DetailPage-MSS-KB

Knowledge Base

Artikel-ID: 832161 - Geändert am: Montag, 24. Juli 2006 - Version: 6.0

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
832161  (http://support.microsoft.com/kb/832161/EN-US/ ) You experience a delay when you use your Windows XP computer to log on to a domain or to connect to a network resource
Wichtig: Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Sie sollten eine Sicherungskopie der Registrierung erstellen, bevor Sie die Registrierung bearbeiten. Sie müssen wissen, wie die Registrierung wiederhergestellt werden kann, wenn ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Erstellen einer Sicherungskopie, zum Wiederherstellen und Bearbeiten der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
256986  (http://support.microsoft.com/kb/256986/DE/ ) Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Auf dieser Seite

Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt ein Problem, bei dem lange Verzögerungen auftreten, wenn Sie sich an einer Domäne anmelden oder Netzwerkfreigaben öffnen. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören Probleme mit dem WebClient-Dienst, den Proxyeinstellungen und der Serverkonfiguration.

Sie können einen einfachen Test durchführen, indem Sie den WebClient-Dienst des Clientcomputers oder den Dienst des Servers deaktivieren, der den TCP-Port 80 (TCP = Transmission Control Protocol) verwendet. Wenn sich das Problem durch eine dieser Vorgehensweisen beheben lässt, gibt es Möglichkeiten, diesen Dienst wieder zu aktivieren und die Verzögerung zu verringern. Aktualisieren Sie auf das neueste Service Pack für Windows XP, umgehen Sie den Proxyserver für lokale Server, ändern Sie die Reihenfolge der Netzwerkanbieter, sodass WebClient der letzte Anbieter ist. Installieren Sie alle Updates für den WebClient-Dienst, und passen Sie anschließend die Internet Explorer-Konfiguration an.

Problembeschreibung

Wenn Sie einen Computer verwenden, auf dem eines der im Abschnitt "Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf" aufgelisteten Betriebssysteme ausgeführt wird, tritt möglicherweise mindestens eines der folgenden Symptome auf:
  • Nach der Eingabe des Kennworts im Anmeldebildschirm reagiert der Computer scheinbar nicht mehr (hängt). Dieses Verhalten tritt ab dem Zeitpunkt auf, an dem die Gruppenrichtlinie verarbeitet wird, bis ein blauer Bildschirm angezeigt wird (kurz bevor die Desktopsymbole angezeigt werden). Dies kann mehrere Minuten dauern.
  • Während des Anmeldevorgangs wird mehrere Minuten lang die Meldung Computereinstellungen werden übernommen angezeigt. Sie können sich jedoch schnell an demselben Computer anmelden, wenn die Netzwerkverbindung getrennt ist.
  • Es tritt eine lange Verzögerung auf, wenn Sie versuchen, eine Netzwerkfreigabe zu öffnen.
  • Das Öffnen einer Datei, die sich auf einer DFS-Freigabe (DFS = Distributed File System) befindet, kann zwischen 90 Sekunden und 15 Minuten dauern. Sie können dieselbe Datei jedoch schnell öffnen, indem Sie den direkten Pfad der Datei verwenden.
  • Wenn Sie Microsoft Internet Explorer 6 verwenden, um auf Freigaben auf einem Microsoft Windows NT 4.0-Server oder auf einem Microsoft Windows 2000-Server zuzugreifen, reagiert der Computer scheinbar nicht mehr (hängt).

    Hinweis: Möglicherweise erhalten Sie nach langer Wartezeit (10 Minuten oder länger) Zugriff auf die angeforderten Freigaben.

Ursache

Bei jedem dieser Symptome muss der Computer eine Netzwerkfreigabe öffnen. Die Anforderung zum Öffnen der Netzwerkfreigabe verwendet den UNC-Pfad (UNC = Uniform Naming Convention) "\\Servername\Freigabename\Verzeichnis\Dateiname.ext". Der UNC-Standort wird zunächst an den WebClient-Dienst weitergegeben. Der WebClient-Dienst versucht möglicherweise, eine Verbindung zu "http://Servername/Freigabename" herzustellen. Außerdem versucht der WebClient-Dienst unter Umständen, die Interneterweiterungen für Windows zu verwenden, um eine Verbindung zu WebDAV-aktivierten Servern (WebDAV = Web Distributed Authoring and Versioning) über den Proxyserver herzustellen. Der Proxyserver versucht, über Port 80 eine Verbindung zu dem Zielserver herzustellen. Eine oder mehrere der folgenden Ursachen führen zu einer Verzögerung beim Zugriff auf die Freigabe:
  • Der WebClient wartet auf eine Antwort von dem Proxyserver. Es wurde möglicherweise keine Antwort gesendet. Wenn die Antwort nicht gesendet wurde, kommt es zu einer Verzögerung, bis der WebClient das Zeitlimit überschreitet. Diese Verzögerung dauert standardmäßig 10 Minuten.
  • Wenn der Zielserver HTTP auf dem TCP-Port 80 nicht unterstützt, oder wenn der Zielserver offline ist, kann der Proxyserver den erwarteten HTTP-Fehlercode möglicherweise nicht an den WebClient zurücksenden.
  • Wenn sich ein inaktiver externer DFS-Serververweis auf dem Proxy befindet, auf dem die Anforderung weitergegeben wird, kann die Verzögerung durch eine Zeitüberschreitung für den externen DFS-Verbindungsfehler verursacht werden.
  • In der Reihenfolge der Netzwerkanbieter ist Webclientnetzwerk vor Microsoft Windows-Netzwerk aufgelistet.
  • Der für die Authentifizierung verwendete Domänencontroller führt einen Dienst aus, der den TCP-Port 80 verwendet. Der Domänencontroller ist beispielsweise ebenfalls ein Exchange-Server mit Outlook Web Access (OWA).
  • Die Proxyservereinstellungen von Internet Explorer sind nicht als Proxy für lokale Adressen umgehen konfiguriert. Außerdem werden vollqualifizierte Domänennamen in dem lokalen Intranet nicht in die Ausschlussliste eingetragen.
  • Die PATH-Anweisungsvariable enthält einen Verweis auf eine DFS-Verknüpfung, beispielsweise:
    PATH=\\corp.domain.com\dfsroot\DFSLink;C:\WINDOWS\system32;

Lösung

Warnung: Durch die falsche Bearbeitung der Registrierung mithilfe des Registrierungs-Editors oder einer anderen Methode können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Diese Probleme können eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungs-Editors herrühren, behoben werden können. Benutzen Sie den Registrierungs-Editor auf eigene Verantwortung.

Probieren Sie zunächst, ob sich das Problem mithilfe der Schritte im Abschnitt "Abhilfe" schnell lösen lässt. Wenn sich das Problem mithilfe der im Abschnitt "Abhilfe" beschriebenen Schritte lösen lässt, wurde es durch den WebClient-Dienst verursacht. Wenn sich das Problem nicht mithilfe des Abschnitts "Abhilfe" lösen lässt, liegt eine Ursache vor, die nicht in diesem Artikel behandelt wird.

Wenn mehr als eine Anwendung den WebClient-Dienst erfordern, und der Abschnitt "Abhilfe" auf das Problem zutrifft, wenden Sie die einzelnen Methoden in der angegebenen Reihenfolge an, bis das Problem behoben ist.

Methode 1: Installieren des neuesten Service Packs für Windows XP

Gehen Sie folgendermaßen vor, um zu überprüfen, ob Windows XP SP1 auf Ihrem Computer installiert ist:
  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Arbeitsplatz, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.
  2. Suchen Sie auf der Registerkarte Allgemein unter System nach der Service Pack-Version.
Weitere Informationen dazu, wie Sie das neueste Service Pack erhalten, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
322389   (http://support.microsoft.com/kb/322389/DE/ ) Wie Sie das neueste Service Pack für Windows XP erhalten

Methode 2: Konfigurieren von Internet Explorer zum Umgehen des Proxyservers

Gehen Sie folgendermaßen vor, um Internet Explorer so zu konfigurieren, dass der Proxyserver für lokale Adressen umgangen wird:
  1. Starten Sie Internet Explorer.
  2. Klicken Sie im Menü Extras auf Internetoptionen.
  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Verbindungen, und klicken Sie anschließend unter LAN-Einstellungen auf Einstellungen.
  4. Wenn das Kontrollkästchen Einen Proxyserver verwenden nicht aktiviert ist, fahren Sie mit der nächsten Methode fort.
    Wenn das Kontrollkästchen Einen Proxyserver verwenden aktiviert ist, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Proxyserver für lokale Adressen umgehen.
  5. Klicken Sie auf Erweitert.
  6. Geben Sie im Feld Ausnahmen die vollqualifizierten Domänennamen aller lokalen Server ein, und klicken Sie anschließend dreimal auf OK.
Hinweis: Sie können Internet Explorer so konfigurieren, dass der Proxyserver umgangen wird. Dazu müssen Sie das Feld "REG_BINARY" im folgenden Registrierungsschlüssel ändern: HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\Connections\SavedLegacySettings. Der Registrierungswert ist vorhanden und wird vom Webclient auch dann verwendet, wenn im Dialogfeld Internetoptionen und in den Registrierungsschlüsseln HKCU und DEFAULT der Proxy deaktiviert ist.

Methode 3: Ändern der Reihenfolge von Netzwerkanbietern

  1. Klicken Sie auf dem Desktop mit der rechten Maustaste auf Netzwerkumgebung, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
  2. Klicken Sie im Menü Erweitert auf Erweiterte Einstellungen.
  3. Klicken Sie auf der Registerkarte Reihenfolge der Anbieter in der Liste Netzwerkanbieter auf Webclientnetzwerk.
  4. Drücken Sie die [NACH-UNTEN-TASTE], sodass Webclientnetzwerk der letzte Anbieter in der Liste ist, und klicken Sie anschließend auf OK.


Alternativ dazu können Sie die Reihenfolge der Netzwerkanbieter in der Registrierung ändern. Der Registrierungsschlüssel lautet HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\NetworkProvider\Order\ProviderOrder. Der Standardwert dieses Eintrags ist "RDPNP,LanmanWorkstation,WebClient".

Methode 4: Installieren der relevanten Hotfixes

Wenn Sie Windows XP SP1 in Methode 1 installiert haben, ist eine neuere Version der Datei "Webclient.dll" verfügbar. Weitere Informationen zum Installieren der neuesten WebClient-Version finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
824383   (http://support.microsoft.com/kb/824383/DE/ ) Fehlermeldung, wenn Sie versuchen, eine Datei zu kopieren, indem Sie mit einem WebDAV-Server WebDAV von einem Windows XP-Computer verwenden
Setzen Sie nach der Installation dieses Hotfixes den Wert des Registrierungseintrags "ServerNotFoundCacheLifeTimeInSec" fest. Befolgen Sie hierzu die Schritte im Abschnitt "Teil 2" des folgenden Artikels in der Microsoft Knowledge Base:
823372  (http://support.microsoft.com/kb/823372/DE/ ) Word-Dokumente mit zugeordneten Vorlagen brauchen lange zum Öffnen

Methode 5: Anpassen der Installation von Internet Explorer

Wenn Sie das Internet Explorer Administration Kit verwenden, um Ihre Installationen von Internet Explorer 6 anzupassen, bereitzustellen und zu verwalten, und wenn Sie Internet Explorer auf der .DEFAULT-Registrierungsstruktur bereitstellen, können Sie dieses Verhalten mit dieser Methode beheben.

Der WebClient-Dienst verwendet die Registrierungseinstellung ".DEFAULT". Jede WebClient-Anforderung wird an den Proxy gesendet. Die Proxyanforderung überschreitet schließlich das Zeitlimit.

Wenn ein Windows XP-Computer gestartet wird, wird die Richtliniendatei des Computers angewendet.
  1. MUP (MUP = Multiple UNC Provider) wird darüber benachrichtigt, dass der Client eine Verbindung zu "domaincontroller1.domain.com" (oder einfach einem NetBIOS-Namen des Anmeldeservers) herstellen muss. Die verfügbaren Redirectors werden benachrichtigt.
  2. WebClient versucht, die Anforderung zu verarbeiten.
  3. WinInet lädt und liest die Proxykonfiguration aus der Registrierung:
    HKEY_USERS\.DEFAULT\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings
    ProxyEnable
    ProxyOverride
    ProxyServer
  4. Wenn diese drei Schlüssel zum Verwenden eines Proxyservers konfiguriert werden, sendet WinInet eine Anforderung an den Proxyserver. Dieser Vorgang kann das Zeitlimit überschreiten und fehlschlagen. In diesem Fall gibt der WebClient-Dienst eine negative Antwort an MUP zurück.
Sie können dieses Problem umgehen, indem Sie den NetBIOS-Namen des Domänencontrollers für den ProxyOverride-Wert angeben.

Hinweis: Abhängig von dem in der WebDAV-Anforderung angezeigten Namen kann dies auch der Domänenname für die interne Domäne sein.

Das folgende Beispiel verdeutlicht dies:
	"ProxyEnable"=1 "ProxyServer"="http://Proxyservername:Portnummer" "ProxyOverride"="*.intranet; domaincontroller1;*.domain.com;10.10.*;<local>"
In diesem Beispiel steht Proxyservername für den Namen Ihres Proxyservers und Portnummer für die Nummer des TCP-Ports für HTTP. Die Portnummer ist normalerweise 80 oder 8080.
Tabelle minimierenTabelle vergrößern
SchlüsselWert
ProxyEnable0 = Die manuelle Proxyerkennung ist deaktiviert. 1 = Die manuelle Proxyerkennung ist aktiviert.
ProxyServerDer Name und der Port des Proxyservers.
ProxyOverrideDie durch Semikolons getrennten DNS-Adressen (DNS = Domain Name System), die nicht an den Proxyserver weitergegeben werden sollten. Sie können den Wert <local> verwenden, um den Proxyserver für lokale Adressen zu umgehen. Wenn Sie diesen Wert einbeziehen, muss er der letzte Wert in der Zeichenfolge sein.
Hinweis: Der Registrierungspfad für den aktuellen Benutzer lautet:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings
Die Einträge der Proxyausnahmeliste werden im ProxyOverride-Wert gespeichert. Gehen Sie folgendermaßen vor, um neue Werte zu dieser Liste hinzuzufügen:
  1. Klicken Sie im Internet Explorer auf das Menü Extras und dann auf Internetoptionen.
  2. Klicken Sie auf die Registerkarte Verbindungen, und klicken Sie anschließend unter LAN-Einstellungen auf Einstellungen.
  3. Klicken Sie auf Erweitert.
  4. Geben Sie die geeigneten Informationen in das Feld Ausnahmen ein.
Hinweis: Die Werte dieser Schlüssel werden in einem WinMSD-Bericht unter Internet Settings (Interneteinstellungen) im Abschnitt Connectivity (Konnektivität) von Internet Explorer angezeigt. Sie können zum Konfigurieren der Proxyservereinstellungen auf Clientcomputern auch das Microsoft Internet Explorer Administration Kit (IEAK) verwenden.

Weitere Informationen über das IEAK finden Sie auf folgender Website von Microsoft:
http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/ie/ieak/de/default.mspx (http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/ie/ieak/de/default.mspx)
Hinweis: Wenn eine PAC-Datei verwendet wird, werden WebDAV-Anforderungen erzeugt, wenn die PAC-Datei folgende Zeile enthält:
function FindProxyForURL(http://services.support.microsoft.com/url, host) { }
Sie können die PAC-Datei bearbeiten, um WebDAV-Verkehr zu vermeiden:
function FindProxyForURL(http://services.support.microsoft.com/url, host) {if (shExpMatch(host, "DCNAME*")) { return "DIRECT"; } 

Abhilfe

Wenden Sie eine der folgenden Lösungen an, um dieses Verhalten zu umgehen:
  • Halten Sie (wenn möglich) den Dienst an, der den TCP-Port 80 auf dem Domänencontroller oder auf dem Dateiserver verwendet.
  • Deaktivieren Sie den WebClient-Dienst auf dem Windows XP-Client.
Gehen Sie folgendermaßen vor, um den Status des WebClient-Dienstes auf einem WebDAV-Clientcomputer zu untersuchen oder um den WebClient-Dienst auf einem WebDAV-Clientcomputer zu deaktivieren:
  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Alle Programme, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie anschließend auf Computerverwaltung.
  2. Doppelklicken Sie im Detailbereich auf Dienste und Anwendungen.
  3. Doppelklicken Sie auf Dienste.
  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf WebClient, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.
  5. Klicken Sie auf die Registerkarte Allgemein.
  6. Klicken Sie in der Liste Starttyp auf Deaktiviert.
  7. Klicken Sie auf Übernehmen und anschließend auf OK.
Hinweis: Sie können den WebClient-Dienst deaktivieren, solange Sie keine Dateien auf den WebDAV-Servern (WebDAV = Web Distributed Authoring and Versioning) ändern oder schreiben müssen.

Windows 2000 implementiert den WebClient-Dienst nicht. In Windows Server 2003 ist der WebClient-Dienst standardmäßig deaktiviert. Weitere Informationen über deaktivierte Dienste finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
812519  (http://support.microsoft.com/kb/812519/DE/ ) Dienste, die standardmäßig in Windows Server 2003 deaktiviert sind
Es gibt einige Alternativen für den WebClient. Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn Sie Windows XP ausführen:
  1. Deaktivieren Sie den WebClient-Dienst.
  2. Installieren Sie ein Programm, das Webordner verwendet. Installieren Sie beispielsweise Microsoft Office XP (oder höher).
  3. Löschen Sie die ursprüngliche Netzwerkumgebung.
  4. Erstellen Sie eine neue Netzwerkumgebung.
Weitere Informationen zu WebDAV und WebClient finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
817929  (http://support.microsoft.com/kb/817929/DE/ ) Dateien werden nicht angezeigt, wenn Sie eine Netzwerkverknüpfung von Bereich einer Website des Windows SharePoint Services mithilfe Web Distributed Authoring und Versioning (WebDAV) hinzufügen können zu

Status

Microsoft hat bestätigt, dass es sich hierbei um ein Problem bei den in diesem Artikel genannten Microsoft-Produkten handelt.

Weitere Informationen

Der WebClient-Dienst ermöglicht Windows-Programmen mithilfe von Win32-APIs den Zugriff auf Internet-basierte Dateien sowie das Erstellen und Bearbeiten dieser Dateien. Wenn dieser Dienst angehalten wird, sind diese Funktionen nicht verfügbar.

Wenn der WebClient-Dienst deaktiviert wird, wird der WebDAV-Redirector angehalten. Sie können keine Befehlszeilenbefehle wie net use, dir, copy und rename für einen Webserver verwenden. Sie können Netzwerkumgebung hinzufügen nicht zum Hinzufügen eines WebDAV-Standortes verwenden. Sie können den Publishing-Assistenten nicht verwenden, um MSN Communities zu veröffentlichen. Sie können jedoch weiterhin Server verwenden, die das SMB-Protokoll (SMB = Server Message Block) unterstützen.

In Windows XP und höheren Versionen verfügt der Windows-Dateiredirector über einen integrierten WebDAV-Client. Microsoft Office 2000, Microsoft Office XP und Microsoft Office System 2003 verfügen über integrierte WebDAV-Redirectors, die unabhängig vom WebClient-Dienst arbeiten.

Der WebDAV-Redirector in Windows XP

Windows XP enthält die neue Komponente WebDAV-Redirector. Mit dem WebDAV-Redirector können Programme, die auf Windows XP ausgeführt werden, eine Verbindung zum Internet herstellen und Daten im Internet lesen und schreiben. Das WebDAV-Protokoll ist eine Erweiterung zu HTTP, die das Schreiben von Daten in HTTP-Ziele, beispielsweise Microsoft MSN Web Communities, ermöglicht. Der WebDAV-Redirector bietet auf Dateisystemebene Zugriff auf diese Server, so wie der vorhandene Redirector Zugriff auf SMB- und CIFS-Server (CIFS = Common Internet File System ) bietet.

Eine Möglichkeit, auf eine WebDAV-Freigabe zuzugreifen, besteht darin, den Befehl net use zu verwenden. Sie können beispielsweise den folgenden Befehl von einer Eingabeaufforderung aus verwenden: NET USE * http://webserver/davscratch

Verwenden Sie das Ziel "http://www.msnusers.com/Ihr Communityname/files/", um eine Verbindung zu einer MSN Community herzustellen. Sie müssen dabei Ihre Microsoft .NET-Passport-Anmeldeinformationen verwenden. Geben Sie diese Details in das Dialogfeld Connect Using Different User Name (Unter einem anderen Konto anmelden) ein, wenn Sie ein zugeordnetes Netzlaufwerk verwenden, oder verwenden Sie die Befehlszeilenoption /u: mit dem Befehl net use. Sie können beispielsweise den folgenden Befehl von einer Eingabeaufforderung aus verwenden: NET USE http://www.msnusers.com/Ihr Name/files /u:Ihr Passport-Konto@hotmail.com

Windows XP

Der WebClient-Dienst wird verwendet, wenn Sie eine Verbindung zu einem Webordner herstellen, ohne einen Port anzugeben. Wenn Sie beispielsweise den URL "http://webserver/davscratch" verwenden, erscheint eine ähnliche Anzeige wie die folgende im HTTP-Header einer Netzwerkablaufverfolgung:
HTTP: User-Agent = Microsoft-WebDAV-MiniRedir/5.1.2600

Microsoft Office

Wenn die verwendete Syntax eine Portnummer enthält, stellen Sie eine Verbindung zu Office WebDAV her. Wenn Sie beispielsweise den URL "http://webserver:80/davscratch" verwenden, zeigt eine Netzwerkablaufverfolgung in etwa Folgendes an:
HTTP: User-Agent = Microsoft Data Access Internet Publishing Provider DAV 

Hinweis: Je nach Proxyanschluss kann dies möglicherweise im Netzwerkmonitor als "HTTP"-Verkehr angezeigt werden.

Hinweise:

Im Folgenden werden einige bekannte Interoperabilitätsprobleme mit WebDAV beschrieben:
  • Auf Windows Server 2003 ist der WebDAV-Client aus Sicherheitsgründen standardmäßig deaktiviert. Sie müssen den WebClient-Dienst aktivieren.
  • In Microsoft Office 2000 wird das Herstellen einer Verbindung zu einer Windows WebDAV-Freigabe nur dann unterstützt, wenn Office 2000 auf Windows 2000 oder einem früheren Betriebssystem ausgeführt wird. Wenn Office 2000 auf einem Windows XP-Computer verwendet wird, wird das Herstellen einer Verbindung zu einer Windows WebDAV-Freigabe nicht unterstützt.
  • Wenn Sie Microsoft Office auf einem Windows XP-Computer verwenden, verwenden Sie anstelle des Windows XP-Dateiredirectors den Office WebDAV-Redirector. Im Allgemeinen sollten beim Verwenden von Microsoft Office-Produkten am besten Dateien verwendet werden, die durch ihren HTTP-Namen und nicht durch ihren UNC-Pfad dargestellt werden. Verwenden Sie beispielsweise "http://Gerätename/Virtueller Stamm/Dateiname" anstelle von "\\Gerätename\Virtueller Stamm\Dateiname".

Das Deaktivieren des WebClient hat keine Auswirkung auf die Suche im Internet. Der WebClient wird nur für WebDAV-Verbindungen (WebDAV = Web Distributed Authoring and Versioning) verwendet.

Wenn der UNC-Dateiname (UNC = Universal Naming Conventions) verwendet wird, verwendet der Redirector SMB, WebDAV oder eine Kombination aus den beiden (je nach Verfügbarkeit auf dem Server).

Wenn eine Anwendung versucht, eine Datei zu öffnen, die sich auf einem Netzwerk befindet, gibt der E/A-Manager die Anforderung an die Systemkomponente MUP (MUP = Multiple UNC Provider) weiter. MUP befindet sich in der logischen Hierarchie über allen Redirectors. Wenn ein Netzwerkpfad an MUP weitergegeben wird, werden alle registrierten Redirectors überprüft, um festzustellen, ob diese den Pfad verstehen. Die Redirectors stellen anschließend Kontakt zum Server her, um zu bestätigen, dass der Pfad für das spezifische Protokoll gültig ist. Wenn der Server die Verbindung herstellen kann, sendet der Redirector eine Erfolgsmeldung an MUP. Andernfalls gibt der Redirector einen Fehler zurück. Alle zukünftigen Datei-E/A-Anforderungen für diese Datei werden an den Redirector weitergegeben, der den Pfad akzeptiert hat. Wenn mehr als ein Redirector den Pfad akzeptiert, wählt MUP den Redirector aus, dem in der Registrierung die höchste Priorität zugewiesen ist. Weitere Informationen zu Problemen mit mehreren Redirectors finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
171386  (http://support.microsoft.com/kb/171386/DE/ ) Verbindungsverzögerung wenn mehrere Redirectoren installiert sind

URLScan blockiert WebDAV-Anforderungen

Weitere Informationen über URLScan finden Sie auf folgender Website von Microsoft:
http://www.microsoft.com/technet/security/tools/urlscan.mspx (http://www.microsoft.com/technet/security/tools/urlscan.mspx)

Registrierungseinstellungen für Zeitüberschreitungen

Der WebClient-Dienst bietet eine Liste der nicht-DAV-Server (negativer Cache), zu denen in den letzten 60 Sekunden Kontakt hergestellt wurde. Wenn der Server in der Liste enthalten ist, wird sofort ein Fehler wiedergegeben, ohne eine Verbindung zu dem Netzwerk herzustellen. Die Dauer, für die ein Server in dieser Liste verbleibt, kann durch Bearbeiten des Registrierungswertes "ServerNotFoundCacheLifeTimeInSec" geändert werden.

Hinweis: Wenn der Registrierungseintrag \HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\WebClient\Parameters\ServerNotFoundCacheLifeTimeInSec nicht vorhanden ist, erstellen Sie diesen.
Typ: REG_DWORD
Wert: Standard 60 (Dezimal)
Kein Maximal- und kein Mindestwert


"RequestTimeoutInSec" steht für die Anzahl von Sekunden, die WebDAV auf WinInet wartet, nachdem eine Anforderung wie "Get file" oder "Put file" gesendet wurde.
\HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\MRxDAV\Parameters\RequestTimeoutInSec
Typ: REG_DWORD
Wert: Standard 600 (Dezimal)

Informationsquellen

Weitere Informationen zu verwandten Themen finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
812924   (http://support.microsoft.com/kb/812924/DE/ ) Zugriff reagiert möglicherweise nicht mehr zu Windows NT 4.0 oder Windows 2000-Freigabe
312181   (http://support.microsoft.com/kb/312181/DE/ ) Öffnen von Ressourcen auf einer DFS-Freigabe wird verzögert
171386  (http://support.microsoft.com/kb/171386/DE/ ) Verbindungsverzögerung wenn mehrere Redirectoren installiert sind
271361  (http://support.microsoft.com/kb/271361/DE/ ) Deaktivieren der automatischen Proxyzwischenspeicherung in Internet Explorer
320507  (http://support.microsoft.com/kb/320507/DE/ ) Internet Explorer: 30 Minuten lang kein erneuter Verbindungsversuch zu nicht erreichbarem Proxy-Server
810401  (http://support.microsoft.com/kb/810401/DE/ ) "Lokaler Gerätename wird bereits verwandt Fehlermeldung, nachdem Sie "NET USE" Befehl unterbrechen"
812924  (http://support.microsoft.com/kb/812924/DE/ ) Zugriff reagiert möglicherweise nicht mehr zu Windows NT 4.0 oder Windows 2000-Freigabe
817929  (http://support.microsoft.com/kb/817929/DE/ ) Dateien werden nicht angezeigt, wenn Sie eine Netzwerkverknüpfung von Bereich einer Website von Windows SharePoint Services mit Hilfe Web Distributed Authoring und Versioning (WebDAV) hinzufügen können zu
819961  (http://support.microsoft.com/kb/819961/DE/ ) Konfigurieren von Client-Proxyservereinstellungen mithilfe einer Registrierungsdatei
823372  (http://support.microsoft.com/kb/823372/DE/ ) Word-Dokumente mit zugeordneten Vorlagen brauchen lange zum Öffnen
826286  (http://support.microsoft.com/kb/826286/DE/ ) Neuer Benutzer kann nicht auf das INTERNET zugreifen und Proxyeinstellungen ist leer
829909  (http://support.microsoft.com/kb/829909/DE/ ) Wenn Sie eine Verbindung auf einem freigegebenen Ordner herstellen, reagiert Windows XP nicht mehr
830561  (http://support.microsoft.com/kb/830561/DE/ ) Um Dokumente, die Vorlagen angefügt haben, einer lang Zeit zu öffnen in Word 2002 und Word 2003 dauern Dokumente, die Vorlagen angefügt haben
317506  (http://support.microsoft.com/kb/317506/DE/ ) Sie sind möglicherweise nicht in Lage zu Anmeldung zu der Domäne mit VPN, wenn ein Winsock aktiviert ist
262981  (http://support.microsoft.com/kb/262981/DE/ ) Ist die "Server für lokalen Adressen" Bypass Proxy-Option aktiviert selbst wenn verwendet Internet Explorer Proxy Server für lokale IP-Adresse
209252  (http://support.microsoft.com/kb/209252/DE/ ) Maximale Anzahl der Zeichen, sein in der Proxy-Ausnahmeliste angegeben kann
Weitere Informationen über WebDAV finden Sie auf folgender Website von Microsoft:
http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/WindowsServer2003/Library/IIS/844f5e01-4b9e-4dac-897e-2a0bb33f28af.mspx (http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/WindowsServer2003/Library/IIS/844f5e01-4b9e-4dac-897e-2a0bb33f28af.mspx)

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Professional
  • Microsoft Windows XP Professional SP1
  • Microsoft Windows XP Service Pack 1a
  • Microsoft Windows XP Tablet PC Edition
  • Microsoft Windows XP for Itanium-based Systems Version 2003
Keywords: 
kbprb KB832161
Microsoft stellt Ihnen die in der Knowledge Base angebotenen Artikel und Informationen als Service-Leistung zur Verfügung. Microsoft übernimmt keinerlei Gewährleistung dafür, dass die angebotenen Artikel und Informationen auch in Ihrer Einsatzumgebung die erwünschten Ergebnisse erzielen. Die Entscheidung darüber, ob und in welcher Form Sie die angebotenen Artikel und Informationen nutzen, liegt daher allein bei Ihnen. Mit Ausnahme der gesetzlichen Haftung für Vorsatz ist jede Haftung von Microsoft im Zusammenhang mit Ihrer Nutzung dieser Artikel oder Informationen ausgeschlossen.
Freigeben
Weitere Supportoptionen
Microsoft Community-Supportforen
Kontaktieren Sie uns direkt
Zertifizierten Partner finden
Microsoft Store
Folgen Sie uns: