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Artikel-ID: 303079 - Geändert am: Freitag, 16. Juni 2006 - Version: 4.1

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
303079  (http://support.microsoft.com/kb/303079/EN-US/ ) How to Locate and Correct Disk Space Problems on NTFS Volumes
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

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Zusammenfassung

Das Dateisystem NTFS unterstützt eine Vielzahl von Funktionen für Volumes und Dateien. In manchen Fällen kann es dazu kommen, dass Speicherplatz entweder fälschlicherweise als frei oder als verloren gemeldet wird. Ein NTFS-Volume kann zum Beispiel plötzlich und ohne erkennbaren Grund scheinbar sehr voll sein, und auch ein Administrator ist nicht in der Lage, die Ursache oder die problematischen Ordner und Dateien zu identifizieren. Ursache hierfür kann sein, dass sich ein Benutzer böswilligen oder unberechtigten Zugriff auf ein NTFS-Volume verschafft hat, bei dem insgeheim entweder sehr große Dateien oder eine große Anzahl kleiner Dateien kopiert und anschließend die NTFS-Berechtigungen für diese Dateien entfernt oder eingeschränkt wurden. Dieses Verhalten kann auch nach einer Fehlfunktion des Computers oder nach einem Stromausfall auftreten, die bzw. der eine Beschädigung des Volumes zur Folge hat.

Dieser Artikel beschreibt, wie Sie die Zuordnung des Speicherplatzes durch das NTFS-Dateisystem überprüfen können, um entweder problematische Dateien und Ordner zu identifizieren oder eine Beschädigung des Volumes festzustellen. Dieser Artikel bezieht sich auf Windows 2000 und höhere Betriebssysteme, die einige erweiterte Speicherfunktionen und Methoden zur Problembehandlung unterstützen. Jedoch enthält der Artikel auch nützliche Informationen für Windows NT-Benutzer. Mögliche Gründe für scheinbar fehlerhafte Angaben zur Speicherplatzzuordnung eines NTFS-Volumes sind:
  • Die Clustergröße des NTFS-Volumes ist zu groß für die Durchschnittsgröße der Dateien, die dort gespeichert werden.
  • Dateiattribute oder NTFS-Berechtigungen verhindern, dass bei Verwendung von Windows Explorer oder einer Windows-Eingabeaufforderung eine Anzeige von oder ein Zugriff auf Dateien oder Ordner erfolgt.
  • Der Ordnerpfad besteht aus mehr als 255 Zeichen.
  • Verzeichnisse oder Dateien enthalten ungültige oder reservierte Dateinamen.
  • NTFS-Metadateien (wie z. B. die Masterdateitabelle; Master File Table = MFT) sind angewachsen und Sie können deren Zuordnung nicht mehr aufheben.
  • Dateien oder Ordner enthalten alternative Datenströme.
  • Aufgrund einer Beschädigung des NTFS-Dateisystems wird freier Speicherplatz als benutzter Speicherplatz gemeldet.
  • Auch andere NTFS-Funktionen verursachen eventuell eine wirre Dateizuordnung.

Weitere Informationen

Die folgenden Informationen können Ihnen helfen, die Art und Weise, in der Ihre NTFS-Volumes Festplattenspeicher verwenden, zu optimieren, zu korrigieren und besser zu verstehen.

Zu große Clustergröße

Speicherplatz kann nur von Dateien und Verzeichnissen belegt werden, die interne NTFS-Metadateien wie z. B. die Masterdateitabelle, Verzeichnisindizes usw. beinhalten. Die gesamten Ressourcen für die Dateispeicherplatzzuordnung werden verbraucht, indem ein Vielfaches eines Clusters verwendet wird. Bei einem Cluster handelt es sich um eine Sammlung von aufeinander folgenden Sektoren. Die Clustergröße wird beim Formatieren des Volumes festgelegt und hängt darüber hinaus von der Größe der Partition ab.

Weitere Informationen zu Clustern finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
140365  (http://support.microsoft.com/kb/140365/DE/ ) Standard-Clustergröße für FAT und NTFS
Eine Datei belegt bei ihrer Erstellung abhängig von der anfänglichen Dateigröße den Mindestplatz für einen einzelnen Cluster. Wenn Daten zu der Datei hinzugefügt wurden, erhöht NTFS den der Datei zugeordneten Speicherplatz um jeweils ein Vielfaches der Clustergröße.

Führen Sie einen schreibgeschützten Befehl chkdsk über eine Eingabeaufforderung aus, um die aktuelle Clustergröße und statistische Daten zu dem Volume zu ermitteln.
IE: Chkdsk D:
Sehen Sie sich die Ausgabe dieses Befehls an. Beispiel:
   4096543 KB total disk space. <--- Total formatted disk capacity. 
   2906360 KB in 19901 files. <--- Space used by user file data.
      6344 KB in 1301 indexes. <--- Space used by NTFS indexes.
         0 KB in bad sectors.  <--- Space lost to bad sectors.
     49379 KB in use by the system.  <--- Includes MFT and other NTFS metafiles.
     22544 KB occupied by the log file.  <--- NTFS Log file - (Can be adjusted using chkdsk /L:size)
   1134460 KB available on disk.  <--- Available FREE disk space

      4096 bytes in each allocation unit.  <--- Cluster Size. (4K)
   1024135 total allocation units on disk. <--- Total Clusters on disk.
    283615 allocation units available on disk. <--- Available free clusters.
				
Hinweis: Zur Berechnung der exakten Größe in Byte ist jeder in Kilobyte (KB) angezeigte Wert mit 1024 zu multiplizieren. Beispiel: 2906360 x 1024 = 2.976.112.640 Bytes.

Anhand dieser Ausgabedaten können Sie die Standardclustergröße und die Belegung des Festplattenspeichers ermitteln. Stellen Sie fest, wie viel Festplattenspeicher übermäßig belegt ist, um zu überprüfen, ob dies die optimale Clustergröße ist:
  1. Doppelklicken Sie auf Arbeitsplatz und anschließend auf den Laufwerkbuchstaben (beispielsweise D) des Datenträgers, den Sie überprüfen möchten.

    Dadurch wird das Volume geöffnet, und Sie sehen, welche Dateien und Ordner der Stammordner enthält.
  2. Klicken Sie auf eine beliebige Datei oder einen beliebigen Ordner. Klicken Sie dann im Menü Bearbeiten auf Alles markieren.
  3. Während alle Dateien und Ordner markiert sind, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Datei oder einen Ordner, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.

    Ein Dialogfeld Eigenschaften wird geöffnet, das eine Registerkarte Allgemein enthält. Außerdem wird die Gesamtzahl aller Dateien und Verzeichnisse auf dem gesamten Volume angezeigt, zusätzlich zwei Statistikangaben zur Dateigröße: Größe und Größe auf Datenträger.
Wenn Sie keine NTFS-Komprimierung für Dateien oder Ordner auf dem Datenträger verwenden, errechnet sich die Menge des übermäßig belegten Speicherplatzes aus der Differenz zwischen dem Wert Größe und dem Wert Größe auf Datenträger, die daraus resultiert, dass die Clustergröße größer als erforderlich ist. Möglicherweise sollten Sie eine optimale Clustergröße verwenden, damit die Differenz zwischen den Werten Größe und Größe auf Datenträger so gering wie möglich ist. Eine erhebliche Differenz zwischen Größe und Größe auf Datenträger ist ein Indiz dafür, dass die Standardclustergröße zu groß ist für die durchschnittliche Größe der Dateien, die auf dem Volume gespeichert werden, und reduziert werden sollte. Das ist nur durch eine Sicherung des Datenträgers und seine anschließende Neuformatierung möglich. Verwenden Sie dazu den Befehl format mit der Befehlszeilenoption /a, um die entsprechende Zuordnungsgröße festzulegen:
IE: format D: /a:2048
(In diesem Beispiel wird eine Clustergröße von 2 KB verwendet).

Hinweis: Alternativ dazu können Sie die NTFS-Komprimierung aktivieren, um den aufgrund einer falschen Clustergröße verlorenen Speicherplatz wiederzugewinnen. Dies kann allerdings einen geringen Leistungsverlust zur Folge haben.

Dateiattribute oder NTFS-Berechtigungen

Sowohl mit Windows Explorer als auch mit dem Befehl
dir /a /s
zum Auflisten von Verzeichnissen können Sie die Datei- und Verzeichnisstatistik nur für die Dateien und Verzeichnisse anzeigen, für die Sie die Zugriffsberechtigung besitzen. Standardmäßig werden versteckte Dateien und geschützte Betriebssystemdateien nicht angezeigt. Dies kann dazu führen, dass im Windows Explorer oder durch den Befehl
dir
fehlerhafte Statistikwerte zu Größe und Anzahl von Dateien und Ordnern angezeigt werden. Gehen Sie folgendermaßen vor, um diese Dateitypen in die Gesamtstatistik einzubeziehen, indem Sie die Ordneroptionen ändern:
  1. Doppelklicken Sie auf Arbeitsplatz und anschließend auf den Laufwerkbuchstaben (D) des Datenträgers, den Sie überprüfen möchten. Dadurch wird das Volume geöffnet, und Sie sehen, welche Dateien und Ordner der Stammordner enthält.
  2. Klicken Sie im Menü Extras auf Ordneroptionen und anschließend auf die Registerkarte Ansicht.
  3. Aktivieren Sie die Option Alle Dateien und Ordner anzeigen, und deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Geschützte Systemdateien ausblenden.
  4. Bestätigen Sie die Warnung, und klicken Sie auf Übernehmen.
Durch diese Änderung können Windows Explorer und der Befehl dir /a /s eine Statistik für alle Dateien und Verzeichnisse auf dem Volume anzeigen, für die der Benutzer die Zugriffsberechtigung besitzt.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um Ordner und Dateien zu ermitteln, auf die Sie nicht zugreifen können:
  1. Geben Sie an einer Eingabeaufforderung die Ausgabe des Befehls dir /a /s in einer Textdatei aus.

    Beispiel: DIR D: /A /S >C:\D-DIR.TXT
  2. Führen Sie ntbackup.exe aus, und wählen Sie die Option Details auf der Registerkarte Sicherungsprotokoll unter Optionen im Menü Extras.

    Dadurch werden detaillierte Sicherungsprotokolle ermöglicht.
  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Sicherung, und erstellen Sie eine Sicherungskopie des gesamten betroffenen Datenträgers (in diesem Beispiel Laufwerk D).
  4. Sehen Sie sich nach Beendigung des Sicherungsvorgangs den Sicherungsbericht an. Vergleichen Sie Verzeichnis für Verzeichnis die Protokollausgabe von NTbackup mit der Ausgabe des Befehls d-dir.txt, die Sie in Schritt 1 gespeichert haben.
Da das Sicherungsprogramm auf alle Dateien zugreifen kann, enthält seine Ausgabe möglicherweise Ordner und Dateien, die weder mit Windows Explorer noch mit dem Befehl dir angezeigt werden können. Wenn Sie nach großen Dateien oder Verzeichnissen suchen, auf die Sie mit Windows Explorer nicht zugreifen können, ist es unter Umständen einfacher, die grafische Oberfläche (GUI) von NTBackup zum Durchsuchen des Volumes zu verwenden, ohne tatsächlich eine Sicherungskopie des Volumes zu erstellen.

Nachdem Sie Dateien ausfindig gemacht haben, auf die Sie keinen Zugriff haben, sollten Sie Berechtigungen hinzufügen oder ändern können, indem Sie die Registerkarte Sicherheit verwenden, während Sie die Eigenschaften der Datei oder des Ordners in Windows Explorer anzeigen. Standardmäßig haben Sie keinen Zugriff auf das Verzeichnis "System Volume Information". Sie müssen die richtigen Berechtigungen festlegen, um dieses Verzeichnis in den Befehl dir /a /s einzubeziehen.

Hinweis: Eventuell stellen Sie fest, dass es für einige Verzeichnisse oder Dateien keine Registerkarte Sicherheit gibt, oder Sie können die Berechtigungen für die betreffenden Ordner und Dateien nicht neu festlegen. Wenn Sie versuchen, auf diese Dateien und Ordner zuzugreifen, kann die folgende Fehlermeldung angezeigt werden:
Auf D:\Ordnername\ kann nicht zugegriffen werden.

Der Zugriff wurde verweigert
Wenden Sie sich an die Microsoft Product Support Services, wenn Sie auf solche Verzeichnisse stoßen.
http://support.microsoft.com/default.aspx?ln=DE (http://support.microsoft.com/default.aspx?ln=de)

Ungültige Dateinamen

Verzeichnisse oder Dateien, die ungültige oder reservierte Dateinamen beinhalten, sind unter Umständen in den Datei- bzw. Verzeichnisstatistiken ebenfalls nicht berücksichtigt. Verzeichnisse oder Dateien, die führende oder endende Leerzeichen beinhalten, sind zwar in NTFS gültig, nicht jedoch im Win32-Subsystem. Aus diesem Grund können weder Windows Explorer noch eine Eingabeaufforderung zuverlässig mit diesen Ordnern oder Dateien arbeiten.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
120716  (http://support.microsoft.com/kb/120716/DE/ ) Entfernen von Dateien mit reservierten Namen in Windows
Häufig ist es nicht möglich, diese Dateien oder Ordner umzubenennen oder zu löschen. Wenn Sie dies versuchen, wird möglicherweise eine der folgenden Fehlermeldungen angezeigt:
Fehler beim Umbenennen der Datei oder des Ordners

Datei kann nicht umbenannt werden: Die Quelldatei oder vom Quelldatenträger kann nicht gelesen werden.
-oder-
Fehler beim Löschen der Datei oder des Ordners

Datei kann nicht gelöscht werden: Die Quelldatei oder vom Quelldatenträger kann nicht gelesen werden.
Wenden Sie sich an die Microsoft Product Support Services, wenn Sie Verzeichnisse oder Dateien nicht löschen oder umbenennen können.
http://support.microsoft.com/default.aspx?ln=DE (http://support.microsoft.com/default.aspx?ln=de)

Vergrößerung der NTFS Master File Table (MFT)

Beim Erstellen und Formatieren eines NTFS-Volumes werden NTFS-Metadateien erstellt. Eine dieser Metadateien hat den Namen "Masterdateitabelle" (Master File Table = MFT). Diese Datei ist bei ihrer Erstellung sehr klein (ca. 16 KB), wächst jedoch mit dem Anlegen weiterer Dateien und Verzeichnisse auf dem Datenträger immer mehr an. Wenn eine Datei erstellt wird, wird ein Eintrag in der MFT als Datensatzsegment (File Record Segment = FRS) erstellt, das immer eine Größe von 1024 Bytes (1 KB) aufweist. Durch das Hinzufügen weiterer Dateien auf dem Volume vergrößert sich die MFT entsprechend. Beim Löschen von Dateien werden die entsprechenden FRSs markiert als zur erneuten Verwendung verfügbar, die Gesamtanzahl der FRSs und die entsprechende MFT-Zuordnung bleiben jedoch unverändert. Dies ist die Erklärung dafür, dass nach dem Löschen einer großen Anzahl von Dateien der von der MFT belegte Speicherplatz nicht wieder zur Verfügung steht.

Analysieren Sie das Volume mit dem in Windows enthaltenen Defragmentierungsprogramm, um die exakte Größe der MFT zu bestimmen. Sehen Sie sich den Defragmentierungsbericht an, um detaillierte Informationen zu Größe und Anzahl der Fragmente in der MFT zu erhalten.

Beispiel:

Master File Table (MFT) fragmentation
	Total MFT size =        26,203 KB
	MFT record count =      21,444
	Percent MFT in use =    81 %
	Total MFT fragments =   4
				
Ein besseres Bild des vom gesamten NTFS-Dateisystem verwendeten Speicherplatzes (Kapazität), erhalten Sie, wenn Sie den Befehl chkdsk ausführen und anschließend die Ausgabe für die folgende Zeile überprüfen:
In use by system.
Derzeit sind lediglich Defragmentierungsprogramme von Fremdanbietern dazu in der Lage, unbenutzte MFT-FRS-Datensätze zu konsolidieren und ungenutzten, aber zugeordneten MFT-Platz wieder verfügbar zu machen.

Alternative Datenströme

Im NTFS können Dateien und Verzeichnisse alternative Datenströme enthalten. Dank dieser Funktion können mehrfache Datenzuordnungen mit einer einzelnen Datei oder einem Verzeichnis vorgenommen werden. Beachten Sie folgende Einschränkungen, wenn Sie alternative Datenströme für Dateien und Verzeichnisse benutzen.

  • Windows Explorer und der Befehl dir geben Daten in alternativen Datenströmen nicht als Teil der Dateigröße oder der Datenträgerstatistik an. Stattdessen zeigen sie lediglich die Gesamtanzahl der Bytes für den primären Datenstrom an.
  • Die Ausgabe des Befehls chkdsk hingegen liefert exakte Werte für die Benutzerdatendateien, einschließlich der alternativen Datenströme.
  • Datenträgerkontingente geben sämtliche Zuordnungen von Datenströmen an, die Teil der Datendateien eines Benutzers sind.
  • NTBackup zeichnet im Sicherungsprotokoll die Anzahl der gesicherten Bytes auf. Dabei wird jedoch weder angezeigt, welche Dateien alternative Datenströme enthalten, noch wie groß die Dateien genau sind, die Daten in alternativen Datenströmen enthalten.


Beschädigung des NTFS-Dateisystems

In sehr seltenen Fällen werden die NTFS-Metadateien $MFT oder $BITMAP beschädigt und führen so zu verlorenem Speicherplatz. Führen Sie den Befehl chkdsk /f für das entsprechende Volume aus, um das Problem zu identifizieren und zu beheben. Gegen Ende des chkdsk-Vorgangs wird folgende Fehlermeldung angezeigt, falls die $BITMAP angepasst werden muss:
Fehler in MFT-Spiegelung (Master File Table) werden berichtigt.
CHKDSK hat freien Speicher gefunden, der in der MFT-Bitmap (Master File Table) als zugeordnet gekennzeichnet ist.
Windows hat Probleme im Dateisystem behoben.

Dateizuordnungsprobleme aufgrund anderer NTFS-Funktionen

NTFS unterstützt auch feste Verknüpfungen und Analysepunkte, die das Erstellen von Bereitstellungspunkten für Volumes oder Verzeichnisabzweigungen ermöglichen. Diese zusätzlichen NTFS-Funktionen können Verwirrung stiften, wenn bestimmt werden soll, wie viel Speicherplatz auf einem physikalischen Volume belegt ist.

Bei einer festen Verknüpfung handelt es sich um einen Verzeichniseintrag für eine Datei, der unabhängig vom tatsächlichen Speicherort der Datei auf dem Volume ist. Jede Datei besitzt mindestens eine feste Verknüpfung. Auf NTFS-Volumes kann jede Datei mehrere feste Verknüpfungen haben. Aus diesem Grund wird eine Datei unter Umständen in mehreren Verzeichnissen angezeigt (oder sogar im selben Verzeichnis mit unterschiedlichen Namen). Da alle Verknüpfungen auf dieselbe Datei verweisen, können Programme irgendeine dieser Verknüpfungen öffnen und die Datei verändern. Eine Datei wird erst aus dem Dateisystem gelöscht, nachdem alle auf sie verweisenden Verknüpfungen gelöscht wurden. Nach dem Erstellen einer festen Verknüpfung können Programme die Verknüpfung wie jeden anderen Dateinamen auch verwenden. Beachten Sie, dass in Windows Explorer und an der Eingabeaufforderung alle verknüpften Dateien als gleich groß angezeigt werden, auch wenn sie dieselben Daten enthalten und nicht wirklich diesen Speicherplatz beanspruchen.

Bereitstellungspunkte für Volumes und Verzeichnisabzweigungen ermöglichen es, dass ein leerer Ordner auf einem NTFS-Volume auf das Stammverzeichnis oder einen Unterordner auf einem anderen Volume verweisen kann. Windows Explorer und der Befehl dir /s folgen diesem Analysepunkt, zählen die Dateien und Verzeichnisse auf dem Zielvolume und nehmen sie dann in die Statistik des Hostvolumes auf. Dieses Verhalten kann Sie zu der Annahme verleiten, dass auf dem Hostvolume mehr Speicherplatz belegt ist als tatsächlich der Fall ist. Weitere Informationen zu Verzweigungspunkten finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
205524  (http://support.microsoft.com/kb/205524/DE/ ) Erstellen und Bearbeiten von NTFS-Abzweigungspunkten
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie zur Bestimmung des auf einem Volume belegten Speicherplatzes die Ausgabe des Befehls chkdsk, die NTBackup-Benutzeroberfläche oder Sicherungsprotokolle verwenden können. Andererseits unterliegen Windows Explorer und der Befehl dir einigen Einschränkungen und haben Nachteile, wenn sie zu diesem Zweck eingesetzt werden.

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
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