviert ist. So weist zum Beispiel der Wert 0 für den Zähler "Sonstige/Fehler" darauf hin, dass das Flag "Simulation unzureichender Ressourcen" nicht aktiviert ist. Sie können die Aktivitäten der Überprüfung überwachen, weil die Werte der Zähler automatisch aktualisiert werden (standardmäßig). Sie können die Aktualisierungsrate ändern, auf manuelle Aktualisierung umschalten, oder unter Verwendung der Steuerelemente im unteren linken Bereich des Dialogfeldes eine Aktualisierung erzwingen.

Poolnachverfolgung

Diese Eigenschaftenseite zeigt weitere Statistiken an, die im Rahmen der Treiberüberprüfung angelegt werden. Alle auf dieser Seite angezeigten Zähler stehen in Zusammenhang mit dem Flag "Poolnachverfolgung" der Treiberüberprüfung. Die meisten dieser Zähler geben die Werte für einzelne Treiber an (zum Beispiel aktuelle Zuweisungen, gegenwärtig zugewiesene Bytezahl, und so weiter). Dies bedeutet, dass Sie aus dem Kombinationsfeld oben einen Treibernamen auswählen müssen, um die Zähler für diesen bestimmten Treiber einzusehen.

Einstellungen

Auf dieser Seite können Sie Treiberüberprüfungseinstellungen vornehmen und ändern. Die Einstellungen werden in der Registrierung gespeichert. Sie müssen daher den Computer neu starten, damit diese Einstellungen wirksam werden. In der Liste können Sie sehen, welche Treiber zurzeit installiert sind. Jeder Treiber kann sich in einem der folgenden Zustände befinden:
  • Überprüfung aktiviert: Dieser Treiber wird gegenwärtig überprüft.
  • Überprüfung deaktiviert: Dieser Treiber wird gegenwärtig nicht überprüft.
  • Überprüfung aktiviert (Neustart erforderlich): Dieser Treiber wird erst nach dem nächsten Neustart überprüft.
  • Überprüfung deaktiviert (Neustart erforderlich): Dieser Treiber wird gegenwärtig überprüft, eine erneute Überprüfung erfolgt jedoch nach dem nächsten Neustart nicht.
Sie können einen oder mehrere Treiber aus der Liste auswählen und mithilfe der beiden Schaltflächen unter der Liste den Status wechseln. Sie können auch mit der rechten Maustaste auf einen Treibernamen klicken, um das Kontextmenü anzuzeigen, in dem Sie ebenfalls Statusänderungen vornehmen können.

Im unteren Teil des Dialogfeldes können Sie weitere Treiber angeben (durch Leerstellen getrennt), die nach dem nächsten Neustart überprüft werden sollen. In der Regel benutzen Sie dieses Bearbeitungssteuerelement, wenn Sie einen neuen Treiber installieren möchten, der noch nicht geladen ist.

Falls die Optionsfelder oben in der Liste auf Alle Treiber überprüfen eingestellt sind, sind die Liste, die Schaltflächen Überprüfen und Nicht überprüfen sowie das Bearbeitungssteuerelement nicht verfügbar. Das bedeutet, dass nach dem nächsten Neustart alle Treiber im System überprüft werden.

Sie können den Überprüfungstyp über die Kontrollkästchen im oberen rechten Bereich des Dialogfeldes einstellen. Sie können die E/A-Überprüfung auf Ebene 1 oder Ebene 2 aktivieren. Die Überprüfung auf Ebene 2 ist intensiver als die auf Ebene 1.

Änderungen an diesen Einstellungen müssen Sie speichern, indem Sie auf Übernehmen klicken. Auf dieser Seite gibt es noch zwei weitere Schaltflächen:
  • Bevorzugte Einstellungen: Mit dieser Schaltfläche werden einige häufig gebrauchte Einstellungen ausgewählt (mit Überprüfung aller Treiber).
  • Alle zurücksetzen: Mit dieser Schaltfläche werden alle Treiberüberprüfungseinstellungen deaktiviert, so dass keine Treiber überprüft werden.
Nachdem Sie auf Übernehmen geklickt haben, müssen Sie den Computer neu starten, damit die Änderungen wirksam werden.

Temporäre Einstellungen

Sie können diese Eigenschaftenseite verwenden, um die Treiberüberprüfungsflags mit sofortiger Wirkung zu ändern. Hierzu können Sie den Status einiger der Treiberüberprüfungsflags wechseln, Sie können jedoch nicht die Liste der zu überprüfenden Treiber ändern. Nachdem Sie den Status einiger Kontrollkästchen geändert haben, müssen Sie auf Übernehmen klicken, damit die Änderungen wirksam werden. Die Änderungen werden sofort wirksam, und sie bleiben erhalten, bis Sie zusätzliche Änderungen vornehmen oder den Computer neu starten.

Die Befehlszeilenschnittstelle

Sie können die Datei "Verifier.exe" auch von einer Befehlszeile ausführen. (Geben Sie an einer Eingabeaufforderung verifier.exe /? ein, um weitere Informationen zu erhalten). Die folgende Liste enthält die am häufigsten verwendeten Befehlszeilenflags:
  • verifier.exe /flags Wert [/iolevel 2]
    Legt einen Dezimalwert für die Treiberüberprüfungsflags und eventuell auch die Ebene für die E/A-Überprüfung fest. Wenn Sie eine Liste der verfügbaren Flags anzeigen möchten, geben Sie in einer Eingabeaufforderung verifier.exe /? (ohne Anführungszeichen) ein, oder lesen Sie den Abschnitt "Aktivieren der Treiberüberprüfung" in diesem Artikel.

    Ersetzen Sie den Parameter Wert durch einen der folgenden Bitwerte für die Überprüfung:
    0 - Spezielle Poolüberprüfung
    1 - Erzwungene IRQL-Überprüfung
    2 - Simulation unzureichender Ressourcen
    3 - Poolnachverfolgung
    4 - E/A-Überprüfung
    5 - Deadlock-Erkennung
    6 - Erweiterte E/A-Überprüfung
    7 - DMA-Überprüfung
    Geben Sie zum Beispiel den folgenden Befehl ein:
    c:\verifier /flags 3 /iolevel 2
    HINWEIS: Die standardmäßige E/A-Überprüfungsebene ist 1. Der Wert wird ignoriert, falls das E/A-Überprüfungsbit in den Flags nicht gesetzt ist.
  • verifier.exe /all
    Überprüfung aller Treiber im System.
  • verifier.exe /volatile /flags Wert
    Sofortige Änderung der Überprüfungsflags.
  • verifier.exe /reset
    Löschen aller aktuellen Treiberüberprüfungseinstellungen.
  • verifier /query
    Aktueller Status und Zähler der Treiberüberprüfung werden in der Standardausgabe abgebildet.
  • verifier.exe /log LOG_FILE_NAME [/interval Sekunden]
    Protokolliert Status und Zähler der Treiberüberprüfung in einer Protokolldatei (wobei Sekunden für den von Ihnen angegebenen Zeitraum steht).

Zusätzliche Informationen für Treiberentwickler

Die folgenden Abschnitte beschreiben zusätzliche Details der Einstellungen für die Treiberüberprüfung, die für Treiberentwickler interessant sein können. Diese Einstellungen sind für IT-Fachleute im Allgemeinen nicht erforderlich.
Wichtig Dieser Abschnitt bzw. die Methoden- oder Aufgabenbeschreibung enthält Hinweise zum Bearbeiten der Registrierung. Durch die falsche Bearbeitung der Registrierung können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Daher ist es wichtig, bei der Ausführung der folgenden Schritte sorgfältig vorzugehen. Als Schutzmaßnahme sollten Sie vor der Bearbeitung der Registrierung eine Sicherungskopie erstellen. So ist gewährleistet, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Erstellen und Wiederherstellen einer Sicherungskopie der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
322756  (http://support.microsoft.com/kb/322756/de/ ) Sichern und Wiederherstellen der Registrierung in Windows

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Treiberüberprüfung durch Bearbeiten der Registrierung zu aktivieren:
  1. Starten Sie den Registrierungs-Editor (Regedt32).
  2. Gehen Sie zu folgendem Registrierungsschlüssel: HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management\VerifyDrivers
  3. Bearbeiten Sie den Schlüssel REG_SZ.
Stellen Sie den Schlüssel REG_SZ auf den/die Name(n) des/der Treiber ein (die Groß- und Kleinschreibung ist ohne Bedeutung), den/die Sie überprüfen möchten. Sie können mehrere Treiber angeben, doch Sie können nur einen Treiber verwenden. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass die verfügbaren Systemressourcen nicht vorzeitig ausgelastet werden. Eine vorzeitige Auslastung von Ressourcen führt zwar nicht zu Systemstabilitätsproblemen, aber sie kann dazu führen, dass ein Teil der Treiberüberprüfung umgangen wird.

Die folgende Liste enthält Beispielwerte für den Schlüssel "REG_SZ":
  • Ntfs.sys
  • Win32k.sys ftdisk.sys
  • *.sys
Im folgenden Registrierungsschlüssel können Sie die Ebene der Treiberüberprüfung festlegen: HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management\VerifyDriverLevel Die folgende Liste enthält die möglichen Bitfeldwerte für diesen Schlüssel. Diese Werte können frei kombiniert werden:
  • 0x01: Es wird versucht, alle Zuweisungen aus dem speziellen Pool vorzunehmen.
  • 0x02: Es wird Speicherdruck auf diesen Treiber ausgeübt, um die IRQL-Nutzung in Bezug auf den Zugriff auf auslagerungsfähige Codes und Daten auszuwerten.
  • 0x04: Bei dieser Einstellung schlagen nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Poolzuweisungsanforderungen fehl. Die Aktion wird erst ausgeführt, nachdem das System gestartet wurde und einen Punkt erreicht hat, an dem das Problem behandelt werden muss.
  • 0x08: Aktiviert die Poolzuweisungsverfolgung. Jede Zuweisung muss vor dem Entladen des Treibers frei gemacht werden. Andernfalls führt das System eine Fehlerprüfung durch.
  • 0x10: Aktiviert die E/A-Überprüfung.
HINWEIS: Der Standardwert ist 3, falls der Schlüssel nicht existiert oder Sie keine Ebene für die Treiberüberprüfung festlegen. Der Standardwert ist 0x1B, wenn Sie die bevorzugten Einstellungen in der Treiberüberprüfung verwenden. Zur Verfolgung von reserviertem Speicher versuchen Sie es mit einem Wert von 0xB. Diesen Wert erreichen Sie am einfachsten, indem Sie das Kontrollkästchen Bevorzugte Einstellung aktivieren und das Kontrollkästchen E/A-Überprüfung deaktivieren.
Hinweis Dies ist ein Artikel, der im Schnellverfahren direkt von der Microsoft-Supportorganisation erstellt wurde. Die hierin enthaltenen Informationen werden als Reaktion auf neue Probleme wie besehen bereitgestellt. Da dieser Artikel im Schnellverfahren erstellt wurde, kann er Tippfehler enthalten und zu einem späteren Zeitpunkt ohne vorherige Ankündigung überarbeitet werden. Weitere zu berücksichtigende Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=151500) .

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
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