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Artikel-ID: 314835 - Geändert am: Samstag, 1. Dezember 2007 - Version: 4.1

Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D314835
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
314835  (http://support.microsoft.com/kb/314835/EN-US/ ) An explanation of the new /C and /I Switches that are available to use with Chkdsk.exe
In Artikel 187941  (http://support.microsoft.com/kb/187941/DE/ ) wird dieses Problem für Microsoft Windows 2000 und Windows NT 4.0 beschrieben.
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt die zwei neuen Optionen /C und /I, die in dem Programm "CHKDSK" in Windows XP enthalten sind. Diese Optionen ermöglichen eine flexiblere Handhabung der Ausfallzeiten, die durch die Ausführung von CHKDSK oder AUTOCHK auftreten.

Achtung: Microsoft rät davon ab, den Prozess CHKDSK zu unterbrechen, wenn dieser mit der Option /F ausgeführt wird. Microsoft kann nicht für die Integrität des Datenträgers garantieren, wenn das Programm CHKDSK unterbrochen wird.

Weitere Informationen

Chkdsk.exe ist die Befehlszeilenschnittstelle für das Programm CHKDSK, das die logische Integrität eines Dateisystems überprüft. Wenn CHKDSK logische Inkonsistenzen bei Dateisystemdaten entdeckt, führt es Aktionen durch, um diese Daten zu reparieren (sofern die Daten nicht schreibgeschützt sind).

Die Optionen /C und /I sind nur für ein Laufwerk gültig, das mit dem NTFS-Dateisystem formatiert ist. Mit jeder der neuen Optionen wird die CHKDSK-Routine angewiesen, bestimmte Aktionen zu umgehen, die CHKDSK sonst durchführen würde, um die Integrität von NTFS-Datenstrukturen zu überprüfen.

Der Code, mit dem die Überprüfung durchführt wird, wenn CHKDSK online ausgeführt wird, befindet sich in Programmbibliotheken, wie zum Beispiel "Untfs.dll" und "Ufat.dll". Die von CHKDSK aufgerufenen Überprüfungsroutinen sind die gleichen Routinen, die ausgeführt werden, wenn ein Datenträger über die grafische Benutzeroberfläche des Windows Explorers oder der Datenträgerverwaltung überprüft wird.

Wenn CHKDSK jedoch beim Neustart des Computers ausgeführt werden soll, ist Autochk.exe das binäre Modul, das den Überprüfungscode enthält. Da Autochk.exe, ein systemeigenes Windows-Programm, so früh im Verlauf der Startsequenz des Computers ausgeführt wird, kann es nicht den virtuellen Speicher oder andere Win32-Dienste nutzen.

Autochk.exe erzeugt die gleiche Art von Textausgabe wie die Programmbibliotheken von Chkdsk.exe. Autochk.exe zeigt diese Textausgabe während des Startvorgangs an und zeichnet außerdem ein Ereignis im Ereignisprotokoll der Anwendung auf. Der Umfang der in der protokollierten Ereignisinformation enthaltenen Textausgabe ist von der Größe des Datenpuffers des Ereignisprotokolls abhängig.

Da Autochk.exe und der Überprüfungscode in den von Chkdsk.exe verwendeten Programmbibliotheken auf dem gleichen Quellcode basieren, werden beide Programme im weiteren Verlauf des Artikels allgemein als CHKDSK bezeichnet. Dieser Artikel befasst sich nur mit Änderungen des Verhaltens von CHKDSK in Bezug auf NTFS-Datenträger, so dass mit Aussagen wie "CHKDSK führt dies und jenes durch" entsprechend "CHKDSK führt dies und jenes durch, wenn es auf einem NTFS-Datenträger ausgeführt wird" gemeint ist.

Da die Verwendung der Optionen /C und /I dazu führen kann, dass ein Datenträger auch nach dem Abschluss von CHKDSK noch beschädigt ist, wird die Verwendung dieser Optionen nur in Situationen empfohlen, in denen die Ausfallzeit des Systems auf ein Minimum reduziert werden muss. Diese Optionen sind für Situationen vorgesehen, in denen Sie CHKDSK auf außergewöhnlich großen Datenträgern ausführen müssen und eine flexiblere Handhabung der dabei auftretenden Ausfallzeiten vonnöten ist.

Für das Verständnis, in welchen Situationen die Optionen /C und /I angewendet werden sollten, sind grundlegende Kenntnisse einiger der internen NTFS-Datenstrukturen, der Beschädigungsarten, die auftreten können, der von CHKDSK bei der Datenträgerprüfung durchgeführten Aktionen und der potentiellen Folgen des Umgehens der üblichen Überprüfungsschritte von CHKDSK erforderlich.

Erläuterung der von CHKDSK durchgeführten Aktionen

Die Aktivitäten von CHKDSK, während denen das Programm alle Metadaten auf dem Datenträger untersucht, untergliedern sich in drei Hauptdurchläufe und einen optionalen vierten Durchlauf.

Bei Metadaten handelt es sich um "Daten über Daten". Sie bilden sozusagen den Überbau des Dateisystems, der dazu dient, alle Informationen zu allen auf dem Datenträger gespeicherten Dateien nachzuverfolgen. Anhand der Metadaten lässt sich ermitteln, aus welchen Zuordnungseinheiten die Daten für eine bestimmte Datei bestehen, welche Zuordnungseinheiten frei sind, welche Zuordnungseinheiten beschädigte Sektoren enthalten usw. Dagegen spricht man bei den Daten, die in einer Datei enthalten sind, von "Benutzerdaten". NTFS schützt seine Metadaten durch die Verwendung eines Transaktionsprotokolls, während Benutzerdaten keinen derartigen Schutz genießen.

Phase 1: Überprüfen von Dateien

Während des ersten Durchlaufs zeigt CHKDSK eine Meldung, dass Dateien überprüft werden, sowie den Prozentsatz der abgeschlossenen Überprüfung auf einer beweglichen Statusleiste von 0 bis 100 Prozent an. Während dieser Phase untersucht CHKDSK jedes Datensatzsegment in der Masterdateitabelle (Master File Table, MFT) des Datenträgers.

Jede Datei und jedes Verzeichnis auf einem NTFS-Datenträger werden durch ein spezielles Datensatzsegment in der MFT eindeutig identifiziert, und der von CHKDSK während dieser Phase angezeigte Wert für "Prozent abgeschlossen" ist der Prozentsatz der MFT, der überprüft wurde. Während dieses Durchlaufs überprüft CHKDSK jedes Datensatzsegment auf interne Konsistenz und erstellt zwei Bitmaps, von denen eines die verwendeten Datensatzsegmente und eines die auf dem Datenträger verwendeten Cluster anzeigt.

Am Ende dieser Phase weiß CHKDSK, welcher Speicherplatz verwendet wird und welcher Speicherplatz in der MFT und auf dem kompletten Datenträger verfügbar ist. NTFS protokolliert diese Informationen in eigenen Bitmaps, die auf dem Datenträger gespeichert werden und es CHKDSK ermöglichen, die eigenen Ergebnisse mit den von NTFS gespeicherten Bitmaps zu vergleichen. Wenn Diskrepanzen bestehen, wird in der Ausgabe von CHKDSK darauf hingewiesen. Wenn beispielsweise festgestellt wird, dass ein verwendetes Datensatzsegment beschädigt ist, werden die Datenträgercluster, die mit diesem Datensatzsegment verbunden waren, im Bitmap von CHKDSK als "verfügbar", im Bitmap von NTFS jedoch als "verwendet" markiert.

Phase 2: Überprüfen von Indizes

Während des zweiten Durchlaufs zeigt CHKDSK eine Meldung, dass Indizes überprüft werden, sowie wiederum den Prozentsatz der abgeschlossenen Überprüfung auf einer beweglichen Statusleiste von 0 bis 100 Prozent an. Während dieser Phase überprüft CHKDSK alle Indizes auf dem Datenträger.

Indizes sind im Prinzip NTFS-Verzeichnisse, und der von CHKDSK während dieser Phase angezeigte Wert für "Prozent abgeschlossen" ist der Prozentsatz der Gesamtzahl der Verzeichnisse auf dem Datenträger, der überprüft wurde. Während dieses Durchlaufs überprüft CHKDSK jedes Verzeichnis auf dem Datenträger auf interne Konsistenz und stellt zudem sicher, dass mindestens ein Verzeichnis auf jede Datei und jedes Verzeichnis verweist, die durch ein Datensatzsegment in der MFT repräsentiert werden. CHKDSK stellt ebenfalls sicher, dass jede Datei und jedes Unterverzeichnis, auf die in einem Verzeichnis verwiesen wird, tatsächlich als gültiges Datensatzsegment in der MFT vorhanden ist, und sucht nach zirkulären Verzeichnisverweisen. Schließlich stellt CHKDSK sicher, dass alle mit Dateien verbundenen Zeitstempel und Dateigrößeninformationen in den Verzeichnissen für diese Dateien aktuell sind.

Am Ende dieser Phase hat CHKDSK sichergestellt, dass es keine "verwaisten" Dateien gibt und dass in allen Verzeichnissen rechtmäßige Dateien aufgelistet sind. Eine verwaiste Datei ist eine Datei, für die ein rechtmäßiges Datensatzsegment existiert, die aber nicht in einem Verzeichnis aufgelistet ist. Wenn eine verwaiste Datei gefunden wird, kann sie häufig in ihrem korrekten Verzeichnis wiederhergestellt werden, wenn dieses Verzeichnis noch existiert. Wenn das korrekte Verzeichnis nicht länger existiert, erstellt CHKDSK ein Verzeichnis im Stammverzeichnis und setzt die Datei in dieses Verzeichnis. Wenn CHKDSK Verzeichnisse findet, die auf Datensatzsegmente verweisen, die nicht länger verwendet werden, oder die verwendet werden, aber sich nicht auf die in dem Verzeichnis aufgelistete Datei beziehen, wird der Verzeichniseintrag für das Datensatzsegment einfach entfernt.

Phase 3: Überprüfen von Sicherheitsbeschreibungen

Während des dritten Durchlaufs zeigt CHKDSK eine Meldung, dass Sicherheitsbeschreibungen überprüft werden, sowie zum dritten Mal den Prozentsatz der abgeschlossenen Überprüfung auf einer beweglichen Statusleiste von 0 bis 100 Prozent an. Während dieser Phase überprüft CHKDSK jede Sicherheitsbeschreibung, die mit Dateien und Verzeichnissen auf dem Datenträger verbunden ist.

Sicherheitsbeschreibungen enthalten Informationen zum Eigentümer der Datei oder des Verzeichnisses, zu NTFS-Berechtigungen für die Datei oder das Verzeichnis sowie Überwachungsinformationen für die Datei oder das Verzeichnis. Der von CHKDSK während dieser Phase angezeigte Wert für "Prozent abgeschlossen" ist der Prozentsatz der Dateien und Verzeichnisse auf dem Datenträger, der überprüft wurde. CHKDSK stellt sicher, dass jede Sicherheitsbeschreibungsstruktur sinnvoll aufgebaut und intern konsistent ist. Es wird nicht überprüft, ob die aufgelisteten Benutzer oder Gruppen tatsächlich existieren oder ob die erteilten Berechtigungen auf irgendeine Weise geeignet sind.

Phase 4: Überprüfen von Sektoren

Wenn die Option /R angewendet wird, führt CHKDSK einen vierten Durchlauf durch, um nach beschädigten Sektoren im freien Speicherplatz des Datenträgers zu suchen. CHKDSK versucht, jeden Sektor auf dem Datenträger zu lesen, um sicherzustellen, dass der Sektor verwendet werden kann. Auch wenn die Option /R nicht verwendet wird, werden mit Metadaten verbundene Sektoren immer von CHKDSK gelesen. Mit Benutzerdaten verbundene Sektoren werden während früherer Phasen von CHKDSK gelesen, sofern die Option /R angegeben wurde.

Wenn CHKDSK einen nicht lesbaren Sektor findet, fügt NTFS den Cluster, der diesen Sektor enthält, zu seiner Liste mit beschädigten Clustern hinzu. Wenn der beschädigte Cluster verwendet wird, weist CHKDSK einem neuen Cluster die Aufgabe des beschädigten Clusters zu. Wenn ein fehlertoleranter Datenträger verwendet wird, stellt NTFS die Daten des beschädigten Clusters wieder her und schreibt sie in den neu zugewiesenen Cluster. Andernfalls wird der Cluster mit einem Muster von 0xFF-Bytes gefüllt.

Wenn NTFS während des normalen Betriebs auf nicht lesbare Sektoren trifft, werden diese auf die gleiche Weise wie bei der Ausführung von CHKDSK neu zugeordnet. Die Option /R ist daher in der Regel nicht erforderlich, kann aber als praktische Methode zum Überprüfen des gesamten Datenträgers verwendet werden, falls der Verdacht auf beschädigte Sektoren besteht.

Erläuterung der Ausführungsdauer von CHKDSK

Die vorangegangene Beschreibung der einzelnen Durchläufe von CHKDSK gibt nur einen allgemeinen Überblick über die wichtigsten Aktionen, die CHKDSK durchführt, um die Integrität eines NTFS-Datenträgers zu überprüfen. CHKDSK führt zusätzlich viele spezielle Prüfungen während jedes Durchlaufs und mehrere Schnellprüfungen zwischen den Durchläufen durch. Dieser allgemeine Überblick kann jedoch als Grundlage für die nachfolgenden Ausführungen über die Variablen dienen, die die Ausführungsdauer von CHKDSK beeinflussen, und über die Auswirkung der in Windows XP verfügbaren neuen Optionen /C und /I.

Variable 1: Die Phase "Indizes"

Während der ersten und dritten Phase von CHKDSK (Überprüfen von Dateien und Überprüfen von Sicherheitsbeschreibungen) verändert sich die Anzeige "Prozent abgeschlossen" relativ gleichmäßig. Zwar benötigen nicht verwendete Datensatzsegmente weniger Verarbeitungszeit als verwendete, größere Sicherheitsbeschreibungen mehr Verarbeitungszeit als kleinere usw., aber alles in allem gibt die Anzeige "Prozent abgeschlossen" relativ genau den tatsächlichen Zeitaufwand wieder, der für die jeweilige Phase benötigt wird.

Dieses Verhältnis Prozentsatz/Zeit gilt jedoch nicht unbedingt für die zweite Phase von CHKDSK, wenn Indizes (NTFS-Verzeichnisse) überprüft werden. Der für die Verarbeitung eines Verzeichnisses benötigte Zeitaufwand ist eng mit der Anzahl der Dateien und Unterverzeichnisse verknüpft, die in diesem Verzeichnis aufgelistet sind, aber die während dieser Phase angezeigten abgeschlossenen Prozent basieren nur auf der Anzahl der Verzeichnisse, die CHKDSK überprüfen muss. Es wird beispielsweise nicht der Zeitaufwand berücksichtigt, der für die Verarbeitung eines Verzeichnisses mit einer sehr großen Anzahl von Dateien und Unterverzeichnissen benötigt wird. Sofern die Verzeichnisse auf einem Datenträger nicht alle dieselbe Anzahl von Dateien enthalten, gibt die Anzeige "Prozent abgeschlossen" während dieser Phase nicht verlässlich den tatsächlichen Zeitaufwand wieder, der für die zweite Phase benötigt wird.

Für einen Benutzer, der mitten in einer unerwarteten CHKDSK-Operation ist, kommt noch der nachteilige Effekt hinzu, dass die zweite Phase von CHKDSK normalerweise am längsten dauert.

Variable 2: Der Zustand des Datenträgers

Die Ausführungsdauer von CHKDSK hängt von vielen Faktoren ab, die den Zustand eines Datenträgers betreffen. Eine Formel zur Vorhersage der Ausführungsdauer von CHKDSK auf einem bestimmten Datenträger müsste Faktoren wie die Anzahl der Dateien und Verzeichnisse, den Fragmentierungsgrad des Datenträgers im Allgemeinen sowie der MFT im Speziellen, das Format der Dateinamen (lange Dateinamen, Dateinamen im 8.3-Format oder beides) und das Ausmaß der tatsächlich durch CHKDSK zu behebenden Beschädigungen mit einbeziehen.

Variable 3: Hardwaregegebenheiten

Hardwaregegebenheiten wirken sich ebenfalls auf die Ausführungsdauer von CHKDSK aus. Zu diesen gehören die Größe des verfügbaren Arbeitsspeichers, die Prozessorgeschwindigkeit, die Festplattengeschwindigkeit und ähnliche Faktoren.

Variable 4: Die CHKDSK-Einstellungen

Wenn die Option /R nicht verwendet wird, ist der wichtigste Faktor bezüglich der Ausführungsdauer auf einer bestimmten Hardwareplattform eher die Anzahl der Dateien und Verzeichnisse auf einem Datenträger als dessen absolute Größe.

Zum Beispiel muss die Ausführung von CHKDSK auf einem 50-GB-Datenträger mit nur einer oder zwei großen Datenbankdateien nur einige Sekunden dauern, sofern die Option /R nicht angegeben ist. Wenn Sie die Option /R verwenden, muss CHKDSK jeden Sektor auf dem Datenträger lesen und überprüfen, und dies erhöht die Ausführungsdauer bei großen Datenträgern erheblich. Andererseits kann die Ausführung von CHKDSK auf einem relativ kleinen Datenträger Stunden dauern, wenn der Datenträger hunderttausende oder Millionen von kleinen Dateien enthält -- unabhängig davon, ob /R angegeben ist oder nicht.

Vorhersage der Ausführungsdauer von CHKDSK

Wie erwähnt, kann die Ausführung von CHKDSK abhängig von der speziellen Situation einen Zeitaufwand von einigen Sekunden oder mehreren Tagen erfordern. Die beste Methode der Vorhersage der Ausführungsdauer von CHKDSK auf einem bestimmten Datenträger besteht in der Durchführung eines Probelaufs im schreibgeschützten Modus während eines Zeitraums mit niedriger Systemauslastung.

Bei der Verwendung dieses Verfahrens ist jedoch aus den folgenden Gründen mit großer Vorsicht vorzugehen:
  • Im schreibgeschützten Modus wird CHKDSK vor dem Abschluss aller drei Phasen abgebrochen, wenn in früheren Phasen Fehler entdeckt werden, wobei CHKDSK anfällig für falsche Fehlermeldungen ist. Beispielsweise kann CHKDSK melden, dass ein Datenträger beschädigt ist, wenn NTFS zufällig aufgrund von Programmvorgängen Bereiche des Datenträgers ändert, den CHKDSK gerade untersucht. Für die korrekte Überprüfung eines Datenträgers muss dieser sich in einem statischen Zustand befinden, und dies lässt sich nur durch Sperren des Datenträgers garantieren. CHKDSK sperrt den Datenträger nur, wenn die Optionen /F oder /R (die /F mit einschließt) angegeben werden. Sie müssen CHKDSK im schreibgeschützten Modus möglicherweise mehr als einmal ausführen, bis alle Durchläufe abgeschlossen sind.
  • CHKDSK ist sowohl CPU- als auch Datenträger-intensiv. Die Ausführungsdauer von CHKDSK kann ebenfalls durch die Systemauslastung und die Tatsache beeinflusst werden, ob CHKDSK online oder während der Windows XP-Startsequenz ausgeführt wird. Welcher Faktor sich als Engpass erweist, hängt von der Hardwarekonfiguration ab, aber wenn während der Ausführung von CHKDSK im schreibgeschützten Modus intensive Datenträger-E/A oder CPU-Verwendung bestehen, erhöht dies die Ausführungsdauer. Zudem wird Autochk.exe in einer anderen Umgebung als Chkdsk.exe ausgeführt. Die Ausführung von CHKDSK mittels Autochk.exe gewährt zwar die exklusive Verwendung von CPU- und E/A-Ressourcen durch CHKDSK, verhindert aber auch, dass CHKDSK den virtuellen Speicher nutzen kann. Obwohl angenommen werden könnte, dass Autochk.exe schneller ausgeführt wird als Chkdsk.exe, kann die Ausführungsdauer von Autochk.exe bei Systemen mit relativ geringem verfügbaren Arbeitsspeicher sogar noch höher sein.
  • Die Behebung von Beschädigungen erhöht ebenfalls die Ausführungsdauer. Im schreibgeschützten Modus wird CHKDSK nur abgeschlossen, wenn keine erheblichen Beschädigungen entdeckt werden. Wenn ein Datenträger nur geringfügige Beschädigungen aufweist, ist der Zeitaufwand zum Beheben der Probleme nur unwesentlich höher als der für die normale Ausführung von CHKDSK benötigte Zeitaufwand. Wenn jedoch erhebliche Beschädigungen gefunden werden, zum Beispiel infolge eines schwerwiegenden Hardwarefehlers, kann davon ausgegangen werden, dass sich die Ausführungsdauer von CHKDSK proportional zur Anzahl der beschädigten Dateien erhöht, die repariert werden müssen. In extremen Fällen kann sich die Ausführungsdauer von CHKDSK dadurch mehr als verdoppeln.

Anwenden der Optionen /C und /I

Die Option /C

Mit der Option /C wird CHKDSK angewiesen, die Überprüfungen auszulassen, die nach Zyklen in der Verzeichnisstruktur suchen. Zyklen stellen eine sehr seltene Form der Beschädigung dar, bei der ein Unterverzeichnis sich selbst als "Vorfahren" hat.

Die Verwendung der Option /C kann CHKDSK um ca. 1 bis 2 Prozent beschleunigen, kann aber auch dazu führen, dass Verzeichnis-"Schleifen" auf einem NTFS-Datenträger verbleiben. Auf derartige Schleifen kann möglicherweise vom Rest der Verzeichnisstruktur nicht zugegriffen werden, was zur Verwaisung einiger Dateien führen kann. Dies bedeutet, dass diese Dateien für Win32-Programme, einschließlich Sicherungsprogramme, nicht sichtbar sind.

Die Option /I

Mit der Option /I wird CHKDSK angewiesen, die Überprüfungen auszulassen, die Verzeichniseinträge mit ihren entsprechenden Datensatzsegmenten vergleichen. Wenn diese Option angewendet wird, werden Verzeichniseinträge zwar immer hinsichtlich ihrer internen Konsistenz überprüft, sie müssen jedoch nicht unbedingt mit den Daten konsistent sein, die in den entsprechenden Datensatzsegmenten gespeichert sind.

Es ist schwierig, vorherzusagen, wieviel Zeit durch die Anwendung der Option /I gespart wird. Die Option /I führt normalerweise zu einer Reduzierung der CHKDSK-Ausführungsdauer um 50 bis 70 Prozent. Dies hängt von Faktoren wie dem Verhältnis von Dateien zu Verzeichnissen und dem Verhältnis der Geschwindigkeit der Datenträger-E/A zu der CPU-Geschwindigkeit ab.

Bei der Anwendung der Option /I gelten folgende Einschränkungen:
  • Es können Verzeichniseinträge auftreten, die auf unkorrekte Datensatzsegmente verweisen. In diesem Fall treten Fehler auf, wenn ein Programm versucht, einen solchen Eintrag zu verwenden.
  • Es können Datensatzsegmente auftreten, auf die nicht durch einen Verzeichniseintrag verwiesen wird (dies kann ebenfalls zu verwaisten Dateien führen). Eine tatsächlich intakte Datei, die von dem Datensatzsegment repräsentiert wird, ist dann möglicherweise für alle Win32-Programme, einschließlich Sicherungsprogramme, nicht sichtbar.

Nutzen der Optionen /C und /I

Wenn auf einem Datenträger Beschädigungen entdeckt werden, stehen drei grundlegende Optionen zur Auswahl.

Die erste Option besteht darin, nichts zu unternehmen. Bei einem aufgabenkritischen Server, der 24 Stunden am Tag online sein muss, ist dies häufig notgedrungen die einzige Wahl. Der Nachteil hierbei ist, dass sich eine relativ geringfügige Beschädigung zu einer schwerwiegenden Beschädigung "auswachsen" kann. Daher sollte diese Option nur in Betracht gezogen werden, wenn die Aufrechterhaltung des Serverbetriebs wichtiger ist als die Integrität der auf dem beschädigten Datenträger gespeicherten Daten. Alle Daten auf dem beschädigten Datenträger sind als "gefährdet" anzusehen, bis CHKDSK ausgeführt wird. Die zweite Option besteht in der Durchführung einer vollständigen CHKDSK-Operation, um alle Dateisystemdaten zu reparieren und alle Benutzerdaten wiederherzustellen, bei denen dies mit einem automatisierten Vorgang möglich ist. Diese Vorgehensweise kann jedoch für einen aufgabenkritischen Server eine Ausfallzeit von mehreren Stunden zu einem ungünstigen Zeitpunkt bedeuten. Die dritte Option besteht darin, durch einzelne oder gemeinsame Anwendung der Optionen /C und /I eine verkürzte CHKDSK-Operation durchzuführen, um Beschädigungen, die sich zu größeren Problemen auswachsen können, in weitaus geringerer Zeit zu beheben als bei einer vollständigen CHKDSK-Operation.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass bei einer verkürzten CHKDSK-Operation nicht alle möglichen Beschädigungen repariert werden. Es ist immer noch eine vollständige CHKDSK-Operation zu einem späteren Zeitpunkt erforderlich, um zu garantieren, dass alle Daten, bei denen dies möglich ist, tatsächlich wiederhergestellt werden.

Es ist zudem darauf hinzuweisen, dass NTFS die Integrität von Benutzerdaten nach dem Auftreten einer Datenträgerbeschädigung selbst dann nicht garantieren kann, wenn unverzüglich eine vollständige CHKDSK-Operation durchgeführt wird. Es könnte Dateien geben, die CHKDSK nicht wiederherstellen kann, und Dateien, die CHKDSK wiederhergestellt hat, könnten immer noch interne Beschädigungen aufweisen. Es bleibt daher besonders wichtig, aufgabenkritische Daten durch ein regelmäßiges Sicherungsschema oder die Verwendung anderer zuverlässiger Methoden zur Datenwiederherstellung zu schützen.

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Professional
  • Microsoft Windows XP Professional x64 Edition
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