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Artikel-ID: 268363 - Geändert am: Dienstag, 27. Mai 2008 - Version: 3.4

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
268363  (http://support.microsoft.com/kb/268363/EN-US/ ) Intel Physical Addressing Extensions (PAE) in Windows 2000
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Zusammenfassung

Windows 2000 Advanced Server und Windows 2000 Datacenter Server unterstützen Arbeitsspeicher einer Größe von mehr als 4 GB RAM mithilfe der Physical Addressing Extensions (PAE) von Intel. In Windows 2000 Advanced Server gibt es eine Beschränkung auf 8 GB, während für Windows 2000 Datacenter Server eine Obergrenze von 32 GB gilt. Sie können die PAE in der Datei "Boot.ini" aktivieren. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
  1. Klicken Sie auf Start und anschließend auf Ausführen.
  2. Geben Sie X:\boot.ini ein, wobei X für den Buchstaben des Laufwerks steht, auf dem die Boot-Dateien gespeichert sind ("Ntldr", "Boot.ini" usw.).
  3. Ändern Sie die für Ihr Betriebssystem geltende Zeile, indem Sie die Befehlszeilenoption /PAE an diese Zeile anhängen.
  4. Speichern Sie die Datei, und starten Sie anschließend den Computer neu.
Auch wenn die PAE aktiviert sind, basiert die zugrunde liegende Architektur des Systems immer noch auf linearen 32-Bit-Adressen. Dadurch werden die 2 GB Anwendungsspeicher und die 2 GB Kernelmodusspeicher effektiv erhalten, weil nur 4 GB für Adressen zur Verfügung stehen. Mehrere Prozesse können jedoch unmittelbar von dem vergrößerten Arbeitsspeicher profitieren, weil es weniger wahrscheinlich ist, dass der physische Speicher erschöpft wird und die Auslagerung beginnt. Außerdem können Anwendungen so modifiziert werden, dass sie die AWE-API verwenden, um Speicher außerhalb des Prozessspeichers der Anwendung zuzuweisen und somit die für Anwendungen geltende Beschränkung auf 2 GB zu umgehen.

Weitere Informationen

Wenn die PAE aktiviert sind, geht das Betriebssystem von einer linearen Adressübersetzung auf zwei Ebenen zu einer Adressübersetzung auf drei Ebenen über. Die zusätzliche Übersetzungsebene ermöglicht den Zugriff auf physischen Speicher über 4 GB. Statt eine lineare Adresse für die Indizierung in Speichertabellen auf drei separate Felder aufzuteilen, wird sie auf vier separate Felder aufgeteilt; ein 2-Bit-Feld, zwei 9-Bit-Felder und ein 12-Bit-Feld, das der durch die Intel-Architektur implementierten Seitengröße (4 KB) entspricht.

Bei einem Kontextwechsel wird das CR3-Register durch das Betriebssystem so eingestellt, dass es auf einen "Page Directory Pointer Index" (Seitenverzeichnis-Zeigerindex) mit einer Breite von 2 Bit verweist. Die ersten zwei Bits werden als Index in dieser Tabelle verwendet, wobei der daraus resultierende Wert auf ein Seitenverzeichnis verweist. Das erste 9-Bit-Feld wird dann als Index im Seitenverzeichnis verwendet. Der indizierte Wert verweist dann seinerseits auf eine Seitentabelle. Das zweite 9-Bit-Feld ist ein Index in der Seitentabelle. Dieser Wert verweist auf die Seite im Speicher, auf der sich das gewünschte Byte befindet. Dieses Byte ist einfach zu finden, indem man die verbleibenden zwölf Datenbits verwendet, um eine Indizierung in die Seite durchzuführen.

Wenn Sie mehr Speicher hinzufügen, kann das BIOS die vollständige Menge an physischem Arbeitsspeicher (RAM) erkennen, die auf dem Server installiert ist. Windows erkennt den Arbeitsspeicher jedoch nur zum Teil. Falls der Server über das Feature "Redundant Memory" (redundanter Speicher) verfügt, wird der Arbeitsspeicher Windows nicht vollständig zur Verfügung gestellt. Durch den redundanten Speicher steht dem System beim Fehlschlagen einer Speicherbank eine Failover-Speicherbank zur Verfügung. Durch das Feature "Memory Mirroring" (Speicherspiegelung) werden die Speicherbanken in einen gespiegelten Satz geteilt. Beide Features werden im BIOS aktiviert und es kann nicht über Windows auf sie zugegriffen werden. Eventuell müssen Sie im Benutzerhandbuch des Systems nachschlagen, wie Sie Änderungen an den Einstellungen dieses Features vornehmen können.

Wenn Sie beispielsweise mit einem System arbeiten, das über 4 GB RAM verfügt und Sie dann 4 GB zusätzlichen RAM installieren, erkennt Windows möglicherweise nur 4 GB oder 6 GB statt der gesamten 8 GB des physikalischen Speichers. Eines dieser Features ist möglicherweise ohne Ihr Wissen auf den neuen Speicherbänken aktiviert. In diesem Szenario treten Symptome auf, die auch auftreten können, wenn Sie die Befehlszeilenoption "/PAE" nicht zu der Datei "Boot.ini" hinzufügen.

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Datacenter Server
Keywords: 
kbproductlink kbenv kbinfo kbpae kbperformance KB268363
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