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Artikel-ID: 310298 - Geändert am: Montag, 8. März 2004 - Version: 3.0

Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D310298
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
310298  (http://support.microsoft.com/kb/310298/EN-US/ ) How to Use Portqry.exe to Troubleshoot Microsoft Exchange Server Connectivity Issues
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt, wie Sie "Portqry.exe" zur Problembehandlung bei Microsoft Exchange Server-Verbindungen einsetzen können. Das Befehlszeilenprogramm "Portqry.exe" unterstützt Sie bei der Behandlung von Problemen mit TCP/IP-Verbindungen. "Portqry.exe" kann unter Windows 2000 eingesetzt werden. Es meldet den Portstatus von TCP- und UDP-Zielports auf einem Remotecomputer.

Im Zusammenhang mit Microsoft Exchange Server können Sie "Portqry.exe" zur Problembehandlung in Fällen verwenden, in denen einfache TCP/IP-Verbindungen zu überprüfen sind. Dies kann in Umgebungen mit Firewalls sinnvoll sein. Mit "Portqry.exe" können Sie die Verbindungen zu TCP/IP-Ports überprüfen, die von Exchange-Servern für SMTP, POP3, IMAP, LDAP, RPC, NetBIOS und DNS verwendet werden.

Hinweis: "Portqry.exe" steht ab sofort in der Version 2 bereit. Der Link zum Microsoft Download Center am Ende dieses Artikels wurde aktualisiert und verweist nun auf die neue Version. Die Version 1.0 von "Portqry.exe" steht nicht mehr im Microsoft Download Center zur Verfügung.

Weitere Informationen

Mithilfe eines Telnet-Clients wird in der Regel geprüft, ob ein SMTP-, POP3- oder IMAP-Dienst einen TCP-Port auf einem E-Mail-Server abfragt. Zwar kann mit Telnet festgestellt werden, ob diese Ports empfangsbereit sind. Es wird jedoch nicht angezeigt, ob die Ports gefiltert werden. Telnet-Clients können normalerweise nicht dazu verwendet werden, UDP-Ports wie z. B. LDAP oder RPC zu testen. "Portqry.exe" meldet den Status eines Ports wie folgt:

Listening (Empfangsbereit)

Ein Prozess fragt den Port auf dem von Ihnen gewählten Computer ab. "Portqry.exe" hat eine Antwort vom Port erhalten.

Not Listening (Nicht empfangsbereit)

Kein Prozess fragt den Zielport auf dem Zielsystem ab. "Portqry.exe" hat vom UDP-Zielport eine ICMP-Meldung (Internet Control Message Protocol = ICMP) "Ziel nicht erreichbar - Port nicht erreichbar" erhalten. Wenn der Zielport ein TCP-Port ist, erhält "Portqry.exe" ein TCP-Bestätigungspaket mit dem Reset-Flag.

Filtered (Gefiltert)

Der Port auf dem von Ihnen gewählten Computer wird gefiltert. "Portqry.exe" hat keine Antwort vom Port erhalten. Ein Prozess fragt den Port möglicherweise ab oder auch nicht. Standardmäßig werden TCP-Ports dreimal abgefragt. UDP-Anschlüsse werden einmal abgefragt, bevor gemeldet wird, dass der Port gefiltert wird.

"Portqry.exe" kann einen einzelnen Port, eine geordnete Liste von Ports oder ein sequenziellen Bereich von Ports abfragen.

"Portqry.exe" zeigt außerdem "erweiterte Informationen" an, die von einigen Ports zurückgegeben werden. "Portqry.exe" sucht nach "erweiterten Informationen" bei Ports, die von SMTP-, POP3-, IMAP4- und FTP-Diensten abgefragt werden.

Ein Beispiel ist SMTP. Standardmäßig fragt SMTP den TCP-Port 25 ab. Wenn "Portqry.exe" feststellt, dass der TCP-Port 25 auf einem Zielcomputer empfangsbereit ist, meldet das Befehlszeilenprogramm alle "erweiterten" Informationen zurück, die der antwortende Dienst liefert.

Beispiele

Sie führen folgenden Befehl aus:
portqry -n MyMailServer -p tcp -e 25

TCP port 25 (smtp service): LISTENING
Die folgenden Daten werden vom Port zurückgegeben:
220 MyMailServer.eu.reskit.com Microsoft ESMTP MAIL Service, Version: 5.0.2195.2966 ready at date and time -0700
In diesem Beispiel enthalten die Ausgabedaten einen Hinweis auf den Typ des SMTP-Servers, der den Port abfragt. Diese Informationen können nützlich für die Problembehandlung bei E-Mail-Verbindungen sein. Mit "Portqry.exe" können Sie POP3- und IMAP-Dienste genauso abfragen.

"Portqry.exe" kann auch einen LDAP-Dienst abfragen. Es kann eine LDAP-Abfrage senden (über UDP und TCP) und eine Antwort des LDAP-Servers auf die Abfrage interpretieren. Die Antwort vom LDAP-Server wird ausgewertet, formatiert und dem Benutzer angezeigt.

Sie führen folgenden Befehl aus:
portqry -n myserver -p udp -e 389
"Portqry.exe" löst den UDP-Port 389 über die Datei "systemroot\system32\drivers\etc\services" automatisch auf. Diese Datei ist auf jedem Windows 2000-Computer verfügbar. Wenn es den Port für den LDAP-Dienst auflöst, sendet es ein unformatiertes Benutzerdatagramm an UDP-Port 389 auf dem Zielcomputer. "Portqry.exe" erhält keine Antwort vom Port, da der LDAP-Dienst nur auf eine richtig formatierte LDAP-Abfrage antwortet. "Portqry.exe" meldet jedoch, dass der Port empfangsbereit oder gefiltert ist. Das Befehlszeilenprogramm sendet dann eine richtig formatierte LDAP-Abfrage an UDP-Port 389. Wenn es eine Antwort auf die Abfrage erhält, liefert es die gesamte Antwort an den Benutzer zurück und meldet, dass der Port empfangsbereit ist. Erhält "Portqry.exe" keine Antwort auf die Abfrage, meldet es, dass der Port gefiltert ist.

Beispielausgabe

UDP port 389 (unknown service): LISTENING or FILTERED
Sending LDAP query to UDP port 389...
LDAP query response:

currentdate: 09/03/2001 05:42:40 (unadjusted GMT)
subschemaSubentry:
CN=Aggregate,CN=Schema,CN=Configuration,DC=eu,DC=reskit,DC=com
dsServiceName: CN=NTDS
Settings,CN=myserver,CN=Servers,CN=eu,CN=Sites,CN=Configuration,DC=eu,DC=reskit,DC=com
namingContexts: DC=redmond,DC=eu,DC=reskit,DC=com
defaultNamingContext: DC=eu,DC=reskit,DC=com
schemaNamingContext: CN=Schema,CN=Configuration,DC=eu,DC=reskit,DC=com
configurationNamingContext: CN=Configuration,DC=eu,DC=reskit,DC=com
rootDomainNamingContext: DC=eu,DC=reskit,DC=com
supportedControl: 1.2.840.113556.1.4.319
supportedLDAPVersion: 3
supportedLDAPPolicies: MaxPoolThreads
highestCommittedUSN: 4259431
supportedSASLMechanisms: GSSAPI
dnsHostName: myserver.eu.reskit.com
ldapServiceName: eu.reskit.com:myserver$@eu.RESKIT.COM
serverName: CN=MYSERVER,CN=Servers,CN=Sites,CN=Configuration,DC=eu,DC=reskit,DC=com
supportedCapabilities: 1.2.840.113556.1.4.800
isSynchronized: TRUE
isGlobalCatalogReady: TRUE

======== End of LDAP query response ========
UDP port 389 is LISTENING
In diesem Beispiel ist Port 389 empfangsbereit. Die Ausgabe zeigt, welcher LDAP-Dienst den Port abfragt, und enthält einige Details zur Konfiguration des Dienstes. Diese Informationen können bei der Behandlung verschiedener Probleme nützlich sein.

"Portqry.exe" kann (über UDP und TCP) eine Abfrage an die RPC-Endpunktzuordnung schicken und die Antwort interpretieren. Diese Abfrage gibt alle zu diesem Zeitpunkt bei der RPC-Endpunktzuordnung registrierten Endpunkte aus. Die Antwort von der Endpunktzuordnung wird ausgewertet, formatiert und an den Benutzer zurückgeliefert. Wenn Sie beispielsweise den Befehl portqry -n myserver -p udp -e 135 ausführen, löst "Portqry.exe" den UDP-Port 135 automatisch über die Datei "systemroot\system32\drivers\etc\services" auf. Diese Datei ist auf jedem Windows 2000-System vorhanden. Wenn es den Port auf den EPMAP-Dienst auflöst (RPC End Point Mapper = RPC-Endpunktzuordnung), sendet es ein unformatiertes Benutzerdatagramm an den UDP-Port 135 auf dem Zielcomputer. "Portqry.exe" erhält keine Antwort vom Port, da der RPC-Endpunktzuordnungsdienst nur auf eine richtig formatierte RPC-Abfrage reagiert. "Portqry.exe" meldet, dass der Port empfangsbereit oder gefiltert ist. Das Befehlszeilenprogramm sendet dann eine richtig formatierte RPC-Abfrage an UDP-Port 135. Diese Abfrage gibt alle zu diesem Zeitpunkt bei der RPC-Endpunktzuordnung registrierten Endpunkte aus. Wenn es eine Antwort auf die Abfrage erhält, liefert es die gesamte Antwort an den Benutzer zurück und meldet, dass der Port empfangsbereit ist. Erhält "Portqry.exe" keine Antwort auf die Abfrage, meldet es, dass der Port gefiltert ist. Ein Beispiel dafür erhalten Sie bei Ausführung des Befehls portqry -n mymailsrv -p udp -e 135:
UUID: f5cc5a18-4264-101a-8c59-08002b2f8426 MS Exchange Directory NSPI Proxy ncacn_http:169.254.112.100[1444]

UUID: 9e8ee830-4459-11ce-979b-00aa005ffebe MS Exchange MTA 'Mta' Interface ncacn_np:\\\\mymailsrv[\\pipe\\00000bbc.000]

UUID: 9e8ee830-4459-11ce-979b-00aa005ffebe MS Exchange MTA 'Mta' Interface ncacn_ip_tcp:169.254.112.100[2168]

UUID: 99e64010-b032-11d0-97a4-00c04fd6551d Exchange Server STORE ADMIN ncadg_ip_udp:169.254.112.100[2174]

UUID: 10f24e8e-0fa6-11d2-a910-00c04f990f3b Microsoft Information Store ncacn_np:\\\\mymailsrv[\\pipe\\00000ba0.000]

Total endpoints found: 5

==== End of RPC Endpoint Mapper query response ====

UDP port 135 is LISTENING
In diesem Beispiel ist Port 135 empfangsbereit, und Sie können anhand der Ausgabe ermitteln, welche Dienste oder Programme bei der RPC-Endpunktzuordnungsdatenbank des Zielservers registriert sind. Die Ausgabe enthält für jedes Programm die UUID, Bezeichnung (sofern vorhanden), das vom Programm verwendete Protokoll, die Netzwerkadresse, an die das Programm gebunden ist, und den Endpunkt des Programms (Portnummer, Named Pipe usw., in eckigen Klammern). Diese Informationen können bei der Behandlung verschiedener Probleme nützlich sein.

"Portqry.exe" steht im Microsoft Download Center zum Download zur Verfügung. Besuchen Sie die folgende Website von Microsoft, um das Befehlszeilenprogramm "Portqry.exe" herunterzuladen:
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?familyid=89811747-C74B-4638-A2D5-AC828BDC6983&displaylang=en (http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?familyid=89811747-C74B-4638-A2D5-AC828BDC6983&displaylang=en)

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
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kbhowto KB310298
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