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Artikel-ID: 823440 - Geändert am: Montag, 26. November 2007 - Version: 14.3

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
823440  (http://support.microsoft.com/kb/823440/EN-US/ ) Use of the /3GB switch in Exchange Server 2003 on a Windows Server 2003-based system
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Zusammenfassung

Wenn Sie Exchange Server 2003 auf einem Microsoft Windows Server 2003-Computer installieren, der über einen physischen Arbeitsspeicher (RAM) mit mindestens 1 Gigabyte (GB) verfügt und auf dem sich Postfächer oder öffentliche Ordner befinden, müssen Sie die Datei "Boot.ini" editieren, um die Auslastung des virtuellen Speichers für den Informationsspeicher-Dienst zu optimieren.

Unter normalen Umständen sind 2 GB des virtuellen Adressraums für jeden Benutzermodus-Prozess und weitere 2 GB des virtuellen Adressraums für das Betriebssystem vorgesehen. Wenn Sie in Windows Server 2003 die Option /3GB verwenden, sind 3 GB des virtuellen Adressraums für den Benutzermodus-Prozess und nur 1 GB für das Betriebssystem vorgesehen. Mithilfe dieses zusätzlichen 1 GB kann das Problem der Speicherfragmentierung im virtuellen Adressraum von "Store.exe" gelöst werden. Auf diese Art können Speicherbereiche leichter zusammengefügt werden, bevor alle großen Speicherblöcke belegt sind.

Ändern Sie nach der Installation von Windows Server 2003 die Datei "Boot.ini", und fügen Sie dann der Startzeile die Parameter /3GB und /USERVA=3030 hinzu, wie im folgenden Beispiel:
[Boot Loader] Timeout=30 Default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(2)\WINNT
[Operating Systems] multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(2)\WINNT="Microsoft Windows Server 2003" /fastdetect /3GB  /USERVA=3030
Nachdem Sie den Wert /3gb zur Datei "Boot.ini" hinzugefügt haben, wird eine seltene Systemressource mit dem Namen Seitentabelleneinträge möglicherweise auf einen Wert reduziert, der zu Instabilität bei Ihrem Exchange Server-Computer führt. Weitere Informationen dazu, wie Sie auf Ihrem Exchange Server-Computern Störungen verhindern können, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
316739  (http://support.microsoft.com/kb/316739/DE/ ) Wie Verwenden der /userva-Option zusammen mit der Befehlszeile-Option zu dem Optimieren des Modus-Leerzeichens auf einem Wert zwischen 2 GB und 3 GB

Hinweis: Auf Microsoft Windows Small Business Server 2003-Computern müssen Sie nicht die Befehlszeilenoption /3GB verwenden. Wir empfehlen den Parameter der Option /3GB nicht in der Datei "Boot.ini" für Exchange Server-Computer zu verwenden, die auch Active Directory-Domänencontroller oder globale Katalogserver sind.

Weitere Informationen

Windows Server 2003 reserviert standardmäßig 2 GB virtuellen Adressraum für den Kernel und gestattet Benutzermodus-Prozessen (z. B. dem Exchange 2003-Informationsspeicher-Prozess, "Store.exe") die Verwendung von 2 GB des virtuellen Adressraums. Der virtuelle Adressraum für einen bestimmten Prozess wird diesem beim Start zugewiesen und vergrößert sich, je mehr Speicher während der Laufzeit verwendet wird. Es ist normal, dass der tatsächlich von einem Prozess genutzte Speicher (Arbeitsseiten) viel kleiner ist als der Adressraum, der dem Prozess zugewiesen wurde. Auf Exchange 2003-Computern mit mehr als 1 GB Arbeitsspeicher muss die Speicherzuordnung von Windows Server 2003 geändert werden, damit 3 GB für Benutzermodus-Anwendungen zur Verfügung stehen.

Hinweis: Stellen Sie sicher, dass der Prozess "Store.exe" über ausreichend virtuellen Adressraum verfügt. Ist dies nicht der Fall, kann die Speicherzuordnung fehlschlagen (selbst wenn noch genügend physischer RAM-Speicher verfügbar ist), und Sie müssen dann den Microsoft Exchange-Informationsspeicher-Dienst neu starten.

Ein Server mit 2 GB physischem RAM ohne den Parameter /3GB in der Datei "Boot.ini" verfügt nicht mehr über ausreichend Speicher, wenn der virtuelle Adressraum des Dienstes "Store.exe" eine Größe von 2 GB erreicht. Obwohl der Windows Task-Manager anzeigt, dass tatsächlich nur etwa 1,5 GB verwendet werden, verfügt der Server nicht mehr über genügend Speicher.Die Option /USERVA ist neu in Windows Server 2003. Sie bietet bessere Granularität, um die Speicherzuordnung zwischen dem Benutzermodus und dem Kernelmodus aufzuteilen. Auf diese Art können Sie den Server für eine größere Anzahl von Benutzern skalieren, ohne Systemressourcen zu erschöpfen. Mithilfe von /USERVA=3030 werden dem Kernel zusätzliche 42 Megabyte (MB) Speicherplatz für Page Table Entries (PTEs) zugewiesen. Dieser Wert muss möglicherweise optimiert werden. Sie können den PTE-Verbrauch mithilfe des Systemmonitors überwachen. Das zu überwachende Objekt ist Freie Seitentabelleneinträge Wenn Werte unter 7000 überwacht werden, muss der Wert 3030 reduziert werden, weil das System instabil ist. Wenn der Wert unter 20.000 liegt, reduzieren Sie den Wert in 64-MB-Schritten, bis Werte über 20.000 überwacht werden.

Hinweis: Die Microsoft Product Support Services empfehlen dringend, einen Speicherbereich zwischen 2800 und 3000 für die Befehlszeilenoption /USERVA zu verwenden. Dieser Bereich ist umfangreich genug, um einen ausreichenden Pool für PTEs darzustellen, die sich auf aktuell festgestellte Probleme beziehen. In der Regel erreichen Sie mit der Einstellung "/userva=2800" eine Anzahl von Seitentabelleneinträgen, die nahezu dem möglichen Maximum entspricht.

Microsoft Product Support Services ist derzeit kein Exchange Server-Computer bekannt, der Werte unter 2900 benötigt.

Sie können die Nutzung des virtuellen Adressraums auch im Systemmonitor überwachen. Fügen Sie den Indikator Virtuelle Größe für den Prozess "Store.exe" hinzu, um die genaue Größe des virtuellen Adressraums abzulesen. Der Prozess "Store.exe" ist der einzige Exchange 2003-Prozess, den Sie überwachen müssen. Andere Exchange 2003-Prozesse werden nicht so groß, dass sie Probleme verursachen könnten.

Da Exchange Server beim Erhöhen die Befehlszeilenoption /3GB verwendet, kann der Exchange Server-Computer mehr als 4 GB RAM nicht effizient nutzen. Exchange Server unterstützt kein Instancing und keine physikalische Adresserweiterung (Physical Address Extension, PAE) oder AWE (Address Windowing Extensions). Aus diesem Grund sind 4 GB RAM die maximale Speichergröße, die ein Exchange Server-Computer effizient nutzen kann.

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Exchange Server 2003 Enterprise Edition
  • Microsoft Exchange Server 2003 Standard Edition, wenn verwendet mit:
    • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
    • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
Keywords: 
kbinfo KB823440
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