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Artikel-ID: 928550 - Geändert am: Donnerstag, 23. November 2006 - Version: 1.1

Dieser Artikel ist Teil 1 zum Thema Daten-CDs brennen. Dieser Teil ist eine allgmeine Einleitung zu diesem Thema.

Um die anderen Kapitel aufzurufen, nutzen Sie bitte die Links am Ende des Artikels.

Folgend sind die Kapitel, die sich mit diesem Thema befassen:
Teil 1: Einleitung
Teil 2: Die Daten zusammenstellen
Teil 3: Den Brennvorgang starten
Teil 4: Eine neue Session brennen
Teil 5: Eine CD kopieren
Teil 6: Eine CD-RW einsetzen
Teil 7: Die Brennoptionen anpassen
So ein CD-Brenner ist schon praktisch: Musik, Daten, Fotos - all das lässt sich ganz einfach auf eine CD brennen, wenn man die richtigen Tipps und Kniffe kennt. Hier erfahren Sie, was für das Brennen von Daten-CDs wichtig ist.

Wenn in Ihrem Computer ein CD-Brenner eingebaut ist, können Sie Daten im Windows Explorer auf einer CD-R oder CD-RW speichern. Das dafür erforderliche Brennprogramm ist in Windows bereits integriert. Sie brauchen also keine zusätzliche Software. Das Brennen selbst läuft dann in zwei Stufen ab:
  • Zuerst kopieren Sie die Dateien und Ordner wie gewohnt im Explorer auf das CD-Brennerlaufwerk.
  • Danach schreiben Sie die Daten auf die CD.

CD-RW, CD-R und CD-ROM

Zum Brennen benötigen Sie spezielle CD-Rohlinge. Hierbei sind die CD-RWs von den CD-Rs zu unterscheiden. Eine CD-RW (CD Rewriteable) kann wieder komplett gelöscht und dann neu beschrieben werden. Das Löschen einzelner Dateien ist allerdings nicht möglich. Außerdem sind dem Löschen und Wiederbeschreiben natürliche Grenzen gesetzt: etwa 100 bis maximal 1.000 Brennaktionen sind machbar.

Die Daten auf einer CD-R (CD Recordable) können nicht gelöscht werden. Im einfachsten Fall werden sie in einer Singlesession hintereinander weg gebrannt. Nicht genutzter Speicherplatz geht dann verloren. Windows erzeugt aber automatisch eine so genannte Multisession-CD. So kann die CD in mehreren Etappen erstellt werden, bis sie komplett voll geschrieben ist. Es ist aber zu beachten, dass bei jeder Session das Inhaltsverzeichnis neu geschrieben wird und dafür jedes Mal 11 MB Speicherkapazität notwendig sind. Auf normalen CD-R(W)s können 700 MB Daten und auf speziellen bis zu 900 MB gespeichert werden.

Eine CD-ROM kann nur gelesen werden und wird meist in größeren Stückzahlen in einem Herstellerwerk gepresst. Die meisten Programm- und Musik-CDs und die CDs in Computer-Zeitschriften werden als CD-ROM geliefert.


Geschwindigkeiten von CD-Brennern

Die Geschwindigkeit des Brennvorgangs wird in einem x-fachen von 150 KB (KiloByte) Nutzdaten pro Sekunde angegeben. Ein 52-fach Brenner kann demzufolge maximal 7.800 KB Daten pro Sekunde schreiben.

Wenn bei einem CD-Brenner für die Geschwindigkeiten beispielsweise 52/32/52 angegeben ist, hat das folgende Bedeutung:

  • max. 52-fache Brenngeschwindigkeit bei CD-Rs.
  • max. 32-fache Brenngeschwindigkeit bei CD-RWs.
  • max. 52-fache Lesegeschwindigkeit.

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Nicht immer ist der schnellste Brenner auch der beste: Mit steigender Brenngeschwindigkeit steigt auch die Belastung für den Rohling und damit die Fehlerquote.

Interne und externe Geräte

Sollten Sie noch keinen CD-Brenner haben, müssen Sie entscheiden, ob Sie einem internen oder einem externen Gerät den Vorzug geben:
  • Interne Geräte benötigen einen freien Laufwerksschacht und werden in der Regel per EIDE-Schnittstelle (ATAPI) eingebunden.
  • Externe Brenner sind mobil und können daher auch mit anderen PCs verwendet werden. Ihr Anschluss erfolgt über eine USB- oder eine Firewire-Schnittstelle, die natürlich auch an Ihrem PC vorhanden sein muss.

Brennschutz

Über einen Fehler früherer Tage, den Buffer underrun, brauchen Sie sich heute keine Gedanken mehr zu machen. Gemeint ist der unterbrochene Schreibfluss beim Brennen, der einen Rohling unbrauchbar macht. Alle modernen Geräte verfügen über eine Technik, die den Brennvorgang überwacht. Entweder werden die Daten in einem Zwischenspeicher gepuffert, der Aussetzer überbrückt, oder der Laser wird kurz abgesetzt, um seine Arbeit später an gleicher Stelle wieder aufzunehmen. Hierfür finden Sie Bezeichnungen wie:
  • Just Link
  • Burn-Proof
  • Seamingless Link
  • SafeBurn
  • SmartBurn

Passende Rohlinge verwenden

Beim Brennen von CDs führt nur das Zusammenwirken aufeinander abgestimmter Faktoren zum Erfolg. So müssen z. B. die Fähigkeiten des Brenners und die des Rohlings harmonieren. Doch manchmal will es einfach nicht klappen: Man brennt eine CD, alles scheint in Ordnung zu sein, doch irgendwann bricht der Brennvorgang mit einer Fehlermeldung ab. Oft liegt das an einer Unverträglichkeit zwischen Brenner und Rohling. Ein anderer Rohling – und schon ist das Problem behoben. Um solchen Erfahrungen vorzubeugen, lässt sich für viele Geräte per Internet überprüfen, mit welchen Rohlingen die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert. Die Brenner-Hersteller bieten häufig Listen auf ihrer Webseite an.

CD-Dateisysteme

Zum Schreiben von CDs gibt es verschiedene Standards. Einige davon sind:

Tabelle minimierenTabelle vergrößern
DateisystemBeschreibung der wichtigsten Merkmale
ISO 9660 Level 1
  • Dateinamen müssen der 8.3-Konvention entsprechen (maximal acht Zeichen für den Namen und drei für die Dateierweiterung).
  • Ist keine Erweiterung vorhanden, wird automatisch ein Punkt an den Dateinamen angehängt.
  • Dateinamen, die nur aus der Erweiterung bestehen, sind nicht zulässig.
  • Dateinamen dürfen keine Sonderzeichen haben (außer dem Unterstrich).
  • Dateinamen dürfen nicht mit einer Ziffer beginnen.
  • Groß- und Kleinschreibung wird nicht beachtet.
  • Die Verzeichnisse dürfen sich maximal über acht Ebenen erstrecken.
ISO 9660 Level 2
  • Dateinamen und Erweiterung dürfen bis zu 30 Zeichen lang sein.
  • Dateinamen, die nur aus der Erweiterung bestehen, sind nun zulässig.
  • Verzeichnisnamen dürfen bis zu 31 Zeichen lang sein.
ISO 9660 Level 3
  • Dateinamen und Erweiterung dürfen bis zu 128 Zeichen lang sein.
  • Die Verzeichnistiefe ist beliebig.
Joliet
  • Datei- und Verzeichnisnamen dürfen alle Unicode-Zeichen enthalten.
  • Datei- und Verzeichnisnamen dürfen bis zu 64 Zeichen lang sein, Pfadnamen inklusive Dateiname maximal 120 Zeichen.
  • Verzeichnisnamen dürfen Erweiterungen haben.
  • Die Verzeichnisstruktur darf mehr als acht Ebenen enthalten.
UDF (Universal Disc Format)
  • UDF ist ein relativ neues Dateisystem und soll ISO 9660 ablösen.
  • Die Länge der Dateinamen und die Verzeichnistiefe sind nicht eingeschränkt.
  • Die Pfadlänge kann über 1000 Zeichen lang sein.
  • Unterscheidung der Groß- und Kleinschreibung in Dateinamen.
  • Unterstützung des Packet Writing und damit den Zugriff auf CD-RWs wie auf eine Festplatte.

Hinweis:

Windows verwendet zum Schreiben von CDs, wenn möglich, das ISO 9660 Level 1-Format, sonst das Joliet-Format. Halten Sie sich also bei Datei- und Verzeichnisnamen streng an die Regeln, wenn Sie die Daten auch auf anderen Betriebssystemen lesen möchten.

Informationsquellen

Teil 1 Einleitung (dieser Artikel)

Teil 2  (http://support.microsoft.com/kb/928551/DE/ ) Die Daten zusammenstellen

Teil 3  (http://support.microsoft.com/kb/928552/DE/ ) Den Brennvorgang starten

Teil 4  (http://support.microsoft.com/kb/928553/DE/ ) Eine neue Session brennen

Teil 5  (http://support.microsoft.com/kb/928554/DE/ ) Eine CD kopieren

Teil 6  (http://support.microsoft.com/kb/928555/DE/ ) Eine CD-RW einsetzen

Teil 7  (http://support.microsoft.com/kb/928556/DE/ ) Die Brennoptionen anpassen


Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Home Edition Service Pack 2 (SP2)
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Professional
Keywords: 
kbstepbystep kbhowto KB928550
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