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Artikel-ID: 271361 - Geändert am: Mittwoch, 11. Mai 2011 - Version: 3.0

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
271361  (http://support.microsoft.com/kb/271361/EN-US/ ) How to disable automatic proxy caching in Internet Explorer
Wichtig: Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Bevor Sie die Registrierung bearbeiten, vergewissern Sie sich bitte, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Erstellen einer Sicherungskopie, zum Wiederherstellen und Bearbeiten der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
256986  (http://support.microsoft.com/kb/256986/DE/ ) Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

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Zusammenfassung

Wenn Internet Explorer für die Verwendung eines Skripts für automatische Proxykonfiguration eingerichtet ist, wird der vom Aufruf FindProxyURL zurückgelieferte Proxy zwischengespeichert. Der Zwischenspeicherungsmechanismus (Automatic Proxy Result Cache) arbeitet auf der Basis einzelner Hosts (d. h. nicht auf der Basis einzelner URLs). Auf diese Weise wird verhindert, dass für den gleichen Webserver unterschiedliche Proxys verwendet werden. Dieses Verhalten wird im folgenden Beispielszenario veranschaulicht:
  • Konfigurieren Sie einen Webserver mit dem Namen "Webserver" und zwei virtuellen Ordnern: "/login" und "/test".
  • Erstellen Sie folgende PAC-Datei:
    function FindProxyForURL (url, host)
    {
    if shExpMatch (url, "http://webserver/login") return "DIRECT";
    else return "PROXY myproxy:80";
    }
  • Konfigurieren Sie Internet Explorer für die Verwendung dieser PAC-Datei.
  • Starten Sie Internet Explorer, und geben Sie folgende Webadresse ein:
    http://webserver/login
    Internet Explorer lädt die PAC-Datei und verwendet korrekterweise eine direkte Verbindung.
  • Geben Sie nach dem Erscheinen der Anmeldeseite Folgendes ein: http://webserver/test. Wenn Sie den Netzwerkmonitor verwenden, werden Sie feststellen, dass beim Zugriff auf "http://webserver/test" ebenfalls eine direkte Verbindung verwendet wird, und nicht "myproxy".

Weitere Informationen

Das automatische Zwischenspeichern der Proxyermittlung ist eine Erweiterung zur Leistungsverbesserung, die in Internet Explorer 5.5 oder höher zur Verfügung steht. Der Zweck des Zwischenspeicherns ist, dass auf der Clientseite das Skript für die automatische Proxykonfiguration seltener abgearbeitet wird. Beim Verbinden mit einer Internetsite wird zum Ermitteln des zu verwendenden Proxys die Funktion FindProxyURL verwendet. Internet Explorer 5.5 oder höher überprüft zunächst, ob sich im Zwischenspeicher bereits bei früheren Verbindungsversuchen mit dem Host ermittelte Proxys befinden. Wenn diese Überprüfung ein negatives Ergebnis hat, weist dies darauf hin, dass es sich während der aktuellen Sitzung um den ersten Verbindungsversuch mit dem Host handelt. Es kommt dann die herkömmliche Logik zum Ermitteln des Proxys zur Anwendung. In der folgenden Liste ist die Logik aufgeführt, mit der Internet Explorer 5.5 oder höher ermittelt, ob ein, und wenn ja welcher, Proxy verwendet werden soll:
  • Falls in Internet Explorer die Option Automatische Suche der Einstellungen aktiviert ist, wird ein Versuch unternommen, die Datei "Wpad.dat" vom lokalen Netzwerk (LAN) zu laden und als Skript für automatische Proxykonfiguration zu verarbeiten. Falls das Skript einen Proxy zurückliefert und Internet Explorer unter Verwendung des Proxys eine Verbindung hergestellt hat, wird der automatische Zwischenspeicher für die Proxyermittlung mit dem Host und dem Namen des ermittelten Proxyservers aktualisiert.
  • Falls in Internet Explorer die Option Automatisches Konfigurationsskript verwenden aktiviert ist, wird das Skript für automatische Proxykonfiguration heruntergeladen und verarbeitet. Falls das Skript einen Proxy zurückliefert und Internet Explorer unter Verwendung des Proxys eine Verbindung hergestellt hat, wird der automatische Zwischenspeicher für die Proxyermittlung mit dem Host und dem Namen des ermittelten Proxyservers aktualisiert.
  • Falls Internet Explorer für die Verwendung eines statischen Proxyservers konfiguriert ist, wird der Name des Proxyservers aus der Registrierung ausgelesen.
Wenn Internet Explorer ein Skript für automatische Proxykonfiguration verwendet, wird eine Verbindung mit dem Proxyserver hergestellt, sofern sich aus der Verarbeitung des Skripts ergibt, dass ein Proxy verwendet werden soll. Falls mit dem Proxyserver keine Verbindung aufgebaut werden kann, wird der Name des Proxyservers der Liste nicht erreichbarer Proxyserver hinzugefügt, so dass er die nächsten 30 Minuten nicht verwendet wird. Falls das Skript für automatische Proxykonfiguration mehrere Proxys zurückgeliefert hat, wird der Verbindungsaufbau mit dem nächsten Proxy auf der Liste versucht. Dies geschieht so lange, bis die Liste komplett abgearbeitet ist oder eine Verbindung hergestellt werden kann. Wenn die Liste komplett abgearbeitet wurde, ohne dass eine Verbindung hergestellt werden konnte, wird in Internet Explorer die Fehlermeldung "Die Seite kann nicht angezeigt werden" ausgegeben.

Wenn eine Verbindung unter Verwendung eines Proxyservers hergestellt wurde, werden der Hostname der Site und der Name des Proxyservers zwischengespeichert. Bei weiteren Verbindungsversuchen zu diesem Hostnamen in der gleichen Sitzung verfügt Internet Explorer nun über zwischengespeicherte Informationen darüber, welcher Proxy zu verwenden ist. Es wird daher versucht, alle folgenden Verbindungen zu dem Host unter Verwendung des Proxys herzustellen, der bereits davor verwendet wurde. Das bedeutet, dass das Skript für automatische Proxykonfiguration nicht erneut abgearbeitet und in Internet Explorer die Fehlermeldung "Die Seite kann nicht angezeigt werden" ausgegeben wird, wenn der zwischengespeicherte Proxy während der Sitzung zu einem Zeitpunkt nicht verfügbar sein sollte.

Damit redundante Proxys verwendet werden, muss u. U. der Zwischenspeicher für ermittelte Proxys deaktiviert werden. Dies hat die clientseitige Verarbeitung aller von Internet Explorer gesendeten GET-Anforderungen zur Folge. Hieraus können sich negative Auswirkungen auf die Leistung von Internet Explorer ergeben, je nach der im Skript für automatische Proxykonfiguration verwendeten Logik und je nach Umfang des Skripts. Gehen Sie folgendermaßen vor, um das automatische Zwischenspeichern ermittelter Proxys zu deaktivieren.

Hinweis: Das Deaktivieren der automatischen Zwischenspeicherung ermittelter Proxys hat u. U. Auswirkungen auf Internet Explorer.

Methode 1: Ändern der Registrierung

Warnung: Die unkorrekte Verwendung des Registrierungs-Editors kann schwerwiegende Probleme verursachen, die das gesamte System betreffen und eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungs-Editors herrühren, behoben werden können. Benutzen Sie den Registrierungs-Editor auf eigene Verantwortung.

Sie können das automatische Zwischenspeichern ermittelter Proxys deaktivieren, indem Sie den folgenden Registrierungsschlüssel ändern:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings

Name: EnableAutoproxyResultCache
Typ: REG_DWORD
Wert: 0 = Zwischenspeicherung deaktiviert; 1 (oder Schlüssel nicht vorhanden) = Zwischenspeicherung ermittelter Proxys aktiviert (standardmäßiges Verhalten)
Falls der Registrierungsschlüssel nicht vorhanden ist, können Sie ihn mit folgender Registrierungsdatei erstellen:
Windows-Registrierungs-Editor Version 5.00

[HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings]"EnableAutoProxyResultCache"=dword:00000000"

Methode 2: Ändern der Gruppenrichtlinieneinstellungen

  1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, geben Sie gpedit.msc im Feld Öffnen ein, und klicken Sie anschließend auf OK.
  2. Doppelklicken Sie im Gruppenrichtlinieneditor auf Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Internet Explorer.
  3. Doppelklicken Sie auf Zwischenspeichern von Autoproxy-Skripts deaktivieren.
  4. Klicken Sie auf Aktiviert und anschließend auf OK.
Die Verwendung dieses Registrierungsschlüssels ist u. U. bei Verbindungen über einen Proxyserver erforderlich, der sichere und nichtsichere Anforderungen auf dem gleichen Server verarbeitet. Ein Beispiel für dieses Verhalten ist die Proxyserversoftware SQUID. Da Internet Explorer normalerweise Port-Informationen zwischenspeichert, wird eine sichere Anforderung u. U. nicht an die richtige Port-Nummer gesendet, wenn sichere und nichtsichere Anforderungen an den gleichen Server, aber an unterschiedliche Port-Nummern gesendet werden sollen. Weitere Informationen zur neu hinzugekommenen Liste nicht erreichbarer Proxyserver finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
320507  (http://support.microsoft.com/kb/320507/DE/ ) Internet Explorer: 30 Minuten lang kein erneuter Verbindungsversuch zu nicht erreichbarem Proxy-Server

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Windows Internet Explorer 9
  • Windows Internet Explorer 8
  • Windows 7 Enterprise
  • Windows 7 Enterprise N
  • Windows 7 Home Basic
  • Windows 7 Home Premium
  • Windows 7 Home Premium N
  • Windows 7 Professional
  • Windows 7 Professional N
  • Windows 7 Starter
  • Windows 7 Starter N
  • Windows 7 Ultimate
  • Windows 7 Ultimate N
  • Microsoft Internet Explorer 6.0
  • Windows Internet Explorer 7
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