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Artikel-ID: 814536 - Geändert am: Dienstag, 4. Juli 2006 - Version: 1.4

Zusammenfassung

Dieser Artikel ist Teil 1 zum Thema Mit T-DSL und Windows XP Home Edition gemeinsam ins Internet. Teil 1 beinhaltet die Einleitung zu diesem Thema.
Um die anderen Kapitel aufzurufen, nutzen Sie bitte die Links am Ende dieses Artikels.

Folgend sind die Kapitel, die sich mit diesem Thema befassen:
Teil 1. Einleitung: Mit T-DSL und Windows Windows XP Home Edition gemeinsam ins Internet 
Teil 2. Die Hardwareausstattung 
Teil 3. T-DSL für T-Online einrichten
Teil 4. E-Mails und Newsgroups mit Outlook Express 
Teil 5. Die Internetverbindungsfreigabe aktivieren
Teil 6. Die Clients konfigurieren
Teil 7. Probleme beseitigen

Mit Highspeed ins Internet, das geht natürlich am besten mit T-DSL. Wenn Sie noch ein Analog-Modem benutzen oder über ISDN surfen und nun umstellen wollen, können Sie auch daran denken, Ihr kleines Netzwerk ins Internet zu bringen. Das Gute daran: eine einzige Verbindung genügt. Teilen Sie einfach den Zugang zwischen Ihren Rechnern auf. Die Internetverbindungsfreigabe macht's möglich.


T-DSL ist eine von der Telekom angebotene Variante der Übertragungstechnik ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line). ADSL teilt eine herkömmliche Telefonleitung in unterschiedliche Bereiche für die Datenübermittlung und die Sprachübertragung und nutzt dabei einen Frequenzbereich, der zum Telefonieren nicht verwendet wird. So ist es möglich, einen analogen T-Net Anschluß oder einen ISDN Anschluß mit dem Breitband-Internetzugang zu kombinieren. Alles was Sie brauchen, ist etwas Hardware.

Typisch für ADSL ist, dass Hin- und Rückkanal jeweils unterschiedlich große Datenmengen transportieren können.

  • kleine Bandbreite Richtung Internet (Upstream)
  • große Bandbreite Richtung Anwender (Downstream)


Das ist ideal beim Surfen oder beim Herunterladen von Dateien, wo der Anwender stets große Datenmengen erhält, selbst aber nur wenige Daten (z.B. die Adressen von Webseiten) versenden muß. Und natürlich ist es auch sehr hilfreich, wenn Sie die Internetverbindungsfreigabe einsetzen möchten.

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Upstream und Downstream beim T-DSL 1500 Festnetzanschluß


Internetverbindungsfreigabe

Haben Sie das Netzwerk aufgebaut und den T-DSL Anschluß konfiguriert, können Sie die Verbindung freigeben. Schon ist es möglich, dass Sie und andere Anwender gleichzeitig auf das Internet zugreifen. So können Sie z.B. E-Mails senden und empfangen, während ein Freund oder Kollege Dateien herunterlädt oder im Internet surft. Ein Rechner geht direkt ins Netz, die anderen hängen sich kostenlos an. Dafür wird die zur Verfügung stehende Bandbreite geteilt.

Die Internetverbindungsfreigabe (ICS, Internet Connection Sharing), arbeitet nach dem Client/Server-Prinzip.

  • ICS-Server: der Rechner mit dem direkten Internetzugang, der alle nötigen Dienste bereitstellt. Im lokalen Netz hat er zwingend die IP-Adresse 192.168.0.1.
  • ICS-Client: jeder andere Rechner im Netzwerk, der über das Netz auf den Server und über den Server auf das Internet zugreift.


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Routing

Ihr kleines Netzwerk und das Internet sind physikalisch getrennte Netze. Damit Ihre Rechner den Weg ins Internet finden, übernimmt der ICS-Server die Rolle des Vermittlers. Er gehört über die Netzwerkkarte zum LAN (Local Area Network) und über die T-DSL Leitung zum Internet. Mit Hilfe von NAT (Network Address Translation) ist er in der Lage, die Daten weiterzureichen. Er fungiert also als Software-Router oder, wie Windows es nennt, als Standard-Gateway.


NAT (Network Address Translation)

Die Rechner in Ihrem kleinen Netzwerk und die Rechner im Internet kommunizieren im Prinzip auf die gleiche Art und Weise. Sie verwenden IP-Adressen, um einander anzusprechen. Während Ihr LAN mit privaten Adressen arbeitet, die im Internet nicht vorkommen, z.B. 192.168.0.1 bis 192.168.0.254, brauchen Rechner im Internet öffentliche Adressen, damit sie gefunden werden können. Jedesmal also wenn Ihr ICS-Server eine Internetverbindung aufbaut, erhält er zusätzlich zu seiner privaten LAN-Adresse eine öffentliche Internet-Adresse, die ihm der Internetdienstanbieter (ISP, Internet Service Provider, in dieser Anleitung T-Online) zuteilt.

Will nun ein Rechner aus dem lokalen Netzwerk eine Verbindung zu einem Internet-Server aufnehmen, landet seine Anfrage zunächst beim ICS-Server. Der ersetzt die private LAN-Adresse durch die öffentliche Adresse des ISP, bevor er die Daten an den eigentlichen Empfänger weiterleitet. Der angesprochene Internet-Server antwortet dann seinerseits dem ICS-Server, der wiederum die Adressen austauscht bevor er die Daten an den ursprünglichen Absender zurückschickt. Damit dabei nichts durcheinander kommt, führt der ICS-Server eine NAT-Tabelle, die neben den IP-Adressen der ICS-Clients auch die verwendeten Kommunikationskanäle (Ports) festhält.

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Im Detail:

  1. Der ICS-Client schickt eine Anfrage an einen bestimmten Rechner im Internet (212.184.6.56 Port 80).
  2. Der ICS-Server fängt die Daten ab, merkt sich IP-Adresse und Portnummer des Clients (192.168.0.2, z.B. Port 10000) und adressiert die Anfrage um (80.141.105.209, z.B. Port 20000). Anhand der neuen Portnummer kann er den eigentlichen Absender später wieder ausfindig machen.
  3. Der ICS-Server (80.141.105.209 Port 20000) sendet die Daten an den Internet-Server (212.184.6.56 Port 80).
  4. Der Internet-Server (212.184.6.56 Port 80) antwortet dem ICS-Server (80.141.105.209 Port 20000), den er für den eigentlichen Absender der Anfrage hält.
  5. Der ICS-Server identifiziert anhand der Portnummer (20000) den richtigen Empfänger (192.168.0.2 Port 10000).
  6. Der ICS-Server tauscht die Adressen wieder aus und leitet die Antwort weiter.


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NAT sorgt dafür, dass von außen nur der ICS-Server erkannt wird, der Rest Ihres kleinen Netzwerks bleibt für Außenstehende unsichtbar. So kann man vom Internet auch nicht direkt auf einen der Client-Rechner zugreifen, die gesamte Kommunikation läuft über den Server und damit über die IP-Adresse des ISP. So bietet NAT auch einen gewissen Schutz vor Angreifern.


DNS

Wenn Sie schon einmal eine Webseite mit Namen aufgerufen haben, dann haben Sie auch DNS (Domain Name System) benutzt. DNS übersetzt Computernamen in IP-Adressen. Das Ganze funktioniert wie ein Telefonbuch. Sie geben einen Namen ein, z.B. SUPPORT.MICROSOFT.COM, und DNS gibt Ihnen die richtige Nummer: 207.46.196.102.

Auch auf dem ICS-Server läuft der DNS-Dienst, der entsprechende Anfragen zur Namensauflösung an die DNS-Server des Providers weiterleitet.


DHCP

Ist der ICS-Server gestartet, übermittelt der integrierte DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol)-Server alle relevanten TCP/IP-Einstellungen an die ICS-Clients,

  • die Subnetzmaske
  • das Standard-Gateway
  • die Adresse des DHCP-Servers
  • die Adresse des DNS-Servers
  • und weist ihnen auch automatisch private IP-Adressen zu.


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Alle Dienste des ICS-Servers laufen im Hintergrund und werden bei der Installation der Internetverbindungsfreigabe automatisch eingerichtet. Sie müssen hier nichts weiter tun. Auch die Konfiguration der ICS-Clients ist denkbar einfach. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen, weil die letzten Anmerkungen etwas technisch waren.

Informationsquellen

Weitere Kapitel zu diesem Thema
TEIL 1: Einleitung: Mit T-DSL und Windows XP Home Edition gemeinsam ins Internet (814536)
Einleitung: Mit T-DSL und Windows Windows XP Home Edition gemeinsam ins Internet

TEIL 2  (http://support.microsoft.com/kb/814537/DE/ ) : Mit T-DSL und Windows XP Home Edition gemeinsam ins Internet (814537)
Die Hardwareausstattung

TEIL 3  (http://support.microsoft.com/kb/814538/DE/ ) : Mit T-DSL und Windows XP Home Edition gemeinsam ins Internet (814538)
T-DSL für T-Online einrichten

TEIL 4  (http://support.microsoft.com/kb/814539/DE/ ) : Mit T-DSL und Windows XP Home Edition gemeinsam ins Internet (814539)
E-Mails und Newsgroups mit Outlook Express

TEIL 5  (http://support.microsoft.com/kb/814540/DE/ ) : Mit T-DSL und Windows XP Home Edition gemeinsam ins Internet (814540)
Die Internetverbindungsfreigabe aktivieren

TEIL 6  (http://support.microsoft.com/kb/814541/DE/ ) : Mit T-DSL und Windows XP Home Edition gemeinsam ins Internet (814541)
Die Clients konfigurieren

TEIL 7  (http://support.microsoft.com/kb/814542/DE/ ) : Mit T-DSL und Windows XP Home Edition gemeinsam ins Internet (814542)
Probleme beseitigen


Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Home Edition
Keywords: 
kbhowto kbstepbystep KB814536
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